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Die Stadt Offenbach am Main beteiligt sich an dem Ende 2017 an der Hochschule für Gestaltung (HfG) im Lehrgebiet von Professor Frank Zebner konzipierten Projekt „Design Park Offenbach“. Nachdem Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke bereits vor wenigen Wochen seine Absicht zur Zusammenarbeit geäußert hatte, hat nun der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung für dieses Forschungsprojekt eine Kooperation mit der HfG beschlossen.

Das Projekt „Design Park Offenbach“ wurde von Zebner gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Offenbach, der städtischen Wirtschaftsförderung und der Hessen Trade & Invest GmbH konzipiert. Es startete offiziell am 1. März 2018 und ist auf rund drei Jahre bis Ende 2020 ausgelegt. Die Stadt will es in diesem Zeitraum weiter konkretisieren und in die Umsetzung bringen und stellt hierfür 75.000 Euro zur Verfügung. Die IHK stellt einen Beitrag in gleicher Höhe bereit.

„Konkret geht es bei diesem Vorhaben um Fragestellungen der Stadt- und Gewerberaumentwicklung für Innovationsparks beziehungsweise Designparks“, sagt OB Schwenke. „Ziel ist es, durch wissenschaftliche Forschung einen sichtbaren Beitrag zur Diskussion des Themas Design zu leisten, Design-Projekte nach Offenbach zu holen, Partner aus der Wirtschaft für den Standort zu gewinnen, aber auch hier zu halten.“

Schwenke erhofft sich aber auch Aufmerksamkeit, um den Designstandort Offenbach bekannt zu machen und Kreativ-, Technologie- und Serviceunternehmen der Branche anzuziehen. „Dies können zum Beispiel Firmen im Bereich 3D-Druck sein.“ Letztlich gehe es darum, Offenbach als neuen Ort für Design, Technik und Zukunft wahrzunehmen. „An noch zu findenden Standorten in Offenbach sollen Schlagwortthemen wie ‚Neue Materialiät’, ‚Neue Produktion’ oder ‚Neue Dienstleistungen’ gewerblich vernetzt und strukturiert werden.“

Kräfte für den Designstandort Offenbach bündeln

Mit dem Kooperationskonzept Designpark werden nun die Bemühungen der Stadt, der IHK und der HfG gebündelt und weiter fokussiert, so Schwenke weiter: „Die Stadt Offenbach ist damit gemeinsam mit der IHK Offenbach und der Hessen Trade & Invest ein verlässlicher Partner für die Laufzeit des Projekts.“

Auch Mirjam Schwan, Geschäftsführerin Innovation, Umwelt und Internationales an der IHK Offenbach betont die Bedeutung des Designs für die zukünftige Entwicklung und Prägung des Standortes Offenbach: „Es soll ein Raum für kreatives, branchenübergreifendes Forschen, Entwickeln und Zusammenarbeiten entstehen, in dem der Faktor Design eine entscheidende Rolle spielt“, bekräftigt sie.

Prof. Zebner und das unter seiner Leitung stehende Design Innovation Institute Offenbach (DIIO) sind ein idealer Partner für das gemeinsame Vorhaben zur Entwicklung und Sichtbarmachung des Designstandorts Offenbach, sind Schwan und Schwenke überzeugt. „Zebner bringt ein internationales Netzwerk in Wissenschaft und Wirtschaft mit ein, um Designpark über die rein lokale oder städtische Dimension in umfassenderes und regionales und überregionales Konzept einzufügen.“

Der Designpark ist darauf ausgerichtet, dass möglichst viele und gut vernetzte Partner das Projekt mit ins Leben rufen und es aktiv unterstützen. Das Projekt ist deshalb ausdrücklich offen für private Partner. „Ich bin absolut sicher, dass die umfassende Kooperation zu einer deutlicheren Sichtbarkeit der wirtschaftsorientierten Offenbacher Kreativwirtschaft und zu einer Steigerung ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für den Standort Offenbach führen kann“, so Schwenke abschließend.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Stadt Offenbach im Zuge der Förderung der Kreativwirtschaft verschiedene Förderkonzepte umgesetzt. Die IHK Offenbach am Main ihrerseits hat ebenfalls das Design als wichtiges Standortthema aufgegriffen und entwickelte unter anderem das hessenweite Netzwerk „Design-to-Business“, das die Verbindung der Designindustrie mit anderen Wirtschaftsbereichen zum Ziel hat.

Über Professor Frank Zebner:

Frank Zebner (56) ist international tätiger Designer und arbeitete unter anderem in Projekten für Apple, BMW, Hewlett Packard, RWE, Siemens, Swarowski und Villeroy&Boch. Er war in den 90er Jahren im Designteam für die ICE-3-Züge der Deutschen Bahn. Er betreut viele bekannte Marken und ist derzeit Chief Design Consultant für Oventrop und bulthaup. Er studierte Design in München, Schwäbisch Gmünd und Offenbach. Seit 2008 ist er Professor für Industrial Design an der HfG Offenbach, davor zwischen 1997 und 2007 Professor für Produkt- und Kommunikationsgestaltung an der HfG Schwäbisch Gmünd. Er lehrt weltweit an verschiedenen Universitäten und ist unter anderem Honorarprofessor an der Guangzhou University und Gastprofessor am Beijing Institute of Technology. Zwischen 2010 und 2016 war er Dekan des Fachbereichs Design an der HfG Offenbach.

Über das Design Innovation Institute Offenbach (DIIO):

Das DIIO unter der Leitung von Prof. Frank Georg Zebner (Lehrgebiet Technische Produkte und Produktsysteme) ist sowohl regional und national als auch international tätig und hat einen hohen Bekanntheitsgrad. Seit vielen Jahren wird hier Designforschung und -entwicklung für bedeutende Marken und Firmen wie Audi, Bosch, BMW, Brother, FSB, Gaggenau, Hansgrohe, Hewi, Lamy, Linde, Lufthansa, Siemens, Porsche, Vorwerk oder Viessmann, durchgeführt. Das Lehrgebiet Technische Produkte und Produktsysteme unterhält wissenschaftliche Kontakte und strategische Partnerschaften zu Forschungseinrichtungen auf allen fünf Erdteilen. Diese Beziehungen sollen zukünftig im DIIO noch stärker gebündelt werden, um ein internationales Netzwerk für Austausch und Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen Designforschung und Designentwicklung aufzubauen.

13. September 2018