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In der Reihe „Goethe Lectures Offenbach“ sind in diesem Jahr an vier Veranstaltungsabenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt im Klingspor Museum (Herrnstraße 80, Südflügel des Büsing-Palais) zu Gast.

Goethe geht nach Offenbach: In der Reihe „Goethe Lectures Offenbach“ sind in diesem Jahr an vier Veranstaltungsabenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt im Klingspor Museum (Herrnstraße 80, Südflügel des Büsing-Palais) zu Gast. Ziel der Veranstaltungen ist, in den Austausch mit der Stadtgesellschaft und den Offenbacher Kultur- und Kreativschaffenden zu treten und somit den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Stadtgesellschaft zu vertiefen.

Nach den erfolgreichen ersten beiden Terminen im Frühsommer folgt nun im Wintersemester der dritte Vortragsabend. Die Rednerin ist Prof. Dr. Annette Imhausen. Sie ist Professorin für Wissenschaftsgeschichte der vormodernen Welt an der Goethe-Universität und Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Am Montag, 12. Oktober, widmet sie sich um 19 Uhr dem Thema „Schriftentstehung in Ägypten und Mesopotamien“ mit einer Einführung von Dr. Stefan Soltek, dem Leiter des Klingspor Museums. Der Eintritt ist kostenlos. Im Anschluss laden die Veranstalter zum Austausch über den Abend, zum Netzwerken und Kontakteknüpfen ein. Zu der Veranstaltung sind die Vertreter der Medien, auch Bildjournalisten, herzlich eingeladen.

In Ägypten und Mesopotamien entwickelte sich die Schrift ungefähr gleichzeitig, wahrscheinlich aber unabhängig voneinander. Ein Grund für die Entstehung von Schrift war in beiden Kulturen das Bedürfnis numerische Daten festzuhalten. Obwohl es eine Reihe von Übereinstimmungen der Ausprägung und Verwendung von Schrift in Ägypten und Mesopotamien gibt, lassen sich bei genauerer Betrachtung eine Reihe von signifikanten Unterschieden herausarbeiten, die Rückschlüsse über die jeweiligen Kulturen und ihr Weltbild geben können. Der Vortrag zeichnet den Entstehungsprozess der Schrift in beiden Kulturen und seine Motivation(en) nach und erläutert die Folgen, die sich aus der Wahl der Schriftträger und der auf ihnen festgehaltenen Schriftzeichen ergeben sollten.

Annette Imhausen studierte Mathematik, Chemie, Ägyptologie und Altorientalistik. Nach der Promotion in Geschichte der Mathematik im Jahr 2000 folgten Forschungsaufenthalte in Cambridge, Massachusetts, und Cambridge, England. Nach einer Juniorprofessur für Geschichte der Mathematik an der Gutenberg Universität, Mainz, ist sie seit 2009 Professorin für Wissenschaftsgeschichte der vormodernen Welt am Historischen Seminar der Goethe Universität Frankfurt am Main.

Imhausen ist Mitglied des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und des Sonderforschungsbereichs „Ressourcenregime und Schwächediskurse“ (jeweils an der Goethe-Universität). Ihre Forschungsinteressen sind die Geschichte der vorgriechischen Wissenschaften, insbesondere der mathematischen Wissenschaften in Ägypten und Mesopotamien. Am Exzellenzcluster leitet sie das Forschungsprojekt „Die Normativität formaler Ordnungen und Prozeduren in der Antike – Mathematische und rechtliche Regelsysteme im Vergleich“.

Veranstalter des Vortragsabends und der Gesamtreihe sind der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, die Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach und das Klingspor Museum Offenbach.

Vorschau:

26.November 2015, 19 Uhr: Dr. Manuel Wörsdörfer (Wirtschaftswissenschaftler und Postdoktorand am Exzellenzcluster) – Thema: „Banken und Menschenrechte – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“

Pressekontakt:

Bernd Frye, Pressereferent des Exzellenzclusters, Tel.: 069/798-31411, bernd.fryenormativeordersnet, www.normativeorders.net/de

Ria Baumann, Wirtschaftsförderung Stadt Offenbach, Tel.: 069/8065-2392, kreativwirtschaftoffenbachde, www.offenbach.de/wirtschaft

Plakat: @Normative Orders