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Über 150 Nationen leben in Offenbach. Die Vielfalt an Sprachen spiegelt sich auch in den Bildungseinrichtungen der Stadt wider und stellt diese vor Herausforderungen, insbesondere in der Elternarbeit. Um die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Eltern zu verbessern, vermittelt das zur Volkshochschule gehörende OF Bildungsbüro seit zwei Jahren ehrenamtliche Übersetzer/-innen an Schulen. Das Angebot wurde so gut angenommen, dass dafür im Haushalt der Volkshochschule nun dauerhaft Mittel pro Jahr bereit stehen. Von den Mitteln erhalten die ehrenamtlich tätigen Übersetzer/-innen eine Aufwandsentschädigung für ihren Einsatz.

Paschtu und Bengalisch gesucht

„Gerade Anfragen für Bengalisch oder Paschtu sind für uns noch schwierig zu bedienen, hier sind wir auf der Suche nach Übersetzern“, erklärt Jasmin Hambach vom OF Bildungsbüro.

Weit über die Hälfe der Anfragen stammt aus Offenbacher Grundschulen. Aber auch weiterführende Schulen und Förderschulen nutzen das Angebot. Übersetzungsbedarf besteht meist für Türkisch (33 Prozent der Anfragen), Bulgarisch (16 Prozent), Rumänisch (9 Prozent) und Polnisch (7 Prozent). Damit entfallen fast zwei Drittel der Anfragen auf diese vier Sprachen.

Inhaltlich geht es bei den Übersetzungen meist um Lernförderung oder Unterstützungsmöglichkeiten der Eltern. Auch Verhaltensregeln, z.B. unentschuldigtes Fehlen, pünktlicher Schulbeginn, werden besprochen. „Ebenfalls sind Fragen zum Übergang in die weiterführende Schule ein Thema, denn in Hessen müssen Eltern nach der Grundschule ihr Elternwahlrecht aktiv ausüben und einen Bildungsgang wählen. Das ist meist völlig anders als im Heimatland der Eltern“, erläutert Kai Seibel, Leiter der Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung/OF Bildungsbüro.

Kontakt:

Kai Seibel, Volkshochschule Offenbach, Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung/OF Bildungsbüro, Telefon: 069/8065-3153, E-Mail: kai.seibeloffenbachde