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Ehrenamtliche stehen Arm in Arm am Offenbacher Hafen
© Katja Lenz

Zurzeit sind viele Menschen aus Kriegsgebieten wie Syrien, Afghanistan, Iran, Irak auf der Flucht. In Offenbach zeigte sich eine große Hilfsbereitschaft, diese Menschen willkommen zu heißen, ihnen zu helfen und erste Schritte einer Integration zu bieten. Mit „Offenbach hilft“ möchten wir Ihnen als Interessierte Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie sich in diesem oder in anderen Bereichen engagieren können. Denn eines steht fest: Offenbach kann Integration.

Schon seit Jahrhunderten kamen und kommen Flüchtlinge nach Offenbach – sie werden willkommen geheißen und oft schnell Teil des Stadtgefüges. Die Hugenotten, in Frankreich verfolgte Protestanten, waren 1700 die ersten, die die Französisch-Reformierte Gemeinde gründeten. Namen wie André und D’Orville gehören nach wie vor zum Stadtbild. Zeitgleich kamen auch viele Juden in die Stadt, um sich vor Verfolgung zu schützen. Darunter waren Ärzte, Lehrer, Buchdrucker und Händler, das erste Spital eröffnete und Offenbach entwickelte sich zu einem Gewerbezentrum.

Um 1850 wanderten viele Hessen aus wirtschaftlichen Gründen nach Amerika aus, doch Offenbach wuchs weiter und wurde zu einer Arbeiter- und Industriestadt. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge aus den ehemals deutschen Ostgebieten nach Offenbach, es gründete sich die so genannte „Kopftuchsiedlung“, in der viele Straßennamen an diese ehemaligen Gebiete erinnern. In den 60er Jahren zogen viele Gastarbeiter aus Südeuropa auch nach Offenbach, in den 80er und 90er Jahren waren es Russlanddeutsche und Flüchtlinge aus Jugoslawien. Sie alle tragen zu einem bunten Offenbach bei, in dem heute über 150 Nationen friedlich zusammenleben.

Die Integration vollzog sich vor allem auf kommunaler Ebene und in Offenbach mit besonderem Engagement der Glaubensgemeinschaften, Gewerkschaften, Integrationsbeauftragten, Ausländerbeiräte und der Menschen selber mit und ohne Migrationshintergrund. Ganz wichtig ist dabei die Rolle der engagierten Offenbacherinnen und Offenbacher, die schon in der Vergangenheit in vielschichtiger Hinsicht Neuankömmlingen kulturelle und sprachliche Unterstützung geboten haben. Immer wieder – und dies auch ganz aktuell – sind Ehrenamtliche der „Klebstoff“ unserer Gesellschaft. Sichtbar wird das auch auf Festen wie dem Kulturfest der Nationen auf dem Wilhelmsplatz oder dem Fest der Vereine am Mainufer. Jährlich finden die Interkulturellen Wochen mit etwa jeweils 40 Veranstaltungen zu den Themen Zusammenleben, Integration und Inklusion statt. Durch die Initiative „Die Welt in Offenbach zu Hause“ herrscht in den Quartieren reger Austausch mit nachbarschaftlichen Treffen oder interkulturellen Veranstaltungen. Zwischen vielen der zahlreichen Glaubensgemeinschaften ist auch ein intensiver interreligiöser Dialog entstanden.

Ziel von „Offenbach hilft“ ist, Ehrenamtliche bei der Suche nach geeigneten Wirkungsstätten in der Flüchtlingshilfe und der Integration zu beraten, zu unterstützen und zu qualifizieren. Gleichzeitig ist „Offenbach hilft“ Mittler zwischen den Ehrenamtlichen, Initiativen, Organisationen und städtischen Ämtern.