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Fünf derzeit tätige Integrationslotsen
Fünf derzeit tätige Integrationslotsen © Katja Lenz
Wir sind als Offenbacher Integrationslotsinnen und -lotsen seit 1. Mai 2018 im Einsatz. Wir engagieren uns ehrenamtlich für Menschen aus anderen Ländern beim Ankommen in der Stadt. Unser Team sucht Verstärkung von interessierten Frauen und Männern. Im Herbst 2018 startet die nächste Lotsenschulung, die auf die vielfältige Tätigkeit vorbereitet.

Wir sind Brückenbauer in der Gesellschaft und möchten zu einem guten Miteinander beitragen. Zum Großteil wissen wir selber, wie es sich anfühlt, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden. Wir helfen beim Verstehen von Ämtern und Behörden. Wir begleiten zu Beratungsstellen, Kindergärten, Schulen und Vereinen. Wir übersetzen bei Bedarf, sind aber keine Dolmetscher. Wir informieren über Angebote in der Stadt, zu Bildung, Kultur und Freizeit. Ziel unserer Lotsentätigkeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe.

„Wir konnten bereits einigen Menschen helfen“, berichtet Alexandra Tomaš als koordinierende Lotsin. „Einer Frau haben wir in einer Notlage schnell zu einer Hebamme vermittelt. Und bei einer Familie war die Lage so komplex, dass wir erst einmal sortieren mussten, was wichtig war und zuerst erledigt werden musste.“

Mit einer Schulung erhalten neue Lotsinnen und Lotsen eine intensive Vorbereitung auf ihre Tätigkeit. Auch danach trifft sich das Team regelmäßig und wird vom Freiwilligenzentrum weiter begleitet. Während der Qualifizierung lernt sich das Team kennen, baut neue Netzwerke auf und bildet sich in Sachen Kommunikation und interkultureller Kompetenz weiter. Die Schulungstermine beginnen am 26. Oktober 2018, es sind acht Termine, die freitagvormittags und an zwei Samstagen stattfinden. Das Freiwilligenzentrum Offenbach führt die Qualifizierung durch und koordiniert die Lotseneinsätze.

Das Engagement eignet sich für Interessierte, die sich gut in der Stadt auskennen oder die Strukturen besser kennen lernen möchten. Selbstbewusstsein, eine gewisse Neugier und eine eigene Migrationsgeschichte sind von Vorteil. Wichtig sind gute Deutschkenntnisse und auch die zeitliche Kapazität, um die Hilfesuchenden tagsüber zu begleiten.

Sollten Sie sich für dieses Engagement interessieren, würden wir Sie gerne kennenlernen. Noch bis Anfang Oktober können wir Anmeldungen annehmen.