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Die Stabsstelle Offenbach hilft hat sich mit einer Studie zur Flüchtlingshilfe auseinander gesetzt. Ihr Fazit: In Offenbach sind viele der Studienempfehlungen gelebte Realität.

Die Studie stellte das Maecenata Institut im Mai 2016 vor. Untersucht wurde, wie sich die Arbeit der Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe und deren Kooperation mit Behörden und anderen Trägern über die vergangenen Monate hinweg entwickelt und verändert hat. „Viele der Handlungsempfehlungen sind in Offenbach längst Realität“, erklärt Sigrid Jacob von „Offenbach hilft“.

Die Autoren Rudolf Speth und Elke Becker weisen darauf hin, dass die Aufnahme von über einer Million Flüchtlinge in Deutschland seit dem Sommer 2016 ohne die Zivilgesellschaft, die freiwilligen Helfer, nicht möglich gewesen wäre. Dies habe das Verhältnis zwischen den Organisationen und den Kommunen neu bestimmt und auch innerhalb der Zivilgesellschaft haben spontane Helfergruppen viel verändert. Entscheidend für den Erfolg der Hilfen für geflüchtete Menschen sei die Zusammenarbeit und Bereitschaft zur Kooperation aller Akteure, so lautet eine der wichtigsten Handlungsempfehlung der Studie.

Das wird und wurde auch in Offenbach deutlich: Es haben sich zwischen den etablierten zivilgesellschaftlichen Organisationen, den Behörden und den politischen Akteuren viele neue Netzwerke ergeben. Spontane Helfergruppen wie die Facebookgruppen Offenbacher Flüchtlingshilfe oder Gastmahl haben inzwischen einen festen Platz in der ehrenamtlichen Landschaft und enge Verbindungen zu vielen Organisationen.

Zusammenarbeit und Unterstützung

Weitere Handlungsempfehlungen sind in Offenbach bereits Alltag, wie zum Beispiel die Verstetigung der Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen über die Stabsstelle „Offenbach hilft“, ein breites Angebot von Schulungen und Möglichkeiten der Begegnung und des Austauschs. Auch haben sich die spontanen Gruppen durch partnerschaftliche Kontakte und konkrete Unterstützung wie beispielsweise Zuschüsse, Personal und Sachleistungen stabilisiert.

Wie vielerorts und durch die Studie, werden auch in Offenbach die Erfahrungen der letzten Monate aufgearbeitet. „Monatelang konnten wir nur reagieren, nun ist die Möglichkeit des Agierens durch Schulungsangebote und konkrete Projektangebote gegeben“, sagt Luigi Masala, der Stabsstellenleiter. In enger Kooperation mit den Akteuren geht der Blick nun in Richtung Integration mit Patenschaften, Begegnungen und gemeinsamen Aktionen.

Die Studie ist als Langfassung unter dem Titel „Zivilgesellschaftliche Akteure und die Betreuung geflüchteter Menschen in deutschen Kommunen“ sowie als Kurzfassung mit dem Titel „Zivilgesellschaft als Lotsen in die Gesellschaft“ als Downloadlink hinterlegt.