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Hibba Kauser zeigt ein pakistanisches Kleidungsstück
© Katja Lenz

Für den ersten Stadtspaziergang der Reihe „Ich zeig dir meine Stadt“ konnte die Stabsstelle „Offenbach hilft“ die 17jährige Hibba Kausa gewinnen. Die Leibnizschülerin ist im Stadtschülerrat aktiv und engagierte sich in der Flüchlingshilfe. Sie selber hat pakistanische Wurzeln und lebt seit ihrem achten Lebensjahr in Offenbach.

Hibba Kauser
© Katja Lenz

Hibba Kauser zeigte zehn interessierten Teilnehmern drei für sie sehr wichtige Orte - eine Reise aus der Vergangenheit in ihre Zukunft. Treffpunkt und der erste Ort war der Markplatz. Hier kam die damals achtjährige Hibba in einer für sie völlig neuen Welt an. Ihre Eltern stammen aus Pakistan und flohen vor 17 Jahren nach Deutschland. Geboren wurde Hibba in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Schwedt an der Oder, verbrachte vier Jahre in der Erstaufnahmeeinrichtung und zog dann mit ihren Eltern nach Prenzlau. In der Grundschule war sie die einzige Ausländerin - bei ihrer Ankunft auf dem Offenbacher Marktplatz hingegen eröffnete sich für Hibba eine sehr multikulturelle und offene Stadt.

Der nächste Ort war "Gugu-Geschenk“, ein Geschäft für indische und pakistanische Lebensmittel, in dem ihre Mutter oft einkauft. Die Spazierteilnehmer bestaunten diverse pakistanische Lebensmittel, farbenprächtige Festtagskleider und durften köstliche Samose (Teigtaschen mit Kartoffel-Gemüsefüllung) probieren. Pakistanisches Essen kocht Hibba nur noch selten und der Gang zum Metzger um die Ecke ist selbstverständlich. "Ich bin doch eine deutsche Kartoffel mit pakistanischen Wuzeln", beschreibt sich Hibba mit Augenzwinkern.
Zum Abschluss führte Hibba die Teilnehmer in die Leibnizschule und den Schülervertretungsraum und erzählte von ihrer Arbeit als stellvertretende Stadtschulsprecherin und Mitglied in der Landesschülervertretung.

Hibba Kauser im Schülervertretungsraum
© Katja Lenz

Mit dem Projekt „Ich zeig dir meine Stadt – Offenbach international“ möchte die Stabsstelle „Offenbach hilft“ den interkulturellen Dialog fördern, mehr Begegnung und Kommunikation in der Stadt schaffen. Das vielseitige und internationale Leben in Offenbach soll für die Teilnehmer auf eine persönliche Art und Weise erlebbar gemacht werden und die Stadt mit anderen Augen entdeckt werden. Bis Ende 2017 werden einmal im Monat Offenbacher jeglicher Herkunft – jung und alt, mit und ohne Migrationshintergrund – die Stadt, in der sie leben, aus ihrer persönlichen Sicht zeigen. Wiederholungen sind nicht ausgeschlossen.

Wenn Sie Lust haben "Ihr" Offenbach als Stadt-Spazierführer zu zeigen oder als Teilnehmer einen Stadtspaziergang zu erleben, wenden Sie sich bitte an "Offenbach hilft" unter offenbach-hilftfzofde

An nachfolgenden Terminen sollen Stadtspaziergänge – teils zu Fuß, teils mit dem Rad – stattfinden. Wer die Gruppe wohin führt, ist bisher noch ein Geheimnis, das aber rechtzeitig gelüftet wird. Dauer: 2 - 2 1/2 Stunden, Teilnehmeranzahl 12 Personen, die Teilnahme ist kostenfrei.
Termine – immer freitags um 16 Uhr (Ausnahme der 1.12.): 27. Januar, 24. Februar, 24. März, 21. April, 26. Mai, 23. Juni 2017