Die verschiedenen Arten von KI
Intelligent, künstlich und was noch?
Über KI – also Künstliche Intelligenz – wird nun schon seit einiger Zeit überall gesprochen. Egal in welchem Lebensbereich, sie begegnet uns zuhause, im Freund*innenkreis, auf der Arbeit und in den Medien. Aber was ist denn nun eigentlich eine generative KI? Worin unterscheiden sich ChatGPT und Google Gemini?
Um mitreden zu können, beleuchten wir Ihnen hier einige Basics in Sachen Künstliche Intelligenz und stellen prominente Modelle vor.
Denn wo es Neues zu lernen gibt, begeben wir uns an der vhs gerne mit Ihnen auf die (digitale) Reise!
Es gibt verschiedene Arten von KI. Hier eine kurze Übersicht zu ihren Funktionsweisen und Eigenschaften:
Symbolische KI
Zunächst zu den klassischen KIs, die es schon länger gibt: Sie heißen symbolische bzw. regelbasierte KI und arbeiten nach vorgegebenen Regeln.
Ihre Eigenschaften sind (unter anderem):
- basieren auf festen, vorgegebenen Regeln
- funktionieren nach “Wenn-Dann-Regeln”
- sie lernen nicht aus Daten, sondern folgen nur den Regeln, die sie von Menschen bekommen
Beispiele: Schachcomputer
Diskriminative KI
Diese KIs sind auch schon eine Weile nützliche Hilfsmittel in unserem Alltag und werden in vielen Bereichen eingesetzt.
Ihre Eigenschaften sind (unter anderem):
- sie bekommt Daten und unterscheidet diese zum Beispiel
- wird beim Maschinellen Lernen eingesetzt
- sie lernt aus Daten, statt Regeln von uns Menschen zu bekommen
Beispiele: Spam-Filter, Bilderkennungsmodelle
Generative KI
Diese KIs sind in aller Munde. Sie erzeugen Neues, durch Muster, die sie selbst lernen.
Ihre Eigenschaften sind (unter anderem):
- funktionieren auf der Basis von komplexen neuronalen (= einem Nervensystem ähnelnd) Netzwerken
- lernen aus riesigen Datenmengen
- erzeugen neue Inhalte
Beispiele: ChatGPT, Google Gemini, Perplexity
Agentische KI
Generative KI kann Inhalte erzeugen und Antworten auf Fragen liefern. Aber sie erledigt nichts. Agentische KI und agentenbasierte KI als Weiterentwicklung basierend auf generativer KI versprechen, das zu übernehmen. „Agieren“ bedeutet „handeln, tätig sein, wirken“. Ein Agent / eine Agentin führt einen Auftrag aus, handelt mit einem Ziel. In dem Sinne soll auch „agentische KI“ in einem vorgegebenen Rahmen selbständig aktiv werden.
Wird eine solche Anwendung zum Beispiel in einer dienstlichen Besprechung aktiviert, soll sie nicht nur das Protokoll dazu erstellen, sondern auch gleich besprochene Termine in den Kalender eintragen, Einladungen zu Folgeterminen versenden und Zugtickets für die besprochene Dienstreise buchen. Die KI soll dabei Sprachmuster analysieren und ausgehend davon erkennen, was zu tun ist und das umsetzen (quasi autonom handeln und entscheiden) – ohne kleinteilige Aufforderungen (quasi selbständig), aber innerhalb eines vorgegebenen Rahmens.
Large Language Model (LLM)
Die LLM sind Künstliche Intelligenzen, die sich auf die Verarbeitung und Erzeugung von Text konzentrieren. Sie sind ein Teil von generativer KI, wobei generative KIs weitaus mehr umfassen können, als Textgenerierung. Der breitere Begriff generative KI umfasst auch die Erzeugung von Bildern, Musik und anderen Medien.
Wenn wir also von KI sprechen, meinen wir heutzutage meist die generative KI, die uns im Alltag begleitet und unterstützen soll. Aber welche Modelle gibt es und wie unterscheiden sich diese?
TIPP
Wie schreibt KI nun Texte? Wie lernt KI das? Dazu gibt es ein anschauliches Video von der Kindersendungen "Der Sendung mit der Maus", die vom WDR produziert wird.
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