DCIM
DCIM ist eine Abkürzung für Digital Camera Images und bedeutet einfach Digital-Kamera-Bilder. Es ist ein voreingestellter Ordner zum Speichern von Fotos und Videos auf der SD-Karte in Digitalkameras, Smartphones und am Computer. Es ist Teil eines Dateisystem-Standards. Dieser wird von der Kamera(-software) vorgegeben und ist daher auf allen Geräten gleich, unabhängig vom Betriebssystem oder Hersteller der Geräte. Der Standard ist eine Art Aufbauplan, wie Bilder gespeichert werden. Er gibt die Art und Weise vor, in der Dateien angeordnet werden, wie Dateinamen aussehen, mit welchen Zeichen Dateien benannt werden können, welche Bildformate gespeichert oder angezeigt werden können, welche Zusatzinformationen (Zeit, Ort, Kameramodell, Belichtung usw.) mit dem Bild gespeichert werden können. Auch das kleine Vorschaubild, das in der Galerie-App oder im Dateimanager (Datei-Übersicht am Smartphone oder am Computer) als Dateisymbol angezeigt wird, ist von diesem Aufbauplan vorgeben. Wir können Bilder direkt in den Hauptordner DCIM speichern. Meistens existieren aber voreingestellte Unterordner. Der wichtigste ist der Ordner "Camera". Auch die Nutzung bestimmter Smartphone-Funktionen und Software/Apps erzeugt weitere Ordner im Ordner DCIM. So zeigt unser Beispielbild einen Ordner für Bildschirmfotos (Screenshots). Selbst angelegte Ordner wie Technik oder Lia können in der Galerie-App als Album oder über den Dateimanager (Eigene Dateien-App) des jeweiligen Endgerätes angelegt werden.
Digital Detox
Digital Detox bedeutet: eine Pause von Handy, Laptop und Internet. Nicht komplett offline gehen – sondern bewusster entscheiden, wann wir online sind und wie lange. So bekommen wir wieder mehr Ruhe im Kopf.
Viele Menschen merken gar nicht, wie sehr das ständige Online-Sein stresst. Das Handy klingelt, Nachrichten kommen rein, neue Fotos, neue Videos, neue E-Mails. Unser Gehirn muss dauernd reagieren. Es prasseln durchgehend Reize auf uns ein. Das macht müde. Manchmal macht es sogar traurig oder unruhig.
Ein paar kleine Pausen von der digitalen Welt können schon helfen:
- öfter das Handy stumm stellen
- für zwei Stunden am Tag das Handy in einen anderen Raum legen
- nur zu festen Zeiten Nachrichten beantworten
- abends eine Stunde ohne Bildschirm verbringen
- vor dem Schlafen nicht mehr scrollen
- achtsam online sein: weniger vergleichen, weniger Hetze lesen
Digital Detox bedeutet nicht: „Das Handy ist schlecht.“
Es bedeutet: „Ich nutze mein Handy bewusst – und ich kümmere mich gut um mich selbst.“
Wenn wir weniger abgelenkt sind, merken wir wieder andere Dinge: wie ruhig ein Winterabend sein kann, wie gut ein Gespräch tut, wie schön es ist, einfach mal nichts zu müssen. Manche Menschen finden wieder mehr Zeit für Lesen, Kochen, Basteln, Spazieren oder Treffen mit Freund:innen.
Ein Digital Detox kann auch helfen, die Feiertage entspannter zu erleben. Ohne ständiges Scrollen bleibt mehr Raum für echte Gespräche und kleine, schöne Momente.
Man muss dabei nicht nach Perfektion streben. Manchmal reicht schon eine kleine Pause, um sich besser zu fühlen.
Download und Upload
„Download“ hießt „herunterladen“. Ausgesprochen wird es wie „daunloud“.
„Upload“ heißt „hochladen“. Ausgesprochen wird es wie „aploud“.
Auf Englisch heißt „to load“ so viel wie „laden“.
Auf Englisch heißt „down“ so viel wie „herunter / hinunter“.
Auf Englisch heißt „up“ so viel wie „nach oben / hinauf“.
Bei einem Download laden Sie ein Foto oder eine Datei von einer Webseite, einer Plattform, einer Cloud (eine virtuelle Speicherplattform) auf Ihr Smartphone herunter.
Bei einem Upload laden Sie ein Foto oder eine Datei auf eine virtuelle Speicherplattform hoch. Sie schicken es also „hoch“, vom physischen in den virtuellen Bereich.
ePA: Elektronische Patientenakte
Was ist die ePA genau?
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist eine digitale Sammelmappe für alle Gesundheitsdaten eines Menschen. Vorher gab es viele wichtige Informationen nur in Papierform bei verschiedenen Ärzt:innen oder in Kliniken. Mit der ePA werden sie zentral und sicher digital gespeichert.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Befunde und Diagnosen
- Impfungen und Medikamente
- Arztbriefe oder Krankenhausberichte
Die ePA wurde in Deutschland am 1. Januar 2021 eingeführt. Seitdem konnten gesetzlich Versicherte sie freiwillig bei ihrer Krankenkasse beantragen.
Seit dem 15. Januar 2025 ist sie nun Teil der sogenannten „ePA für alle“: Jeder gesetzlich Versicherte bekommt die elektronisch Patientenakte automatisch – außer man widerspricht aktiv.
Ab dem 1. Oktober 2025 müssen Ärzt:innen, Apotheken und andere Einrichtungen mit der ePA arbeiten können.
Die Nutzung bleibt weiterhin aber freiwillig. Das heißt, die Akte kann jederzeit gelöscht oder ihr Inhalt selbst verwaltet werden.
Was sind die Vorteile?
Die ePA macht das Gesundheitssystem einfacher und schneller, denn Ärzt:innen können wichtige Informationen sofort einsehen und somit eine gezieltere Behandlung vornehmen. Es können auch Doppeluntersuchungen vermieden werden und bei einem Wechsel Ärzt:innenwechsel gehen keine Daten verloren. Außerdem hat man selber immer einen Überblick über die eigenen Gesundheitsdaten.
Worauf sollte man achten?
Gesundheitsdaten sind sehr sensible Informationen. Darum gilt für die ePA ein besonders strenger Datenschutz:
- Man kann selber entscheiden, welche Daten gespeichert werden und sollte sich darüber auch gut informieren.
- Nur Personen, denen man den Zugriff erlaubt (zum Beispiel Ärzt:innen oder Apotheken), können die Akte einsehen.
- Alle Daten werden verschlüsselt übertragen und gespeichert.
Wie kann ich die ePA nutzen?
Die ePA läuft über die Krankenkasse. Dort kann man sich anmelden und die passende App auf dem Smartphone oder Tablet herunterladen. In der App kann man Dokumente hochladen, ansehen und Zugriffsrechte vergeben.
Tipp: Die Nutzung ist freiwillig – aber sie kann helfen, die eigene Gesundheit besser zu verstehen und wichtige Informationen mit den unterschiedlichen Ärzt:innen zu teilen. Wichtig ist es jedoch, sich gut zu informieren, welche Informationen, wo landen.
eSIM
Das kennen Sie bestimmt: Um mit dem Handy oder Smartphone telefonieren und das Internet von unterwegs nutzen zu können, erhalten Sie von Ihrem Mobilfunkanbieter eine kleine Chip-Karte, die SIM-Karte also. Diese stecken Sie in das Gerät ein und wenn Sie den Mobilfunkvertrag wechseln, erhalten Sie eine neue SIM-Karte und tauschen sie aus.
Das ist neu: In vielen neuesten digitalen Geräte ist bereits eine e-SIM fest eingebaut. Da keine zusätzliche SIM-Karte mehr eingesetzt werden muss, gibt es auch keine Öffnung mehr dafür am Gerät. Die e-SIM wird über einen Aktivierungscode freigeschaltet, den Sie von Ihrem Mobilfunkanbieter erhalten. Bei einem Vertragswechsel erhalten Sie einen neuen Aktivierungscode. Nicht nur in Smartphones und Tablets sind eSIM verbaut, sondern auch in Smartwatches (intelligenten Uhren). Die Freischaltung erfolgt damit komplett digital. Es müssen keine SIM-Karten mehr per Post versendet und dann eingebaut werden.
Übrigens: das „e“ steht nicht etwa für „elektronisch“, sondern für das englische Wort „embedded“ und bedeutet so viel wie „eingebaut“.
Filterblase
In den frühen 2010er Jahren fiel dem Politaktivisten Eli Pariser auf, dass er auf Facebook zunehmend weniger Artikel und Informationen von Kontakten zu sehen bekam, die einer bestimmten politischen Orientierung folgten. Heute wissen wir: Die Informationen, die uns im Internet angeboten werden, werden nach bestimmten Kriterien gefiltert.
Suchmaschinen, Videoportale sowie Soziale Medien-Plattformen sind Computer-Programme. Wenn wir mit einer Suchmaschine immer wieder nach den gleichen Begriffen, bei YouTube immer die gleiche Art Videos suchen und anschauen oder bei Twitter bestimmten Kontakten folgen und deren Artikel weiterleiten, dann "lernen" diese Programme unsere Gewohnheiten. Sie folgen einer Programmierung, die genaue Anweisungen gibt, auf was ein Programm reagieren soll und wie es reagieren soll. Diese Anweisungen werden Algorithmen genannt. So kann gesteuert werden, dass uns vorrangig Inhalte von Kontakten angeboten werden, die die gleichen Interessen haben wie wir, weil sie ähnliche Artikel lesen, auf die gleichen Artikel antworten, die gleichen Videos anschauen und ähnlich bewerten und so weiter.
So kann es passieren, dass sich unser Verhalten nach und nach in eine bestimmte Richtung verändert, weil wir bestimmte Informationen an bestimmten Orten beziehungsweise in bestimmten Programmen erwarten. Das hat zur Folge, dass wir immer wieder die gleichen Inhalte zu sehen bekommen: Was wir schön finden, wird uns häufiger angezeigt; was wir für wichtig und interessant halten, wird uns häufiger angezeigt. Dadurch fühlen wir uns in unserer Sichtweise und darin, was für uns wahr ist, bestätigt. Dabei besteht immer ein gewisses Risiko, dass der größere Rahmen aus dem Blick gerät, weil zum Beispiel unsere politischen Auffassungen immer bestätigt werden: Was wir mögen ist gut, was wir nicht mögen ist schlecht. Oder was wir nicht mögen, wird uns erst gar nicht mehr angezeigt. Dadurch kann der Überblick über verschiedene Meinungen und Sichtweisen verloren gehen. Denn wir bekommen weniger Inhalte zu sehen als verfügbar wären und was wir zu sehen bekommen, ist gefiltert. Wir bewegen uns in einer „Filterblase“.
Für die Anbieter der Informations- und Kommunikationsplattformen zählt weniger die Vollständigkeit und Ausgewogenheit der angezeigten Inhalte, sondern anderes: Wir sollen an bestimmte Angebote gebunden werden, damit wir uns länger bei diesen Angeboten aufhalten. Wir sollen uns wohlfühlen, weil wir immer genau das angeboten bekommen, was wir erwarten. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir genau diese Informationen lesen, bestimmte Dienste abonnieren oder Produkte kaufen, weiterempfehlen und so weiter Wir verstärken durch unser Nutzungsverhalten diese Verbindung, indem wir die Angebote nachfragen beziehungsweise annehmen und nutzen.
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