Microsoft Visual C++ Redistributable
Wenn wir Programme vom Computer entfernen möchten, verwenden wir die "Systemsteuerung" und dort die Funktion "Programme → Programm deinstallieren". Dort fällt eine Liste ähnlicher Programme auf: >Microsoft Visual C++ Redistributable. Viele Nutzerinnen und Nutzer erkennen, dass es neuere und ältere Versionen davon gibt und deinstallieren die älteren Versionen. Andere löschen alle wegen des merkwürdigen Namens und vermuten, es könnte sich um eine schädliche Software handeln.
Das Betriebssystem Microsoft Windows kann mithilfe dieser Programme wie Microsoft Visual C++ Redistributable in C++ programmierte Programme betreiben. Diese Programme werden Laufzeitumgebung (englisch: runtime environment) genannt und ermöglichen das Arbeiten in einer Umgebung, in der sie ohne Unterstützung eben nicht arbeiten könnten – ein Beispiel: Ein Fisch aus dem Meer (Salzwasser) kann in einem Fluss (Süßwasser) nicht lange überleben. In einem Aquarium, das mit Meerwasser gefüllt ist, kann dieser Fisch auch im Fluss überleben. Das Aquarium stellt im Beispiel die Laufzeitumgebung dar.
Um Probleme zu vermeiden: Ignorieren Sie diese Programme. Sie sind wichtig für das reibungslose Funktionieren von Programmen, die in den Programmiersprachen "C" oder "C++" programmiert wurden. Bestimmte Programme greifen immer auf die Microsoft Visual C++ Redistributable-Version zurück, mit der sie entwickelt wurden – diese Versionen werden nicht aktualisiert. Deswegen sollten auch ältere Versionen nicht gelöscht werden, weil die Programme ansonsten eventuell nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktionieren. Diese Programme benötigen keinen nennenswerten Speicherplatz oder Leistung vom Prozessor.
NFC
Die Abkürzung NFC (Near-Field-Communication) ist eine der wenigen, die sich direkt vom Englischen ins Deutsche übersetzen lassen. Die "Nah-Feld-Kommunikation" arbeitet mit Funkwellen im Nahbereich von etwa 10 cm. Aktives NFC arbeitet zum Beispiel bei der Kopplung eines Smartphones mit einem kabellosen Bluetooth-Kopfhörer. Beide Geräte sind aktiv dabei und stromführend. Passives NFC liegt im Fall eines kontaktlosen Bezahlvorgangs an der Supermarktkasse vor. Das aktive Lesegerät erzeugt ein Magnetfeld, das in dem Chip auf der EC- oder Kreditkarte Strom erzeugt, sodass eine Datenübertragung stattfinden kann. Die Sicherheit von NFC wird immer wieder diskutiert: Jede Datenübertragung ist grundsätzlich angreifbar, allerdings werden bei NFC sehr wenige Daten in sehr geringer Geschwindigkeit mit geringer Reichweite übertragen – dies geschieht darüber hinaus in verschlüsselter Form, besonders Bankdaten bei Zahlungsvorgängen. Zurzeit können via NFC auch nur kleinere Beträge gezahlt werden. Darüber hinaus kann zur Sicherheit die Zwei-Faktor-Authentifizierung angewendet werden. Bei Messenger-Kommunikation werden Daten generell verschlüsselt.
Open Data
„Open Data“ heißt „offene Daten“. Ausgesprochen wird es wie „oupen deita“. Es geht dabei um digitale Datensätze, die sich nicht auf einzelne Personen beziehen, und allen Menschen frei zugänglich gemacht werden. Sie sollen diese offenen Daten nutzen können, um Lösungen für Herausforderungen in verschiedenen Lebensbereichen zu entwickeln. Beispiele und genauere Kriterien für „Open Data“ sehen Sie in diesem kurzen Erklär-Video:
Passkey
Der Begriff setzt sich aus zwei englischen Begriffen zusammen. „To pass“ bedeutet so viel wie „hindurchgehen, passieren“ und „key“ heißt „Schlüssel“.
Wer sich mit einem Passkey an einem Account anmeldet, benötigt kein Passwort mehr. Vereinfacht gesagt, ist ein Teil des Schlüssels auf Ihrem mobilen Endgerät hinterlegt. Dadurch ist der Passkey an dieses Gerät gebunden und nur mit diesem nutzbar. Der andere Teil des Schlüssels ist bei dem Dienst hinterlegt, der Ihren Account bereitstellt. Mit einem meist biometrischen Merkmal wie Fingerabdruck oder per Gesichtserkennung geben Sie frei, dass diese Schlüssel zusammengeführt werden dürfen. Passen die Teile zusammen, ist der Log-in erfolgreich. Aktuell gilt die Anmeldung mit einem Passkey als besonders sicher, denn es kann kein Passwort unbemerkt illegal ausgelesen werden.
Das Portable Document Format (PDF) ist, wie die Übersetzung ins Deutsche sagt, eine "übertragbare" Dateiform. Meistens wird es für Textmaterial verwendet, zum Beispiel für Broschüren, Flyer oder Handbücher technischer Geräte, die auf einer Webseite zum Herunterladen (englisch: download) abgelegt werden. Aber auch Bewerbungsunterlagen werden in das PDF-Format umgewandelt, wenn sie online weitergegeben werden, zum Beispiel bei einer Bewerbung per E-Mail oder zum Hochladen in ein Bewerbungs-Portal.
Die Eigenschaft von PDF-Dokumenten ist dabei, dass Inhalte der Datei zum Beispiel Text oder Bilder nicht einfach aus Versehen gelöscht oder geändert werden können. PDF ist ein sogenanntes "universales" Format, das heißt, PDF-Dateien behalten ihre Formatierung (einfacher: sie sehen gleich aus) und zwar unabhängig vom System (Android oder Apple iOS Smartphone oder Tablet, Computer mit Apple iOS, Linux oder Microsoft Windows) auf dem Sie angezeigt werden!
Zum Erzeugen von PDF-Dokumenten können wir ein Microsoft Office-Programm, zum Beispiel Word, Excel oder PowerPoint verwenden. In einem Word-Textdokument kann im Menü "Datei" → "Speichern unter" → "Dateityp" das PDF-Format ausgewählt werden. Auf diese Weise bleibt das ursprüngliche Textdokument erhalten und zusätzlich wird ein PDF-Dokument mit dem gleichen Inhalt, aber "schreibgeschützt" (gegen unabsichtliche Änderungen oder Löschen) gespeichert.
Wichtig: Das direkte Ändern von Inhalten einer PDF-Datei erfordert zusätzliche Programme. Bei der Nachbearbeitung mit Word (das grundsätzlich zur Bearbeitung von PDF in der Lage ist) kommt es oft zu Wiederherstellungsfehlern. Deshalb ist es ist es am einfachsten, wenn die ursprüngliche Datei, in unserem Beispiel ein Text, geändert wird und dann ein neues PDF erzeugt wird, zum Beispiel bei der Änderung des Lebenslauf-Dokuments einer Bewerbung.
Weitere Möglichkeiten zum Erstellen eines PDF sind:
In kostenloser, sogenannter Open-Source-Software, wie OpenOffice oder LibreOffice gibt es direkt in den Textverarbeitung-Menüs einen "PDF-Knopf", mit dem ein PDF erzeugt wird.
Mit einem Scanner oder dem Scan-Element eines Multifunktionsgerätes können Unterlagen, Dokumente in Papierform direkt in ein PDF-Dokument gescannt werden.
Auch mit Smartphones und Tablets lassen sich mittlerweile mit speziellen Apps Dokumente mit der Fotokamera des Smartphones "scannen" und daraus ein PDF erstellen.
Phishing
"Phishing" leitet sich vom englischen Begriff "fishing" ab.
Kriminelle versuchen sich sensible Informationen wie Benutzernamen, Passwörter oder Kreditkartendaten von ahnungslosen Nutzern "zu angeln". Dies geschieht häufig durch gefälschte E-Mails, Nachrichten oder Webseiten, die den Anschein erwecken, von vertrauenswürdigen Quellen zu stammen. Die Angreifer versuchen, die Opfer dazu zu bringen, ihre persönlichen Daten preiszugeben, indem sie sie auffordern, auf einen Link zu klicken oder ein Formular auszufüllen.
Prompt
Vielleicht kennen Sie „prompt“ als deutsches Wort für „schnell, unverzüglich“. Im Englischen heißt das Verb „to prompt“ so viel wie „auffordern, veranlassen“. Aktuell wird der Begriff häufig in Zusammenhang mit Anwendungen zur Nutzung Künstlicher Intelligenz verwendet. Ein Beispiel dafür ist das Computerprogramm ChatGPT. Dessen Besonderheit ist, dass es in wenigen Sekunden aus einer besonders großen Datenmenge umfangreiche Texte generiert.
Ein „Prompt“ meint hierbei eine Eingabeaufforderung. Diese kann lauten: „Schreibe ein Gedicht über Offenbach“. Der Prompt kann noch konkreter formuliert werden und dann lauten: „Schreibe ein Gedicht in Paar-Reimen über Offenbach im Jahre 1628“.
Push-Benachrichtigung
Auf Englisch heißt „push“ (sprich: pusch) „drücken, stoßen“.
Sendet zum Beispiel eine App Push-Benachrichtigungen, sehen Sie diese auf dem Start- oder Sperrbildschirm Ihres Smartphones, ohne die App direkt zu öffnen. So können Sie zum Beispiel Chat-Nachrichten in Echtzeit in der Vorschau sehen oder bleiben laufend über die Geschehnisse in einem Fußballspiel auf dem Laufenden.
Push-Benachrichtigungen lassen sich meist über die Einstellungen der App ein- oder ausschalten. Sie können je nach App und Anwendungsfall selbst entscheiden, ob Sie diese als nützlich oder störend empfinden.
Damit eine App Push-Nachrichten versenden kann, muss sie im Hintergrund aktiv sein und eine Verbindung zum Internet haben.
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