Scrollen
Der Begriff „Scrollen“ setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen „Screen“ (Bildschirm) und „roll“ (rollen). Auf dem Smartphone können Sie mit einem Finger von oben nach unten bzw. von unten nach oben über eine Webseite wischen. So können Sie diese schnell überfliegen und zur für Sie interessanten Stelle gelangen. Auf dem Laptop können Sie über das Touchpad mit zwei Fingern über eine Webseite scrollen.
In einem früheren Beitrag haben wir das anschaulich und genauer beschreiben. Klicken Sie auf diesen Link, um sich das anzuschauen:
Server
Ein Server (Englisch „Bediener“) ist ein Programm, das einem anderen Programm, dem Client (Englisch „Kunde“) eine Dienstleistung (Englisch „Service“) anbietet. Server und Client tauschen Informationen aus. Der Client stellt eine Anfrage und der Server antwortet. Es gibt verschiedene Typen von Servern. Webserver stellen zum Beispiel Internetseiten bereit. Der Client bittet den Server um die Anzeige einer Internetseite. Die Dienstleistung des Servers besteht dann darin, die Informationen an den Client zu senden, damit dieser die Internetseite sehen kann. Neben Webservern gibt es auch reine Daten-Server, E-Mail-Server, Drucker-Server und viele mehr. Wenn wir im Internet unterwegs sind, haben wir meistens mit mehreren Server-Typen zu tun. Wir besuchen eine Internetseite (Webserver) und laden eine Datei herunter (Daten-Server). Diese Datei senden wir vielleicht mit einer E-Mail weiter (Mail-Server).
Skimming
„Skimming“ heißt auf Englisch so viel wie „abschöpfen / abziehen“.
Es meint das illegale Auslesen von Bank- oder Kreditkarten. In diesen ist ein sogenannter RFID-Chip enthalten. Halten Sie die Karte an ein Kartenlesegerät / ein Bezahl-Terminal, sendet der Chip ein Signal und Sie können bargeldlos bezahlen. Betrüger können sich das zunutze machen, indem sie Kartenlesegeräte manipulieren.
Smishing
Der Begriff "Smishing" setzt sich zusammen aus den Begriffen "SMS" und "Phishing".
Es handelt sich um eine weitere Betrugsmasche in der digitalen Welt, bei der Links per SMS versendet werden, um an persönliche Daten – wie Kontodaten – heranzukommen.
Meist bekommt man eine Meldung per SMS, wonach ein Paket nicht zustellbar war oder noch ausstehende Zollgebühren zu begleichen seien.
Folgt man dann dem mitgesendeten Link, wird man aufgefordert, seine persönlichen Daten anzugeben.
Spoofing
Der Begriff „Spoofing“ stammt aus dem Englischen. Spoof bedeutet so viel wie Täuschung oder Streich.
Beim Spoofing werden E-Mails verschickt, die einen scheinbar vertrauenswürdigen Absender haben, zum Beispiel eine Bank oder den eigenen Vorgesetzten.
Öffnet man die Mail so erscheint der Absender zunächst nicht verdächtig, erst beim genauen Hinsehen, erkennt man, dass die E-Mail-Adresse eine andere ist. Sie wird so generiert, dass sie der richtigen E-Mail-Adresse sehr ähnlich ist.
Ziel ist es, die Empfänger zu täuschen und sie dazu zu bringen, auf schadhafte Links zu klicken oder vertrauliche Informationen preiszugeben.
Streaming
„Streaming“ heißt „fließend“. Ausgesprochen wird es wie „strieming“.
Streaming-Dienste stellen zum Beispiel Musik oder Filme so zur Verfügung, dass sie immer auf Knopfdruck über das Internet abgespielt werden können. Das Material muss nicht auf dem eigenen Gerät gespeichert werden, denn es ist laufend verfügbar. Beim Streaming wird natürlich viel Datenvolumen verbraucht.
Swipen
Tracking
„Track“ bedeutet auf Englisch so viel wie „Spur, Weg“. „To track someone/ something“ heißt auf Englisch „jemanden/ etwas verfolgen“. Es wird ausgesprochen wie „träck“.
Von Tracking wird in unterschiedlichen Zusammenhängen gesprochen: Es gibt zum Beispiel Tracking-Nummern für Pakete, also Sendungsverfolgungs-Nummern, mit denen Sie immer genau wissen, wo ihr Paket ist und wann es ankommt. Gesundheitsdaten können „getrackt“, also verfolgt und aufgezeichnet werden, zum Bespiel, wenn Sie einen Schrittzähler nutzen, der auch den Puls aufzeichnet. Tracking nutzen auch Werbetreibende im digitalen Raum, um nachzuverfolgen, welche Webseiten oder Suchbegriffe jemand besonders oft im Internet eingegeben hat, um personalisierte Werbeanzeigen auf dessen mobilen Endgeräten anzeigen zu lassen.
Update und Upgrade
Zwei ungleiche Geschwister
Die Begriffe Update und Upgrade sind eng verwandt. Der eine kann deshalb kaum ohne den anderen erklärt werden. So haben wir hier eine Art "Doppelfolge" in unserem Wörterbuch.
Update
Der Begriff "Update" bedeutet so viel wie Aktualisierung. Die wichtigsten Updates sind Aktualisierungen der Betriebssysteme wie zum Beispiel Microsoft Windows am Computer und Google Android am Smartphone oder Tablet. Auch wichtige und häufig genutzte Apps und Programme wie der Internet-Browser müssen immer auf dem neuesten Stand sein. Und auch das Antivirus-Programm muss, ob nun gekauft oder als Gratis-Version, immer mit neuen Suchinformationen aktualisiert werden, damit das Programm weiß, nach welcher bösartiger Software ("Malware") gesucht werden soll. Regelmäßige Updates des Betriebssystems und der Apps an Smartphone und Computer sind ebenso wichtig wie ein Virenschutz-Programm, denn veraltete Software ist fehleranfällig und damit unsicher.
Der Browser Microsoft Edge und der Virenschutz Microsoft Windows Defender werden gemeinsam mit den regelmäßig automatisch stattfindenden Windows Updates aktualisiert. Updates für Ihr Android-Betriebssystem und Apps an Smartphone und Tablet werden ebenfalls automatisch geliefert.
Upgrade
Der Begriff "Upgrade" bedeutet einen erweiterten Funktionsumfang, mehr Leistung, also insgesamt eine Verbesserung des Produkts. Kostenlose Software weist immer wieder auf Upgrades hin, die das Programm dann umfangreicher, besser oder schneller machen. Zu Werbezwecken bieten Ihnen Anbieter kostenloser Software zeitlich begrenzte (meistens eine bis vier Wochen) Upgrades an, die Ihnen den Mehrwert des kostenpflichtigen Produkts schmackhaft machen sollen. Nach solch einem Testzeitraum werden die Mehrfunktionen wieder abgeschaltet – oder außer Sie kaufen die Software. Ein gutes Beispiel dafür sind kostenlose Antivirus-Programme. Wichtig ist, dass diese zeitlich begrenzten Upgrades kostenfrei sind. Sie müssen nichts zahlen – auch wenn Ihnen nach der Testphase des Upgrades dazu geraten wird. Wenn Sie die Software nicht kaufen, behalten Sie die Leistungen des kostenlosen Produkts und erhalten eventuell Werbung.
Bei Smartphone-/Tablet-Apps mit geringem Funktionsumfang bedeutet ein kostenpflichtiges Upgrade meist nur, dass die enthaltene Werbung abgeschaltet wird.
Sonderfälle: In manchen Bereichen sind die Grenzen fließend. Im Alltag werden die Begriffe Update und Upgrade gerne gleichbedeutend verwendet. Es kann auch sein, dass ein Update des Kartenmaterials im Navigationssystems eines Autos Gebühren kostet. In manchen Fällen ist Software kostenlos bis zu genau dem Zeitpunkt, an dem das Update erfolgt. Und es gibt sogenannte Firmware-Updates. Firmware ist Software, die auf der Hardware eines Gerätes (zum Beispiel auf einem Chip auf der Hauptplatine/Mainboard) gespeichert ist und ausgeführt wird – ohne dass ein Betriebssystem oder ein anderes Programm benötigt wird. Nach einem Firmware-Update kann ein Gerät in der Regel mehr als vorher oder die gleichen Knöpfe können mehr Funktionen auslösen usw. und ist damit genau genommen eine Art "Upgrade".
USB C
USB C - Anschluss
USB steht für Universal Serial Bus und ist ein Beispiel dafür, dass die Erklärung von Abkürzungen für Nicht-Expert:innen nicht immer hilfreich ist. Sie müssen schlicht wissen, um was es sich handelt, nämlich um eine Anschlussform, die Geräte miteinander verbindet.
An neueren Smartphones/Tablets ist er der Hauptanschluss. Über ihn kann das Smartphone/Tablet geladen werden oder es können auch Daten von externen Endgeräten empfangen oder an externe Endgeräte übertragen werden. Auch an Laptops/Notebooks ist an neueren Geräten häufig bereits ein USB C-Port ("Port" mein Anschluss) vorhanden. Das Besondere am USB C-Anschluss ist: Er kann beliebig herum ins Endgerät eingesteckt werden, weil er oval ist. Die Kontakte sind um ein Zentrum herum angeordnet.
Der Zusatz USB "C" sagt nun aber nichts über die Lese- und Schreib-Geschwindigkeit oder die Speichergröße aus. Es ist einfach eine bestimmte Anschlussform. Bei der immer noch verbreiteten USB A-Bauform befindet sich im Stecker eine Kontaktplatte unten (im Bild blau). Die Buchse hat die Kontaktplatte anders herum montiert. So passt der Speicherstick nur in eine Richtung in die Buchse. Die blaue Farbe ist Kennzeichen für einen USB 3.0-Stick, der schneller arbeitet als ein USB 2.0-Stick. Bei der Bauform USB C ist die Arbeitsgeschwindigkeit des Sticks nicht erkennbar. Hier müssen Sie Detailinformationen des Endgerätes (Laptop, Smartphone usw.) oder des Speichermediums (USB-Stick, externe USB-Festplatte usw.) erfragen. Bei günstigen Smartphones kann es durchaus sein, dass in einem neuen Gerät eine veraltete Anschlussform mit schwacher Datenübertragung verbaut wurde. Die höchsten Datenübertragungsraten haben USB 3.1 bzw. USB 3.2-Anschlüsse – unabhängig von der Bauform A, B (wird in diesem Artikel nicht behandelt) oder C. Die USB-Anschlüsse sind abwärtskompatibel, das heißt ein USB 3.1-Speicherstick kann an einer Laptop-Buchse mit USB 2.0-Anschluss betrieben werden. Die Datenübertragung ist dann allerdings auch nur auf USB 2.0-Geschwindigkeit, was aber im Alltag in der Regel für alle völlig ausreicht, die keine großen Bild- oder Video-Dateien übertragen.
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