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Stadt Offenbach

Magistrat beschließt Fortschreibung des Masterplans 2030

02.12.2025

Der Magistrat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Masterplan Offenbach am Main 2030 fortzuschreiben. Nun liegt es an den Stadtverordneten, in ihrer Sitzung am 4. Dezember über die Zustimmung zu entscheiden. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke: „Auch wenn wir in Offenbach zuletzt vorankommen, müssen wir den Masterplan bis 2045 fortschreiben. Denn: der Masterplan definiert die glasklare Flächenstrategie der Stadt: Wo kommt Gewerbe hin? Wo kommt Wohnen hin? Diese Flächenstrategie ist ein Teil der Grundlagen der aktuellen Erfolge.“

Zuletzt gab es in Offenbach so viele Arbeitsplätze wie seit 49 Jahren nicht mehr. „Daraus entstehen relativ verlässlich rund 100 Millionen Euro Gewerbesteuer,“ so OB Schwenke. „Doch mit rund 250 Millionen aus dem Kommunalen Finanzausgleich beeinflusst uns die gesamtwirtschaftliche Lage immer noch deutlich stärker als die eigenen Erfolge. Deshalb gilt: wir müssen mit voller Kraft weiterarbeiten, damit Flächen für die wirtschaftliche Entwicklung vorhanden sind. Denn Lorenz Snack World, Pan Dacom, Samson, BioSpring, die ITSG, der Circle Hub, BYD und all die anderen konnten nur kommen, weil es Flächen gab. Und wir brauchen noch mehr.“

Bau- und Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß: „Der Masterplan Offenbach am Main 2030 löste mit seinem Beschluss 2016 eine Aufbruchsstimmung in der Stadtgesellschaft, der Verwaltung und unter Investoren aus.“ Seine Umsetzung hat schon vieles bewegt: Bieber Nord und Bürgel Ost bieten Familien neuen Wohnraum, Schulen und Kitas wurden neu gebaut, modernisiert und erweitert, der Kaiserleikreisel zurückgebaut, Gewerbeflächen erschlossen und neue Gewerbeunternehmen dort sowie im Offenbacher Osten angesiedelt. Jetzt gilt es, den Masterplan weiter zu entwickeln, kontinuierlich an den begonnenen Veränderungsprozessen weiter zu arbeiten und die neuen Herausforderungen aufzugreifen, um die Lebensqualität des Arbeits- und Wohnorts Offenbachs weiter aufzuwerten. „Die Richtung stimmt. Aber wir müssen jetzt die sichtbare Dynamik aufrechterhalten. Dafür brauchen wir die Fortschreibung des Masterplans“, ordnet Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß ein. 

Dass sich die Stadt auf gutem Weg befindet, zeigt die Zwischenevaluation des Masterplan 2030, der sogenannte „Check-up“, aus dem vergangenen Jahr. Dieser ist einzusehen unter: www.offenbach.de/masterplan-check-up. Mit Blick auf den Check-up-Bericht 2024 empfiehlt der Magistrat mit einer ersten groben Skizze die Fortschreibung des Masterplans bis zum Jahr 2045. Dabei soll die Erarbeitung erneut in Kooperation von Stadt und dem Verein Offenbach offensiv erfolgen: "Mit dem Masterplan Stadtentwicklung haben die Stadt und der Verein Offenbach offensiv gemeinsam schon vieles erreicht. Die Stadt ist gewachsen, neue Unternehmen haben sich angesiedelt und nicht zuletzt hat sich das Bild des Standorts Offenbach deutlich verbessert. Wir sind aber noch nicht am Ziel. Es gilt noch einige Potenziale zu nutzen und auch die Finanzlage der Stadt könnte stabiler sein. Deshalb wollen wir gemeinsam den Masterplan mit dem Blick aufs Jahr 2045 fortschreiben. Die Ansiedlung von starken Unternehmen und die Steigerung der Attraktivität des Wohnstandortes sind unsere Ziele. Zudem werden wir so auch die bereits begonnenen Schlüsselprojekte, zum Beispiel das Kaiserlei-Viertel und die Projekte aus dem Zukunftskonzept Innenstadt weiterentwickeln. Offenbach zeigt, dass Stadt und Wirtschaft gemeinsam die Zukunft gestalten können", so Franziska Hoefer vom Verein Offenbach offensiv.

Auch wenn viele der angestoßenen Projekte aus dem Masterplan bis 2030 erfolgreich umgesetzt sind, werden andere noch offenbleiben. Diese Projekte müssen also auch nach 2030 weitergeführt werden. Ein weiterer wesentlicher Grund für die notwendige Fortschreibung des Masterplans 2030 liegt im bisherigen Wachstum bei Einwohner- und Beschäftigtenzahlen, Arbeitsstätten und Wohnungsbau. Dieses Wachstum beruht auf umfangreichen und kostenintensiven Vorleistungen der Stadt. Dennoch spiegelt es sich bislang noch nicht ausreichend in steigenden Einnahmen wider. Eine langfristige Verbesserung der städtischen Handlungs- und Investitionsfähigkeit ist daher noch nicht erreicht. Zudem haben sich in den vergangenen zehn Jahren neue Rahmenbedingungen eingestellt, auf die die Stadtentwicklung reagieren muss, um gut für die Zukunft aufgestellt zu sein. Dazu gehören notwendige Anpassungen an den Klimawandel, der Ressourcenschutz wie zum Beispiel für Trinkwasser oder eine zukunftsfähige Mobilitätsentwicklung.

Zum Masterplan 2030

Der Masterplan Offenbach am Main wurde im Jahr 2015 als gemeinschaftlicher Auftrag von Stadt und dem Verein „Offenbach offensiv“ unter breiter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, städtischen Ämtern und anderen Behörden sowie weiteren Experten erarbeitet, um sich über Wachstumsziele der Stadt zu verständigen. Seit seiner Beschlussfassung im Jahr 2016 bildet er den Rahmen der Offenbacher Stadtentwicklung. Auf seiner Grundlage konnten die Zielbilder klar vermittelt und die Energien der Verwaltung zielgerichtet auf die Schlüsselprojekte des Masterplans gebündelt werden. Hierzu zählen Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt, wie zum Beispiel der Umbau des Marktplatzes und das Zukunftskonzept Innenstadt, als „Fahrplan“ für den Wandel der Innenstadt. Zudem werden neuer Wohnraum geschaffen, Neubaugebiete realisiert und die zugehörige Bildungs- und soziale Infrastruktur ausgebaut. Außerdem werden das ehemalige Farbwerk, heute der „Innovationscampus“ und die Verbindungsstraße entwickelt. Ebenfalls werden die historischen Ortskerne der äußeren Stadtteile aufgewertet. Dies sind nur einige der Schlüsselprojekte aus dem Masterplan 2030. Alle Informationen zum Masterplan 2030 sind  auch im Web unter www.offenbach.de/masterplan zu finden.

 

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