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Stadt Offenbach

Ausstellung im Rathaus Foyer: Konzepte für Neugestaltung am Hauptbahnhof

08.04.2026

Wie könnte die Zukunft rund um den Offenbacher Hauptbahnhof aussehen? Mit dieser Frage haben sich fünf Landschaftsplanungsbüros zwischen Berlin und München im Rahmen eines Werkstattverfahrens beschäftigt. Die Stadt Offenbach stellt die Arbeiten ab Montag, 13. April 2026, bis Dienstag, 28. April 2026, im Foyer im Erdgeschoss des Offenbacher Rathauses aus. Eröffnet wird die Ausstellung von Stadtrat Paul-Gerhard Weiß am kommenden Montag um 14.30 Uhr. 

Der Anblick des Offenbacher Hauptbahnhofs ist derzeit kein besonders schöner – das Gebäude steht leer, der Bahnhof ist nicht barrierefrei erschlossen. Während mit dem angekündigten barrierefreien Umbau der Deutschen Bahn hier erste Fortschritte zu vermelden sind, rückt nun auch das Bahnhofsumfeld in den Fokus. Der Busbahnhof wirkt in seinem jetzigen Umfang überdimensioniert, die sonstigen Freiflächen sind in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Die bereits jetzt vorhandenen zahlreichen Mobilitätsangebote sind unsortiert, auch der südliche Bahnhofseingang zur Marienstraße weist wenig Qualitäten auf. Da nördlich die Bismarckstraße direkt an das Bahnhofsgebäude anschließt, hat zudem nie ein wirklicher Bahnhofsvorplatz als Treffpunkt und Stadteingang existiert. 

Eine Neugestaltung birgt also viel Potential, weshalb die Stadt Offenbach in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn als großteiliger Grundstückseigentümerin ein mehrphasiges Werkstattverfahren durchgeführt hat. Insgesamt fünf Büros wurden beauftragt, Lösungen herauszuarbeiten. Diese wurden in mehreren Werkstattterminen einem hochkarätig besetzten Gremium präsentiert, das den Büros seine Tipps und Hinweise mit auf den Weg geben konnte. In einer abschließenden Werkstatt am Mittwoch, 18. März 2026, wurden zwei Entwürfe ausgewählt, die aufgrund ihrer besonderen Qualitäten prämiert wurden. Hierbei handelt es sich um die Beiträge der Büros bauchplan ).( aus München sowie Drei Eins Stadt aus Frankfurt am Main.

„Alle Beiträge waren hochwertig und haben gute Impulse für das Bahnhofsumfeld aufgezeigt“, freut sich Ron Reck, Leiter des Amts für Planen und Bauen und Mitglied des Bewertungsgremiums. „Zwei Arbeiten haben uns wirklich überzeugt und spielen ihre Stärken in jeweils unterschiedlichen Teilbereichen aus. Wir haben uns daher entschieden, beide mit einer Prämie auszuzeichnen. Sie werden das Leitbild der zukünftigen Neugestaltung bilden“, so Reck weiter. 

Mit der Prämierung einher geht ein Übergang der Nutzungsrechte an die Stadt Offenbach. Diese kann somit gemeinsam mit Partnern wie der Deutschen Bahn vertiefend in die Planungen einsteigen. Bevor tatsächlich konkrete Umbaumaßnahmen angestoßen werden können, sind noch einige Fragestellungen zu klären. „Ganz bewusst greifen die Arbeiten an der ein oder anderen Stelle konzeptionelle Überlegungen wie die Wiedereinführung einer Straßenbahn auf, um wirklich zukunftsfähig und belastbar zu sein. Auch müssen wir im weiteren die vertraglichen Rahmenbedingungen mit der Deutschen Bahn klären, der ein Teil der Flächen gehört“, erklärt Reck. „Auch die weitere Finanzierung der Baumaßnahmen ist natürlich ein Thema. Es sind also Leitkonzepte, Zielrichtungen für ein zukunftsfähiges Bahnhofsumfeld“. 

Neben der nun anstehenden Ausstellung im Rathaus sollen die Arbeiten perspektivisch auch im Hauptbahnhof selbst ausgestellt werden und dort länger zu sehen sein. Hierzu laufen die Gespräche zwischen Stadt und der Deutschen Bahn.

 

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