Die „Zukunftsfabrik“ geht in die nächste Runde – Projektverlängerung bis Ende 2027
09.04.2026
Gute Nachrichten für junge neuzugewanderte Menschen in Offenbach: Das Projekt „Zukunftsfabrik“ – ehemals „Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen“ (QuB) – des Übergangsmanagements Schule-Beruf der Stadt Offenbach geht in die nächste Runde. Die Förderung wurde verlängert, sodass das Angebot nun bis Ende 2027 fortgeführt wird.
Die „Zukunftsfabrik“ unterstützt Jugendliche beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder in die Arbeitswelt. Der Fokus des Projekts bleibt auch in der neuen Förderphase bestehen: Im Mittelpunkt stehen gezielte Sprachförderung und praxisnahe Berufsorientierung, wobei die Teilnehmenden individuelle Unterstützung erhalten, die sich an ihren persönlichen Bedarfen orientiert.
Im Deutschunterricht haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und ein anerkanntes Sprachzertifikat auf dem Niveau A2 oder B1 zu erwerben. Die Prüfung erfolgt in Kooperation mit der Volkshochschule Offenbach, die Kosten für die Prüfung übernimmt die „Zukunftsfabrik“. Seit Anfang des Jahres wird der Unterricht im Tandem von einer erfahrenen Sprachfachkraft und einer Lernbegleiterin durchgeführt. So kann individueller auf unterschiedliche Lernstände der Jugendlichen eingegangen werden und es entsteht mehr Raum, um Lerninhalte zu vertiefen.
Zudem umfasst das Projektangebot Berufsorientierung in leichter Sprache, Hilfe bei Bewerbungsunterlagen sowie Unterstützung bei der Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche. Praktische Erfahrungen, Betriebsbesuche und Praktika ermöglichen es den Jugendlichen, verschiedene Berufsfelder kennenzulernen und eigene Stärken zu entdecken. Die Praktika werden dabei sozialpädagogisch begleitet – von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zur gemeinsamen Reflexion.
Ein weiterer Baustein ist die sogenannte Kompetenzwerkstatt, in der die Teilnehmenden wichtige berufsrelevante Fähigkeiten erwerben, zum Beispiel den Umgang mit digitalen Programmen, das Schreiben von E-Mails und Briefen, außerdem gibt es Übungen zur Teamarbeit. Ergänzt wird das Angebot durch erlebnispädagogische Aktivitäten wie Ausflüge, die den Zusammenhalt in der Gruppe und soziale Kompetenzen stärken.
Das pädagogische Team legt großen Wert auf flexible Inhalte, die sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren. „Die Jugendlichen bringen immer wieder unterschiedliche Erfahrungen, Sprachstände und Ziele mit. Deshalb passen wir unsere Inhalte kontinuierlich an“, erklärt Gesellschaftswissenschaftlerin Sadia Hübsch. Ihr Kollege, der studierte Ethnologe Jakob Wolf, ergänzt: „Gerade diese Flexibilität ist unsere Stärke. Wir reagieren auf das, was die Teilnehmenden brauchen.“ Dritte im Bunde ist die Sozialarbeiterin Franziska Breitbach, sie betont: „Wir arbeiten nicht nach einem starren Konzept, sondern entwickeln das Angebot gemeinsam mit den Jugendlichen weiter. So stellen wir sicher, dass die Unterstützung wirklich ankommt.“
Mit der Verlängerung der „Zukunftsfabrik“ wird ein wichtiges Angebot für junge Menschen in Offenbach gesichert. Das Projekt leistet damit weiterhin einen entscheidenden Beitrag zur Chancengleichheit und zur erfolgreichen Integration junger Menschen in Ausbildung und Beruf. Das Übergangsmanagement Schule-Beruf der Stadt Offenbach freut sich dabei auch über bestehende und neue Kontakte zu Unternehmen und Betrieben, die diesen Weg in Form von unterschiedlichen Kooperationsmöglichkeiten gemeinsam gehen möchten. Das Projekt „Zukunftsfabrik“ wird im Rahmen des Programms „Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen (QuB)“ gefördert – einer Initiative des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) zur Unterstützung junger Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf.