„Jung. Arm. Übersehen!?“ – Zweite Armutskonferenz für Offenbach und Frankfurt am 24. August im Capitol
06.08.2026
Kinder- und Jugendarmut ist oft nicht auf den ersten Blick sichtbar. Die Folgen prägen jedoch das Leben vieler junger Menschen nachhaltig. Um dieses Thema in den Mittelpunkt zu rücken und Lösungen zu finden, lädt das Jugendamt der Stadt Offenbach gemeinsam mit der Diakonie Frankfurt und Offenbach sowie dem Evangelischen Verein für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main e. V. zur zweiten Armutskonferenz ein. Sozialdezernent Martin Wilhelm eröffnet die Veranstaltung. „Hinter Kinder- und Jugendarmut steckt das Schicksal vieler junger Menschen. Gerade weil ihre Situation oft unsichtbar bleibt, brauchen wir eine Konferenz wie diese. Nur gemeinsam können wir es schaffen zu helfen und dafür zu sorgen, dass kein junger Mensch wegen Armut zurückbleibt“, hebt Wilhelm hervor.
Unter dem Titel „Jung. Arm. Übersehen!?“ findet die kostenfreie Veranstaltung am Montag, 24. August 2026, von 9.30 bis 16 Uhr im Capitol Offenbach, Kaiserstraße 106, statt. Eine Anmeldung bis Dienstag, 18. August 2026, ist erforderlich an www.eveeno.com/armutskonferenz.
Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Familien, die von Armut betroffen oder bedroht sind. Fachvorträge, kommunale Praxisbeispiele, Workshops und eine abschließende Podiumsdiskussion verbinden aktuelle Erkenntnisse aus der Armutsforschung mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für die kommunale Praxis. Eingeladen sind Fachkräfte aus Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie alle Interessierten.
Offenbachs Kinder- und Jugenddezernentin Helena Wolf begrüßt den übergreifenden Austausch: „Jedes Kind hat das Recht auf gute Bildungs- und Entwicklungschancen – unabhängig vom Einkommen der Familie. Als Stadt tragen wir Verantwortung dafür, dass armutsbetroffene Kinder, Jugendliche und ihre Familien die Unterstützung erhalten, die sie für ein selbstbestimmtes Aufwachsen und faire Teilhabe benötigen. In Offenbach setzen wir mit dem Kommunalen Aktionsplan gegen Kinderarmut entsprechende Maßnahmen auch konsequent um. Die Armutskonferenz trägt dazu bei, gemeinsam wirksame Lösungen vor Ort weiterzuentwickeln und Netzwerke zu stärken.“
Den fachlichen Auftakt gestaltet die Sozialwissenschaftlerin Dr. Nora Jehles von der TU Dortmund. Sie stellt aktuelle Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Kinder- und Jugendarmut auf Bildung, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe vor. Anschließend präsentieren die Städte Offenbach und Frankfurt ihre Strategien zur Bekämpfung von Kinderarmut. Am Nachmittag vertiefen mehrere Workshops Themen wie Prävention, Teilhabe und sozialräumliche Unterstützung. Die Konferenz endet mit einer Podiumsdiskussion unter anderem mit den Dezernentinnen und Dezernenten für Soziales und Bildung der Städte Offenbach und Frankfurt und dem Theologischen Geschäftsführer und Leiter der Fachbereiche des Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach.
Hintergrund
Die Armutskonferenz knüpft an die erste gemeinsame Konferenz von Offenbach und Frankfurt im Jahr 2023 an. Dieses Mal liegt der Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendarmut. Ziel ist es, armutssensibles Handeln in den Kommunen zu stärken und den fachlichen Austausch zwischen Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis zu intensivieren.
Weitere Informationen: www.offenbach.de/armutskonferenz