Inhalt anspringen

Stadt Offenbach

OB Schwenke und BM Bruszynski verurteilen Marktplatz-Übergriff und sind froh über die schnellen Festnahmen

03.08.2026

Das Polizeipräsidium Südosthessen und die Staatsanwaltschaft haben heute mitgeteilt, dass alle drei Tatverdächtigen in Untersuchungshaft sitzen. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und Bürgermeister Andreas Bruszynski haben sich bislang zu dem Vorfall nicht geäußert, um die Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaft und der Landespolizei nicht zu behindern. Sie wurden laufend über die Ermittlungen informiert. Jetzt nehmen beide gemeinsam Stellung: „Wir verurteilen den mutmaßlichen Übergriff in der Nacht zum 31. Juli auf das Schärfste. Es waren Männer, die eine Frau missbraucht haben sollen. Dass alle dabei offenbar stark alkoholisiert waren und sich kannten ist dabei weder Entschuldigung noch Ausrede. Gewalt durch Männer gegen Frauen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das zeigt dieser Vorfall einmal mehr. ‘Nein heißt nein‘ bzw. ‚es heißt auch nur ja tatsächlich ja‘, dieser Grundsatz muss immer und zu jederzeit gelten. Nur die Frau alleine entscheidet, was mit ihrem Körper passiert. Hinter diesem Grundsatz stehen wir felsenfest. Wir sehen uns deshalb auch in Offenbach weiterhin auch selbst gefordert, das was die Stadt beitragen kann, zu Sicherheit und zum Schutz von Frauen beizutragen“, so OB Schwenke und BM Bruszynski.  „Wir sind froh,“ so Schwenke und Bruszynski übereinstimmend weiter, „dass die Landespolizei auch mit Unterstützung der Offenbacher Stadtpolizei noch am selben Tag alle Tatverdächtigen festnehmen konnte.“ 

Bürgermeister und Ordnungsdezernent Andreas Bruszynski, selbst Strafrechtsanwalt und erst seit fünf Wochen im Amt, befürwortete und forderte immer den Einsatz von Überwachungstechnologie. Im vorliegenden Fall hat sie sich bewährt und zur Ergreifung der mutmaßlichen Täter geführt. „Die Stadtpolizei hat die Aufnahmen unserer Videoanlage noch im Laufe des Freitags gesichtet. Damit konnten durch die Stadtpolizei noch am selben Tag alle drei Tatverdächtigen überführt, festgenommen und der Landespolizei übergeben werden. Hierbei war die gute Personenkenntnis der Stadtpolizisten ausschlaggebend und sehr hilfreich“, so Bürgermeister Bruszynski.

Die Tat selbst konnte die Kamera zwar nicht verhindern, aber Bruszynski verbindet mit der schnellen Überführung Hoffnung: „Möglicherweise erzeugt diese Kenntnis zukünftig ausreichend Hemmung bei potentiellen Tätern eine solche Tat wieder zu begehen.“

Seit seinem Amtsantritt arbeitet Bürgermeister Bruszynski konsequent an einem Ausbau der städtischen Sicherheitsstrukturen. Dazu zählen bessere Arbeitsbedingungen für die Ordnungskräfte sowie einfachere Möglichkeiten für eine aktive Verfolgung und Ahndung. Zusätzlich muss angesichts der Gefahr eine neue Priorisierung von Stellenbesetzungen in Erwägung gezogen werden.

Gemeinsam mit Mandatsträgern und Behörden des Landes will Bruszynski außerdem prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten im Bereich des Vollzugs noch nicht ausgeschöpft wurden.  Nach ersten Gesprächen, die bereits vor einiger Zeit stattgefunden haben, kündigt der Bürgermeister nun eine Initiative in dieser Richtung an. Dazu will er ausdrücklich die Nachbargemeinden, als auch Vertreter anderer Großstädte einladen. „Ohne Sicherheit und Durchsetzung des Rechts ist ein angemessenes städtisches Leben dauerhaft einfach nicht möglich“, so Bruszynski abschließend.

Hilfe für Betroffene

Wer Opfer einer Vergewaltigung wurde, muss nicht allein damit umgehen. Seit 2015 gibt es in Offenbach die „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“. Dieses Angebot unterstützt Frauen und Mädchen sich schnell und unkompliziert medizinisch versorgen und psychosozial unterstützen zu lassen. Es bietet eine vertrauliche medizinische Erstversorgung sowie einer Spurensicherung. Eine polizeiliche Anzeige ist für dieses Angebot nicht erforderlich. Fragen beantwortet das Frauenbüro unter frauenbuerooffenbachde  oder unter der Rufnummer 069 8065-2010.

Außerdem können sich Offenbacherinnen und Offenbachern mit dem sogenannten Heimwegtelefon sicher nach Hause telefonieren. Ehrenamtliche begleiten Anrufende sonntags bis donnerstags zwischen 21 und 24 Uhr und freitags und samstags bis 3 Uhr.

Weitere Informationen gibt es auf www.offenbach.de/vergewaltigung-notfallkontakt

Erläuterungen und Hinweise