Digitale Befragung des OTiS-Team zum "Testraum" geht in die zweite Phase
04.02.2026
Die Stadt Offenbach bietet mit der als „Testraum“ bezeichneten Ladenfläche Menschen die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee zu testen. Wie der „Testraum“ im Erdgeschoss der Großen Marktstraße 39 wahrgenommen wird, möchte die städtische Stabsstelle Digitalisierung und die Hochschule für Gestaltung (HfG) innerhalb des Projekts „Offenbacher Testcommunity für innovative Stadtentwicklung“ (OTiS) herausfinden.
Bis zum 17. Februar werden Bürgerinnen und Bürger über zwei digitale Abfrageboxen – das sogenannte Citizen Dialog Kit (CDK) – befragt. Eine Abfrage-Station steht vor dem Einkaufszentrum KOMM, die zweite ist auf dem Spielplatz neben dem Rathaus verfügbar. Beide sind an Dreiecksständern angebracht. Über die Umfrage im öffentlichen Raum möchte das OTiS-Team unter anderem erfahren, über welchen Weg Bürgerinnen und Bürger vom Testraum erfahren und was die Beweggründe sind, um in den Testraum zu gehen. „Sollte der Testraum nicht bekannt sein, ist es für uns ebenso von großem Interesse, die Gründe dafür zu erfahren. Zum Beispiel, auf welche Weise unsere Bürgerinnen und Bürger sich über städtische Aktivitäten informieren sowie welche Gründe sie dazu bewegen, die Innenstadt aufzusuchen und was diese für sie attraktiv macht“, ergänzt Professor Janina Anjuli Schmidt von der Hochschule für Gestaltung.
Erste Umfrage im „Testraum“ brachte wertvolle Hinweise
Zuvor hatte das OTiS-Team vom 9. bis 23. Dezember Besucherinnen und Besucher im Testraum über ein CDK befragt. Insgesamt 29 Personen gaben ihr Feedback. „Die Antworten liefern bereits wertvolle Hinweise und wir wollen sie in der neuen Befragung überprüfen“, sagt Christa Petrovic von der Stabsstelle Digitalisierung.
Die Umfrage ergab, dass die meisten Besucherinnen und Besucher den Testraum bewusst aufsuchen und sich bereits vorab über ihn informieren. Niemand der Befragten betrat den Testraum rein zufällig oder ohne vorab Informationen zum Testraum erhalten zu haben. Die Informationsquellen, über die sie zum Testraum gelangten, waren unter anderem soziale Medien, städtische Website, Presse sowie Mundpropaganda. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach noch mehr Informationen, insbesondere über Kanäle wie Instagram, deutlich geäußert.
„Besonders positiv ist, dass fast die Hälfte der Befragten den Testraum bereits zum zweiten Mal besuchten“, freut sich Isabel Glavašević von der Agentur Mitte, die das Zukunftsprojekt Testraum-Allee, gemeinsam mit dem IHK nahen Verein Offenbach offensiv, umsetzt. Mehr als die Hälfte hatte zudem schon etwas erworben oder planten einen Kauf. Die Hauptmotivation für den Besuch waren größtenteils die Produkte oder das zugrundeliegende Konzept des Testraums. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Vor allem weil der Testraum in dieser Erhebung durchweg positiv wahrgenommen wurde“, erklärt Glavašević. „Wir sind sehr gespannt, welche weiteren wertvollen Hinweise wir über die zweite Umfrage erhalten.“
Zukunftskonzept Innenstadt
Deutsche Innenstädte stecken infolge des schrumpfenden Handels in einem harten Umbruch. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Offenbach bereits 2020 gemeinsam mit den Offenbacherinnen und Offenbachern, dem IHK nahen Verein Offenbach offensiv sowie den Planern des Büros urbanista ein Zukunftskonzept für die Innenstadt entwickelt – ein Konzept, das mittlerweile 16 Projekte umfasst. Die 16 Projekte des Zukunftskonzept Innenstadt sind ganz bewusst unterschiedliche Angebote, um das Herz der Stadt als einen einladenden und lebendigen Ort zu erhalten. Über die Hälfte der Projekte befindet sich bereits in Umsetzung. Mit voller Kraft gestaltet die Stadt Offenbach den Wandel – gemeinsam mit zahlreichen innerstädtischen sowie externen Akteuren. Gemeinsam möchten sie die Stadtmitte liebenswert machen.
Weitere Infos: www.offenbach.de/zukunft-innenstadt und www.instagram.com/zukunft_of_innenstadt
OTiS-Projekt
Beim Projekt „Offenbacher Testcommunity für innovative Stadtentwicklung“ (OTiS) handelt es sich um ein auf zwei Jahre angelegtes Forschungsprojekt der Stadt Offenbach (Stabsstelle Digitalisierung) und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Ziel ist der Aufbau einer Offenbacher Testcommunity, die verschiedene Angebote der Stadt – digital und analog – auf ihre Benutzerfreundlichkeit hin testet. Ein besonderer Fokus soll dabei auf der migrantischen Community liegen. Das Projekt OTiS wird im Rahmen des HfG-Projekts „Transformation by Design: Die zukunftsfähige Stadt gestalten“ (TraFoDes) über die Förderrichtlinie DATIpilot des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert.
Weitere Informationen zum Projekt und Anmeldung zum OTiS-Newsletter: www.offenbach.de/otis
Über die „Testraum-Allee“
Die „Testraum-Allee“ ist ein Projekt des Zukunftskonzeptes Innenstadt in Kooperation mit der Agentur Mitte und dem IHK nahen Verein Offenbach offensiv und zielt auf eine nachhaltige Aufwertung und Erweiterung des Einzelhandels ab. Das Projekt konzentriert sich auf die Umwandlung und Verhinderung von Leerständen mit dem Ziel der langfristigen Ansiedlung von qualitätsvollen Angeboten aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen in der Offenbacher Innenstadt, die auf Dauer wirtschaftlich tragfähig sind. Dadurch soll die Attraktivität der Offenbacher Innenstadt erhöht und Impulse für eine lebendige und belebte Innenstadt gesetzt werden, von der Unternehmen, Eigentümer und Eigentümerinnen sowie Bürger und Bürgerinnen gleichermaßen profitieren. Umgesetzt und unterstützt wurden bislang vier Projekte: das temporäre Kaufhaus OFTEN, der Concept-Store „Doki Doki“, der Mini-Market im M. Schneider und der Testraum. Im Februar 2026 wird das erste durch den „Testraum-Fonds“ geförderte Ladengeschäft eröffnen.
Bildinformation:
Bis zum 17. Februar werden Bürgerinnen und Bürger über zwei digitale Abfrageboxen zum „Testraum“ befragt. Foto: OTiS-Team