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Stadt Offenbach

Jahresbilanz Mobilität 2025: Offenbach macht Wege einfacher und sicherer

29.12.2025

„Wir machen Mobilität in Offenbach einfacher und sicherer – damit alle Menschen gut unterwegs sein können.“ Mit diesen Worten zieht Bürgermeisterin und Mobilitätsdezernentin Sabine Groß eine positive Bilanz des Mobilitätsjahres 2025. Zahlreiche Maßnahmen haben dazu beigetragen, die Verkehrssicherheit für alle Offenbacherinnen und Offenbacher zu verbessern – unabhängig davon mit welchem Verkehrsmittel oder ob die Bürgerinnen und Bürger unterwegs sind. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Kinder und ältere Menschen, die im Straßenverkehr besonderen Schutz benötigen.

Schulwege einfacher und sicherer gestalten

Ein zentrales Anliegen der Stadt bleibt die Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg. Der Schulmobilitätsplan wurde 2025 weiterentwickelt, mit dem Ziel, Elterntaxiverkehr zu reduzieren, den Rad- und Fußverkehr zu stärken und die Selbstständigkeit von Kindern zu fördern.

Bei einer Ortsbegehung an der Wilhelmschule wurden gemeinsam mit Eltern und Schulleitung konkrete Maßnahmen wie bessere Fußwege und eine verbesserte Verkehrsorganisation rund um das Schulgelände erörtert. Seit September laufen zudem Beratungen mit mehreren Offenbacher Schulen, um individuelle Lösungen zu entwickeln, die bis 2026 umgesetzt werden sollen.

An der Humboldtschule konnten bereits zahlreiche Maßnahmen realisiert werden:
Gelbe Blinker an der Ampel Humboldtstraße/Waldstraße, eine Smiley-Tafel zur Geschwindigkeitsreduzierung, Bodenmarkierungen mit „Achtung Kinder“, Poller gegen das Halten von Elterntaxis direkt vor dem Schuleingang sowie der Rückschnitt von Grünflächen zur besseren Sicht. 

Mehr Platz für Fußgänger und Barrierefreiheit

Auch für Fußgängerinnen und Fußgänger wurden wichtige Verbesserungen umgesetzt. In der Pirazzi- und Lilistraße wurden Parkmarkierungen neu angeordnet, um breitere und barrierefreie Gehwege zu schaffen. Die Zahl der Stellplätze blieb dabei erhalten.

Grundsätzlich gilt: Gehwegparken ist erlaubt, wenn eine ausreichende Restbreite für Fußgänger frei bleibt und keine außergewöhnlichen Behinderungen entstehen. Dies ist durch entsprechende Beschilderungen geregelt. Ziel ist es, insbesondere älteren Menschen, Kindern und mobilitätseingeschränkten Personen mehr Sicherheit und Platz zu bieten.

Mehr Sicherheit auf Straßen und Radwegen

Ein Schwerpunkt lag im Jahr 2025 auf der Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur. Rund 6.000 Quadratmeter Radwege und Straßen wurden neu asphaltiert, um Schäden zu beseitigen und Radwege besser sichtbar zu machen.

Auf der Seligenstädter Straße wurden auf einer Länge von rund drei Kilometern bauliche Trennelemente zwischen Radfahrstreifen und Kfz-Fahrspur installiert. Sie sorgen für eine klare Trennung der Verkehrsarten und schaffen einen geschützten Bereich für Radfahrende.

Auch die Kreuzung Bleichstraße/Friedrichstraße wurde neugestaltet. Neue Verkehrsinseln, verbesserte Markierungen und eine angepasste Linienführung erhöhen die Sichtbarkeit von Radfahrenden und tragen zur Geschwindigkeitsreduzierung bei.

Zusätzlich wurden am Ketteler Krankenhaus neue Fahrradabstellanlagen geschaffen, die ein sicheres Abstellen und Anschließen von Fahrrädern ermöglichen.

Besser vorankommen mit dem Fahrrad

Ein weiterer Schritt zu einer einfacheren und sichereren Mobilität ist der Grünpfeil für Radfahrende an der Kreuzung Luisenstraße/Berliner Straße. Nach einem kurzen Halt dürfen Radfahrende dort auch bei Rot rechts abbiegen, sofern der Verkehr dies zulässt. Das sorgt für ein schnelleres Vorankommen und mehr Komfort im Alltag.

Positive Entwicklung beim Carsharing

Das Carsharing-Angebot in Offenbach hat sich nach einem Jahr etabliert. Beide Betreiber zeigen sich zufrieden mit der Entwicklung: Die Nachfrage ist deutlich gestiegen und hat sich teilweise sogar verdoppelt. Carsharing ergänzt den Umweltverbund sinnvoll und bietet eine flexible Mobilitätsoption ohne eigenes Auto.

Digitale Steuerung durch smarte Ampeln

Eine digitalisierte Verkehrssteuerung trägt dazu bei, die Luftschadstoffe sowie Emissionen in der Stadt zu reduzieren. Gleichzeitig bietet sie für alle Verkehrsteilnehmer ein schnelleres Durchkommen, da der Verkehrsfluss verbessert wird. Im Rahmen eines vom Bund geförderten Projektes sollen insgesamt 34 Ampelsteuerungen und Ampelanlagen modernisiert werden. Die ersten Modernisierungen konnten bereits 2025 umgesetzt werden. 

Aktionen und Veranstaltungen für eine nachhaltige Stadtmobilität

Eine Woche lang drehte sich in Offenbach alles um nachhaltige Mobilität. Vom 16. bis 22. September konnten Offenbacherinnen und Offenbacher vielfältige Aktionen und Veranstaltungen im ganzen Stadtgebiet erleben: Die Bernardstraße im Nordend wurde für eine Woche autofrei. Zwischen dem 15. und 26. September konnten Interessierte an einer Online-Umfrage teilnehmen, um ihre Meinungen und Ideen für die Gestaltung des öffentlichen Raums im Senefelderquartier einzubringen. Zudem öffneten die Mobilitätsunternehmen der Stadtwerke Offenbach ihre Türen. Bei einer Führung durch Buswerkstatt, Fahrzeughallen und Leitstelle haben Interessierte erfahren wie moderner ÖPNV funktioniert. Im radraum fand eine Begegnungsinsel zum Thema Demokratie und Vielfalt statt und präsentierte der Journalist und Aktivist Ingwar Perowanowitsch Ausschnitte seines neuen Films „Cycling Cities“. 

Stadtviertel lebenswert und sozial-gerecht gestalten

Wie kann die Mobilität in einem Stadtviertel so gestaltet werden, dass die sich die Bürgerinnen und Bürger wieder wohler in ihrem Quartier fühlen? Das möchte die Stadt Offenbach im Projekt „transform-R“ des Regionalverbands FrankfurtRheinMain erproben. Durch ein Reallabor, also dem praktischen Ausprobieren vor Ort, sollen Erkenntnisse gewonnen werden, um Stadtviertel lebenswerter, ökologischer und sozial gerechter zu gestalten.

Welche Maßnahmen genau im Projektgebiet eingesetzt werden, wird derzeit geplant. Basis hierfür bieten die Erhebungen und Untersuchungen, die seit Anfang 2024 durchgeführt wurden sowie die umfangreiche Bürgerbeteiligung.

Klimafreundliche Paketzustellung

Gemeinsam mit DHL startet Offenbach als erste Stadt in Hessen die klimafreundliche Paketzustellung. Möglich machen es elektrisch unterstützte Lastenrädern des Typs Rytle MovR. Die neuen Fahrzeuge werden insbesondere in der Fußgängerzone sowie in angrenzenden Straßen für die Paketzustellung eingesetzt – leise, besonders wendig und emissionsfrei.

Die Maßnahme ist Teil der kommunalen Strategie zur Stärkung der umweltfreundlichen City-Logistik und des Verkehrsentwicklungsplan 2035, der eine zukunftsorientierte, klimafreundliche Mobilität für Offenbach anstrebt.

Mobilität gemeinsam erleben und verstehen

Großen Zuspruch fanden auch die drei Bürgerführungen mit Bürgermeisterin Sabine Groß, die 2025 zu Mobilitätsthemen angeboten wurden. Bei Rundgängen zu Fuß und mit dem Fahrrad erhielten Bürgerinnen und Bürger kostenlose Einblicke in aktuelle Projekte und Zukunftsvisionen – vom Fahrradparkhaus über den Main-Lastenradverleih und das Offenbacher Institut für Mobilitätsdesign (OIMD) bis hin zur Schulwegeplanung. Dabei wurde auch deutlich, dass und wie sich Offenbach nicht zuletzt auch seit dem S-Bahn-Bau 1994 von der autogerechten Stadt immer mehr hin zu einer modernen, sicheren Mobilität für alle entwickelt.

Ausblick

„Die vielen Maßnahmen zeigen: Wir machen Mobilität Schritt für Schritt einfacher und sicherer“, so Bürgermeisterin Sabine Groß. „Mein Ziel ist, dass alle Menschen in Offenbach schnell und sich sicher an ihr Ziel kommen. Daran werde ich weiter arbeiten.“

Bildinformation:

Bürgermeisterin Sabine Groß in Gesprächen mit der Wilhelmschule zur Verbesserung der Schulwegesicherheit. 

Neue Fahrradabstellanlagen am Ketteler Krankenhaus. 

Fotos: Stadt Offenbach

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