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Stadt Offenbach

Hochwasserschutz: Ausbau des Maindeichs beginnt im Januar

02.01.2023

In der zweiten Januarwoche 2023 ist der Beginn der Bauarbeiten für den Hochwasserschutz im Bereich Rumpenheim geplant. Bis Ende Oktober 2023 sollen die Bauarbeiten für diesen ersten Abschnitt abgeschlossen sein.

Die jetzige Maßnahme erstreckt sich über die gesamte Ortslage Rumpenheim und die Feldlage an der Grenze zu Mühlheim. Der Ausbau des Maindeichs in der Innenstadt zwischen der Carl-Ulrich-Brücke und dem ehemaligen Farbwerke-Gelände, heute Innovationscampus, ist für die Jahre 2024 und 2025 vorgesehen.

Im Planfeststellungsbescheid wurde durch das Regierungspräsidium Darmstadt vorgegeben, dass die Bauarbeiten, aufgrund der ständig bestehenden Gefahr eines eintretenden Hochwassers, nur in Abschnitten erfolgen dürfen. Die insgesamt etwa 550 Meter lange Deichertüchtigung innerhalb der Ortslage Rumpenheim soll deshalb in fünf Abschnitten vorgenommen werden. Ein weiterer Bauabschnitt liegt in Feldlage am Ortsrand zu Mühlheim. Begonnen wird im westlichen Bereich zwischen Kleines Gäßchen und Neugasse.

Während der Baumaßnahme ist das Mainvorgelände in Rumpenheim nur bedingt zugänglich und der Verkehr wird abschnittsweise umgeleitet. Die wichtige Fährverbindung von und nach Maintal wird während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten, es kann jedoch zeitweise zu Behinderungen kommen. Der stark frequentierte Mainradweg wird zwischen Schmiedegasse und der Straße „Kleines Gäßchen“ in Richtung Main verschoben und führt so um die Baustelle herum. Während der Bauarbeiten im Bereich unterhalb des Schlossparks ist der Radweg in diesem Bereich gesperrt. Eine ausgeschilderte Umleitung für Radfahrende führt dann über die Schloßgartenstraße um den Schlosspark herum. Die zum Main führenden Straßen Schmiedegasse, Fischergasse, Untergasse, Neugasse und Kleines Gäßchen werden je nach Baufortschritt zeitweise zu Sackgassen. Die Zugänglichkeit zu den einzelnen Grundstücken für die Anliegerinnen und Anlieger sowie die Rettungskräfte ist jederzeit gegeben.

Der Parkplatz im Mainvorgelände ist während der Bauzeit gesperrt, da er als Baustelleneinrichtungsfläche dient. Im Zuge der Bauarbeiten in der Feldlage an der Grenze zu Mühlheim ist der dortige Wirtschaftsweg ebenfalls nicht zugänglich.

Baubegleitend wird eine umfangreiche Kampfmittelsondierung durchgeführt. Da die Spundwände bis zu acht Meter tief in den Boden reichen, müssen auch die Untersuchungen bis in diese Tiefe hinabreichen. Diese Sondierung wird während der gesamten Bauzeit von einem Spezialisten für Kampfmittelsondierungen begleitet.

Bereits zu Beginn des Jahres 2022 erfolgten erforderliche Baumfällungen unterhalb des Schlossparks und in der Feldlage an der Grenze zu Mühlheim. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich bereits, dass sich die radwegbegleitende Baumreihe zwischen Neugasse und Kleines Gäßchen im Verlauf des gesamten Planungs- und Genehmigungsprozesses so stark weiterentwickelt hat, dass der Bau der Spundwand maßgeblich in den Kronen- und Wurzelbereich eingreift. Daraufhin wurden die Bäume von einem Gutachter für Baumstatik untersucht, um den erforderlichen Eingriff im Hinblick auf die Standsicherheit zu bewerten. Es wurde festgestellt, dass die meisten der Bäume einen fortgeschrittenen Pilzbefall und dadurch bedingt Fäulnis im Stamm- und Wurzelbereich aufweisen. Aufgrund dieser Ergebnisse und unter Berücksichtigung weiterer Faktoren, wie erforderliche Kronen- und Wurzelrückschnitte, werden neun der insgesamt vierzehn Bäume entnommen. Die fünf Säulenpappeln im Westen bleiben erhalten. Alle Fällungen sind mit der Oberen Naturschutzbehörde abgestimmt. Der Ausgleich dafür wird im Zuge der Gesamtmaßnahme vorgenommen.

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