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Stadt Offenbach

Baubeginn in Rumpenheim: Rodungsarbeiten für die Erweiterung der Ernst-Reuter-Schule

13.01.2023

Mit der Fällung mehrerer Bäume und Gehölze beginnen in diesen Tagen die Vorarbeiten für die Erweiterung und Sanierung der Ernst-Reuter-Schule in Rumpenheim. Die Stadt Offenbach investiert in den Schulstandort insgesamt über 25 Millionen Euro und schafft dort nicht nur zahlreiche neue Unterrichtsplätze, sondern verbessert auch die Lernbedingungen.

Bis voraussichtlich im vierten Quartal 2025 erhält die Integrierte Gesamtschule (IGS) in zwei Bauabschnitten einen separaten Gebäudetrakt für eine dreizügige Grundschule, um im Hauptgebäude Platz für einen künftig fünfzügigen Unterrichtsbetrieb zu schaffen. Das Hauptgebäude selbst wird saniert und baulich verbessert. Über die ursprünglichen Pläne hinaus werden sinnvollerweise der Schulhof, der Parkplatz und die Zufahrt gleich mit neugestaltet.

Das Projektmanagement leistet das städtische Hochbaumanagement beim Amt für Planen und Bauen, die Projektsteuerung und Projektleitung übernimmt das Stadtwerke-Unternehmen OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH. Im Auftrag der OPG haben in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde jetzt vorbereitende Rodungsarbeiten begonnen. So müssen auf dem Schulhof vier Bäume durch den Stadtservice der Stadtwerke gefällt werden. Der Eingriff wird an anderer Stelle ausgeglichen.   

Das neue Grundschulgebäude wird nach den Plänen des Architekturbüros plus + bauplanung bei laufendem Unterrichtsbetrieb auf dem bestehenden Schulgrundstück als dreigeschossiger Holzhybridbau errichtet. Weil für den Neubau, in dem künftig 300 Kinder in zwölf Klassen unterrichtet werden können, ein Teil des Pausenhofs genutzt werden muss, wird als Ausgleich für die entfallende Freifläche ein bisher ungenutzter Bereich des ehemaligen Tennisclubs westlich des Grundstücks in den Schulhof eingegliedert. Ein von der OPG beauftragtes Fachunternehmen wird dort  als gutachterlich nicht erhaltenswert eingestufte Bäume fällen sowie eine Hecke und Gestrüpp beseitigen.

Im Norden wird dieser neue Teil des Schulhofs an das neue Kunstrasen-Kleinspielfeld der SKG Rumpenheim grenzen. Dank einer geschickten Planung kann der Sportplatz von der Ernst-Reuter-Schule für den Schulsport mitgenutzt werden.  

Gesamter Schulstandort wird aufgewertet    

„Mit der Erweiterung der Ernst-Reuter-Schule passen wir die Zahl der Unterrichtsplätze der Bevölkerungsentwicklung an“, erklärt Planungs-, Bau- und Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß. Mit der Ausgliederung der Grundschulstufe aus dem Hauptgebäude werde die beengte Situation dort entlastet. Die derzeit von über 870 Schülerinnen und Schülern besuchte Gesamtschule könne in Zukunft bis zu 1.200 Kinder und Jugendliche aufnehmen.

Zusammen mit dem neu gestalteten Pausenhof, der nach den Plänen der SHK Landschaftsarchitekten PartG mbB in unterschiedliche Bewegungs-, Spiel- und Rückzugsräume gegliedert wird, werde der Rumpenheimer Schulstandort mit einer neuen, für Fußgänger sicheren Verbindung zum Schulgelände und mit einer Neuordnung der Parkplätze insgesamt deutlich aufgewertet, so Stadtrat Weiß.

Um Platz für das neue Schulhaus zu schaffen, lassen die Stadtwerke die bislang vor der Turnhalle aufgestellten Klassenraummodule abbauen. Fünf dort unterrichtete Schulklassen ziehen dann ins Hauptgebäude um. Hier wurden für die Schülerinnen und Schüler bereits Ersatzflächen geschaffen, die über eine höhere Qualität als in den Klassenraummodulen verfügen.

Im Frühjahr, etwa im März/April 2023, beginnt der Tiefbau mit Arbeiten an der Kanalisation. Fußläufig wird die Gesamtschule dann für die Dauer der Bauarbeiten nicht mehr von der Bürgeler Straße aus erreichbar sein. Der Zugang erfolgt dann nördlich zwischen dem Wohngebiet und den ehemaligen Tennisplätzen.    

Parallel zu den Tiefbauarbeiten wird auf dem früheren Tennisgelände der neue Schulhofteil angelegt. In den Unterrichtspausen werden die Ernst-Reuter-Schülerinnen und -schüler zudem eine Grünfläche an der Bürgeler Straße nutzen können, bis der gesamte Schulhof erneuert sein wird.

Etwa Mitte des Jahres, so das Amt für Planen und Bauen, wird mit den Rohbauarbeiten für das Holzhybridgebäude der Grundschule begonnen werden. Das gesamte Bauprojekt soll bis Ende 2025 fertiggestellt sein. 

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