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Stadt Offenbach

Fachstelle für Wohnungserhalt und Wohnungssicherung legt erfolgreichen Jahresbericht 2025 vor

27.01.2026

Seit dem 1. Juli 2024 hat die Stadt Offenbach eine Fachstelle für Wohnungserhalt und Wohnungssicherung eingerichtet. Sie richtet sich an Menschen, die von Wohnungslosigkeit, Wohnungsnot oder drohendem Wohnungsverlust betroffen sind. Dort erhalten die Ratsuchenden eine kostenfreie und vor allem zeitnahe Beratung durch das FIP Frankfurter Privatinstitut für Psychische Gesundheit (FIP). 

„Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Mein Ziel ist es, dass niemand in Offenbach seine Wohnung verlieren muss, weil er oder sie in eine Krise geraten ist“, betont Bürgermeisterin Sabine Groß. „Mit der Fachstelle haben wir ein Angebot geschaffen, um frühzeitig zu unterstützen und Wohnraum zu sichern.“ Die FIP hat aktuell den Jahresbericht für das Jahr 2025 vorgelegt. Die Bilanz zeigt eine hohe Inanspruchnahme der Fachberatungsstelle: Im Jahr 2025 wurden rund 270 Beratungstermine durchgeführt. Davon nahmen 129 Personen erstmals eine Beratung in Anspruch, die übrigen Termine entfielen auf Folge- und Vertiefungsberatungen. Damit übernimmt die Fachberatungsstelle eine zentrale Rolle als verlässliche Anlaufstelle - auch in länger andauernden existenziellen Krisensituationen. 

Der Bilanz zufolge machen Anliegen zur Unterstützung bei der Wohnungssuche mit 27 Prozent den größten inhaltlichen Schwerpunkt der Ratsuchenden aus. In 21 Prozent der Fälle wandten sich Ratsuchende aufgrund einer Kündigung an die Fachberatungsstelle bei Kündigung des Wohnraumes, in 19 Prozent bei Mietschulden und in 13 Prozent aufgrund einer bereits anhängigen Räumungsklage aufgesucht. Weitere 14 Prozent der Anfragen bezogen sich auf die Unterstützung bei der Bewältigung von Konflikten, insbesondere mit Vermietenden.

Exemplarische Fallbeispiele aus einem Beratungstag verdeutlichen die Wirksamkeit der Arbeit der Fachstelle:

Zum ersten Termin sprach aufgrund einer belastenden finanziellen Situation eine Mutter mit ihrem Kind in der Beratungsstelle vor. Nach einer umfassenden Klärung der persönlichen Lage und der gezielten Weitervermittlung an eine Schuldnerberatung wich die existentielle Angst der Ratsuchenden einer spürbaren Entlastung. Die Mutter konnte die Beratungsstelle mit Klarheit, konkreten nächsten Schritten und dem sicheren Gefühl einer fachlich kompetenten Begleitung verlassen.

Zum zweiten Termin des Tages stellte sich ein Ratsuchender zum dritten Mal in der Beratungsstelle vor, um Entscheidungssicherheit zu erlangen. Im Raum stand die Unterzeichnung eines Mietaufhebungsvertrages. Durch die fachliche Beratung konnte eine selbstbestimmte und rechtlich abgesicherte Entscheidung getroffen und der Wohnraum gesichert werden. Zudem wurden langfristige sozialpädagogische Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Im letzten Termin war aufgrund einer akuten Krisensituation eine sofortige Intervention erforderlich. Eine bevorstehende drohende Obdachlosigkeit einer Klientin erforderte ein schnelles und koordiniertes Eingreifen. Hier übernahm die Fachberatungsstelle die Steuerung der weiteren Schritte mit dem Ziel, Obdachlosigkeit zu verhindern und den unmittelbaren Schutz sowie die Sicherung der Existenz der Klientin sicherzustellen. 

Bürgermeisterin Groß zieht eine positive Bilanz: „Der Jahresbericht zeigt deutlich, wie wichtig frühe, niedrigschwellige Beratung ist. Jeder gesicherte Wohnraum bedeutet Stabilität und Perspektive – für die Betroffenen und für unsere Stadt insgesamt.“ 

Der vollständige Jahresbericht ist auf der Website der Wohnungssicherungsstelle abrufbar.

Die Beratungs- und Büroräume von FIP befinden sich zentral am Marktplatz in der Ziegelstraße 8. Die Fachstelle ist telefonisch unter 069 3486760 - 71 erreichbar. Offene Sprechzeiten finden dienstags von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 12 bis 15 Uhr statt. Beratungen mit vorheriger Terminvereinbarung sind dienstags von 12 bis 13:30 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 16:30 Uhr möglich.

Weitere Informationen:

https://fip-institut.de/teilhabe/ (Öffnet in einem neuen Tab) 

E-Mail: wohnenfip-teilhabede

Instagram: @fip-institut

Redaktioneller Hinweis: Am 27. Januar um 13:35 Uhr wurden zwei sprachliche Anpassungen vorgenommen und die Sprechzeiten aktualisiert.

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