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Stadt Offenbach

Kommunalwahlen 2026: Offenbach am Main erreicht Barrierefreiheit bei Wahlen

26.01.2026

Zur Stadtverordneten- und Ausländerbeiratswahl am 15. März sind erstmals alle Offenbacher Wahllokale barrierefrei zugänglich. Damit können auch mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger in den Wahllokalen ihre Stimme abgeben. „Die Ausübung des Wahlrechts sollte für alle Wählenden so einfach und barrierefrei wie möglich sein“, sagt Markus Eck, Wahlleiter und stellvertretender Amtsleiter des Bürgerbüros. „Dass uns das jetzt flächendeckend in unserer Stadt gelingt, ist für uns ein wichtiger Schritt.“ 

In den vergangenen Wochen hat das Wahlteam des Bürgerbüros alle bisherigen Wahllokale überprüft und auch nach alternativen Standorten gesucht. Wo es möglich ist, werden am Wahltag barrierefreie Zugänge mit Rampen eingerichtet. Einige Wahllokale mussten jedoch auch verlegt werden:

  • Das Wahllokal in der Goetheschule zieht in das Stadtteilbüro Nordend.
  • Das Wahllokal der Schule Bieber (Mauerfeldschule) wird in die eigene Turnhalle verlegt.
  • Das Wahllokal der Leibnizschule wechselt vom Altbau in den barrierefreien Neubau.
  • Das Wahllokal der Uhlandschule zieht in die Kindertagesstätte 12 in Bürgel.
  • Das Wahllokal der IGS Lindenfeld (Bachschule) wechselt vom Altbau in den Neubau des Grundschultrakts.
  • Das Wahllokal der Eichendorffschule wird in die Mensa und das Elterncafé verlegt.
  • Der Wahlbezirk 39 der Albert-Schweitzer-Schule (nicht barrierefrei) wird aus der Turnhalle ausgegliedert und in die bestehenden barrierefreien Wahlbezirke integriert.
  • Das Wahllokal der Beethovenschule zieht in die Kindertagesstätte 20 ein.


Umfassende Prüfung und konkrete Maßnahmen für gleichberechtigte Teilhabe

Die Entscheidung, alle Wahllokale barrierefrei zu gestalten, ist das Ergebnis einer intensiven Planungs- und Umsetzungsphase, die das Wahlteam des Bürgerbüros in den letzten Monaten geleistet hat. „Unser Ziel war es, eine umfassende Barrierefreiheit zu erreichen“, erklärt Jennifer Daudrich, stellvertretende Wahlleiterin und Sachgebietsleiterin des Wahlteams. 

Das Wahlteam hat dabei nicht nur überprüft, ob Zugänge stufenlos sind, sondern auch weitere Kriterien, wie die Breite von Türen, berücksichtigt. Für Standorte, die baulich nicht angepasst werden konnten, wurden, in Zusammenarbeit mit Schulen, Kitas und anderen öffentlichen Einrichtungen, alternative, bereits barrierefreie Räumlichkeiten gefunden. Eine Liste der verlegten Wahllokale sowie eine Übersicht aller barrierefreien Standorte sind auf der nachfolgenden Internetseite verfügbar: www.offenbach.de/wahlen

Rainer Marx Vorsitzender des Inklusionsbeirats der Stadt und des Kreises Offenbach betont die immense Bedeutung dieses Schrittes: „Das ist ein Meilenstein für die gleichberechtigte Teilhabe in Offenbach. Endlich können alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von einer Behinderung, selbstbestimmt ihr Wahlrecht ausüben – das ist gelebte Inklusion, die uns mit Stolz erfüllt!“ 

Auch Dominik Schuster, der kommunale Beauftragte, äußert seine große Zufriedenheit: „Die Stadt Offenbach sendet damit ein klares Signal der Wertschätzung und Anerkennung an alle Bürgerinnen und Bürger. Es ist eine enorme Erleichterung und ein großer Erfolg, dass dieses wichtige Anliegen nun flächendeckend umgesetzt werden konnte. Diese Entwicklung zeigt, wie ernst Offenbach die Bedürfnisse aller Menschen nimmt.“

Neben den geänderten Wahllokalen werden auch die Wahlhelfenden entsprechend geschult, um mobilitätseingeschränkte Wählerinnen und Wähler bei Bedarf unterstützen zu können, ohne dabei die Geheimhaltung der Wahl zu beeinträchtigen. Offenbach setzt damit ein starkes Zeichen für eine inklusive Gesellschaft und stärkt das Vertrauen in den demokratischen Prozess.

Stadtkämmerer und Sozialdezernent Martin Wilhelm freut sich ebenso sehr über die Erfolgsmeldung. „Das zuständige Team des Bürgerbüros ist unermüdlich an der Umsetzung der Barrierefreiheit drangeblieben, sodass am Wahltag alle ohne Einschränkungen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen können. Das ist eine großartige Nachricht.“ 

„Ein großer Dank gilt allen Mitwirkenden, insbesondere dem engagierten Wahlteam des Bürgerbüros, dem Stadtteilbüro Nordend, der GBM und der Kitaverwaltung der Stadt Offenbach, deren unermüdliche Unterstützung und Zusammenarbeit entscheidend zum Gelingen dieses wichtigen Vorhabens beigetragen haben“, so Wilhelm abschließend.

Bildinformation: 

von links nach rechts: Dominik Schuster (Kommunaler Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen), Jennifer Daudrich (stellvertretende Wahlleiterin), Markus Eck (Wahlleiter und stellvertretender Amtsleiter des Bürgerbüros) , Nicole Geist (kommende stellvertretende Leitung Kita 12), Rainer Marx (Vorsitzender des Inklusionsbeirats der Stadt und des Kreises Offenbach), Petra Stenger (Team Wahlen - Projekt Barrierefreiheit), Alexander Witzel (Projektleiter Wahlen). Foto: Stadt Offenbach / Sarah Schuh

 

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