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Stadt Offenbach

Ein Spaziergang von der Steinzeit zur Bronzezeit – Funde erzählen Geschichte/n

15.07.2022

Das Haus der Stadtgeschichte bewahrt vielgestaltige Funde aus den Epochen der regionalen Vor- und Frühgeschichte: aus der Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, sowie aus der römischen und fränkischen Zeit. Bei der Führung am Sonntag, 24. Juli 2022, um 11 Uhr entführt Monika Krämer in die Zeit, als Bauern in der Jungsteinzeit erste Dörfer im Mainbogen und am Buchhügel errichteten. Grabhügel der Mittleren Bronzezeit wurden im Stadtwald gefunden. Aus der Älteren Eisenzeit sind Brand-und Körperbestattungen überliefert. Ein keltisches Wagengrab zeugt von einem reich ausgestatteten Fürstengrab. Aus Bürgel gibt es römische, aus Bieber fränkische Funde. Dies alles waren Grabbeigaben, die mit der Christianisierung der Gegend endeten.

Aus der Mittelsteinzeit stammen die ältesten Offenbacher Funde: Werkzeuge von Jägern und Sammlern, die nach der Eiszeit durch unsere Gegend streiften. Bauern der Jungsteinzeit errichteten im Mainbogen und am Buchhügel erste Dörfer. Siedlungsspuren und Gräber finden sich auch in anderen Teilen des heutigen Stadtgebiets, weshalb eine dünne, doch dauerhafte Besiedlung angenommen werden muss. Diese frühesten Ackerbauern, »Bandkeramiker« nach der Art ihrer Gefäßverzierungen genannt, bestatteten ihre Toten in Hockergräbern in seitlicher Lage mit angewinkelten Armen und Beinen. Gegen Ende der Jungsteinzeit wurden erstmals Hügel über Gräbern angelegt. Die Frühe Bronzezeit ist in Offenbach bislang nicht durch Funde dokumentiert. Einen Bevölkerungszuwachs bezeugen Grabhügel der Mittleren Bronzezeit unter anderem im Stadtwald. Die Hügel wurden über Totenkammern aufgeschüttet. In der Späten Bronzezeit setzte sich die Sitte durch, die Toten zu verbrennen und deren Asche in Flachurnengräbern zu bestatten. In der Bieberer Gemarkung sind Urnenfriedhöfe nachweisbar, die zu Siedlungen gehörten. Steinkistengräber belegen die Existenz hervorgehobener Familien und damit auch in unserer Gegend den Beginn sozialer Differenzierung. Aus einer dieser Bestattungen stammt beispielsweise das Bieberer Amulett.

Reguläre Eintrittspreise. Zur besseren Planung wird um Anmeldung unter der Rufnummer 069-8065-2646 während der Museumsöffnungszeiten oder per E-Mail an hds-terminplanungoffenbachde gebeten.

Bildinformation:

Keltische Hunde, HdS

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