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Stadt Offenbach

JOBLINGE und Kommunales Jobcenter MainArbeit arbeiten gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit

12.07.2022

JOBLINGE ist eine deutschlandweite gemeinnützige Initiative. Sie unterstützt seit mehr als 13 Jahren Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen. Gegen Jugendarbeitslosigkeit gelingt der Einsatz mit finanzieller Unterstützung des Kommunalen Jobcenters MainArbeit in Offenbach: 88 Prozent der Jugendlichen treten ins Berufsleben ein.

Sozialdezernent Martin Wilhelm freut sich über das erfolgreiche Konzept: „Jugendliche gleich in Unternehmen einzusetzen und ihnen einen erfahrenen Arbeitsnehmer beziehungsweise eine erfahrene Arbeitnehmerin an die Seite zu stellen, um die berufliche Idee zu realisieren, ist eine großartige Idee“.

JOBLINGE bündelt vielzählige Kräfte aus Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, um junge langzeitarbeitslose Menschen zu unterstützen. Die Ziele des Programms sind echte Jobchancen für die Teilnehmenden zu schaffen und sie nachhaltig in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu integrieren. JOBLINGE schafft Chancen, damit junge Menschen ihre Zukunft gestalten und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Auch während der Corona-Pandemie, die weitere Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt herbeigeführt hat. Durch eine schnelle Umstellung auf digitale Lerninhalte, Online-Kurse und die Bereitstellung des passenden Equipments konnten die Teilnehmenden auch weiterhin gut betreut und in Ausbildung vermittelt werden.

 

Starke Partner sichern den Erfolg

An 32 bundesweiten Standorten hat JOBLINGE bereits über 13.000 junge Menschen im Programm aufgenommen. In Offenbach sind bislang 557 junge Menschen Teil des Programms gewesen. Dank des Kommunalen Jobcenters MainArbeit, eines umfangreichen Partnernetzwerks und viel ehrenamtlicher Unterstützung schafften 88 Prozent den Start in ein selbstbestimmtes Leben, 92 Prozent sind nach einem halben Jahr immer noch in ihrem Ausbildungsbetrieb. Eine Quote, die bei JOBLINGE besonders wichtig ist, denn nur nachhaltiger Ausbildungserfolg sorgt für langfristige Perspektiven. Unverzichtbar sind dabei starke Partner und Netzwerke, die gemeinsam an einem Strang ziehen. "Gerade jetzt bedarf es innovativer Impulse und starker Netzwerke, um jungen Menschen zu zeigen, dass sie gebraucht werden und dass es sich lohnt, an ihren Perspektiven zu arbeiten. Gesellschaftliches Engagement bedeutet gerade in Krisen, dass verschiedenste Akteure gemeinsam für die Zukunft der Jugend arbeiten“, sagt Sonja Sauler, Standortkoordinatorin am JOBLINGE-Standort Offenbach.

Ehrenamtliches Mentoring als Erfolgsfaktor

Eine der wichtigsten Säulen des JOBLINGE-Programms ist das Mentoring. Ehrenamtlich begleiten Mentorinnen und Mentoren, das sind Beschäftigte aus unterschiedlichsten Unternehmen, ihre Mentees (die Jugendlichen) sechs Monate auf dem Weg in die Arbeitswelt. Ihre Rolle ist besonders wichtig, da sie keinen öffentlichen Auftrag haben, sondern freiwillig und unentgeltlich mit den Jugendlichen arbeiten, Zeit verbringen und ihre eigene berufliche Expertise teilen. Dafür ist auch David Lwande, ehemaliger Teilnehmender am Offenbacher Standort dankbar: “Das Mentoring hat mir sehr weitergeholfen: eine neue Perspektive, eine dritte Meinung und die berufliche Erfahrung waren mir eine große Stütze. Mein Mentor hat mich auch bei der Erstellung eines Kurzvideos in der Bewerbungsphase unterstützt - richtig cool!”

Teilnehmende und Mentoren bilden Tandems, die gemeinsam neue Perspektiven für die Jugendlichen entwickeln und neue Verhaltensmuster erproben. Die Mentoren übernehmen je nach den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmenden unterschiedlich stark ausgeprägte Rollen. Vor allem aber sind sie Vertrauenspersonen und Krisenmanager. 

Unterstützung zur Selbsthilfe und zur Ausbildung

Ein Grundpfeiler der JOBLINGE-Vision ist die Befähigung zur Selbstverantwortung. Um die bisher unüberwindbar scheinende Hürde „Ausbildung“ zu nehmen, fordert JOBLINGE die Teilnehmenden vom ersten Tag an heraus, stetig höhere Hürden zu meistern und traut es ihnen zu. Die Teilnehmenden sollen zu selbstbestimmt und aktiv Leistenden werden. Sie sollen lernen, persönliche Hindernisse zu überwinden, Erfolge zu erarbeiten, Feedback und Kritik anzunehmen: Sie sollen für sich selbst Verantwortung übernehmen.

So auch bei David, der durch JOBLINGE sein Hobby, die Musik, in seine Traumausbildung verwandeln konnte. Im September 2022 startet er seine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker. “Bei JOBLINGE habe ich endlich wieder gelernt, Struktur in mein Leben zu bekommen: vom E-Mail schreiben, dem richtigen Auftreten bis hin zur Selbstorganisation. Die Coaches haben mich ernst genommen und mir geholfen, den richtigen Berufsweg für mich zu finden”.

Wilhelm stellt fest: „Viele junge Menschen wie David standen während der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen: fehlende Praktikamöglichkeiten, die Umstellung ins Digitale und auch persönliche Ängste, die erschwerend hinzukommen können. Umso großartiger, dass die Unterstützung sich lohnt.“

Bildinformation:

Die Initiative Joblinge und das Kommunale Jobcenter MainArbeit in Offenbach unterstützen junge Menschen beim Start in die Berufswelt. Fotos: gemeinnützige Initiative JOBLINGE

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