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Stadt Offenbach

Corona-Sommerwelle: Impfen, Abstand und Maske bleiben die einfachsten Mittel

26.07.2022

Der Sommer wirkt auf viele Menschen unbeschwert: Urlaub, Lokalbesuche, Veranstaltungen im Freien – fast alles ist komplett ohne Corona-Maßnahmen möglich. Jedoch liegen die Corona-Zahlen in ganz Deutschland seit Wochen auf einem hohen Niveau. Während die Inzidenz in Offenbach heute bei 766 liegt, lag sie vor einer Woche bei 973 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche. Die Gründe für die anhaltend hohen Zahlen und den Anstieg sind vielfältig: viele Kontakte, fast gar keine Schutzmaßnahmen und ein hohes Infektionsrisiko durch die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante BA.5. Zusätzlich ist aufgrund der aktuell wenigen Tests von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Angesichts dieser Situation beobachtet das Offenbacher Stadtgesundheitsamt die Corona-Lage sehr aufmerksam und empfiehlt vor allem in unübersichtlichen Situationen das Masketragen und Abstandhalten sowie grundsätzlich Impfungen gegen das Coronavirus.

Bürgermeisterin und Gesundheitsdezernentin Sabine Groß: „Die Omikron-Welle hat mit ihren verschiedenen Varianten auch Offenbach erfasst und durch die leichte Übertragbarkeit verteilt sich das Virus schnell. Es ist deshalb weiterhin wichtig, dass jede und jeder Einzelne dafür Sorge trägt, das Infektionsrisiko für sich und andere gering zu halten. Dabei sind Maske tragen und die Corona-Impfung wirksame Mittel, um Infektionen zu vermeiden, beziehungsweise vor schweren Erkrankungen zu schützen. Wir empfehlen daher allen Bürgerinnen und Bürgern im Gedränge und besonders in Innenräumen auch weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen und bei privaten Zusammenkünften in Innenräumen auch weiterhin im Vorfeld Selbsttests durchzuführen. Außerdem bleibt auch unsere Impfstation in der Herrnstraße weiter geöffnet und damit erhalten wir als Stadt das Angebot aufrecht, auf unkompliziertem Weg Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen zu ermöglichen. Auch mit Blick auf den näher kommenden Herbst – wir wissen noch nicht, was uns erwartet. Aktuell sind Prognosen schwer zu tätigen. Gerade deshalb ist es wichtig, sich weiterhin zu schützen.“

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke knüpft daran an und betont ebenfalls: „Viele Wissenschaftler haben mittlerweile die Hoffnung, dass wir uns auf dem Weg zu einer normalen Krankheit befinden, der so genannten Endemie. Aber es ist eben leider noch nicht ganz so weit. Daher mein Rat: keine Panik, aber ernst nehmen und zumindest unnötige Risiken vermeiden. Die Impfung schützt zwar nicht vor einer Erkrankung, aber mildert den Verlauf, die Maske hilft in engen Räumen und als absolut einfachste Maßnahme reduziert es schon das Risiko, in Innenräumen zumindest mit ein wenig Abstand zu sitzen und wenigstens für die ausreichende Belüftung durch offene Fenster und Türen zu sorgen. Diesen Beitrag kann jede und jeder leisten.“

Weiterhin weist das Stadtgesundheitsamt darauf hin, dass mit den neuen Omikron-Varianten eine Ansteckung jederzeit und viel leichter möglich ist – vor allem bei längeren Aufenthalten in schlecht gelüfteten Innenräumen, unabhängig vom Abstand zum infizierten Menschen. Infizierte Personen können mit oder ohne Symptome meist um etwa zehn Tage ansteckend sein, immungeschwächte und schwerkranke Menschen auch länger.

Bürgerinnen und Bürger sollen sich deshalb so verhalten, dass sie sich und andere keinem größeren Infektionsrisiko aussetzen. Hier schützt die bekannte AHA+A+L-Formel: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltag mit Maske, Nutzen der Corona-Warn-App und regelmäßiges Lüften. Darüber hinaus kann sich jede und jeder auch weiterhin testen.

Der Selbstschutz funktioniert nach wie vor über das Tragen von FFP2- und medizinischen Masken überall dort, wo sich das Virus mangels ausreichender Belüftung lange in der Luft halten kann. Ein ausreichender Impfschutz reduziert das Risiko einer Infektion zusätzlich. Ein halbes Jahr nach der Impfung oder einer durchgestandenen Infektion lässt die Zahl der schützenden Antikörper im Menschen wieder nach. Das Offenbacher Stadtgesundheitsamt erwartet für den Herbst einen Impfstoff gegen Omikron.

Die Stadt Offenbach bietet fortlaufend Impfungen im Bernardbau an – auch zur Auffrischung. (www.offenbach.de/impfen). Diese ist besonders für ältere Menschen sehr wichtig, weil mit steigendem Alter das Risiko eines schweren Verlaufs und Langzeitfolgen steigt. In der städtischen Impfstation werden auch weiterhin Impfungen für Kinder ab 5 Jahren angeboten.

Alle Informationen zum Thema Corona sind auf www.offenbach.de/corona zu finden. Infos zur Corona-Impfung stehen auf www.offenbach.de/impfen zur Verfügung.

Aktuelle Corona-Zahlen

Inzidenz
Die hessenweite Inzidenz liegt am 26. Juli bei 904 Neu-Infektionen auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche. Die Inzidenz der Stadt Offenbach liegt bei 766.

Hospitalisierungsinzidenz
Der durch das RKI ausgewiesene Hospitalisierungsinzidenz-Tageswert für Hessen liegt aktuell bei 7,01 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, Stand zum 22. Juli. Eine Woche zuvor betrug der Wert 7,58 pro 100.000.

Bettenbelegung in Krankenhäusern
Nach der IVENA Sonderlage waren am 22. Juli 136 Betten auf hessischen Intensivstationen mit Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung belegt. Vor einer Woche waren es 103 Patientinnen und Patienten, die auf hessischen Intensivstationen gepflegt werden mussten.
In Offenbacher Krankenhäusern sind derzeit 6 Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung auf Intensivstation, Stand 19. Juli.

Nach der IVENA Sonderlage waren am 22. Juli 1.486 Betten auf hessischen Normalstationen mit Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung belegt. Vor einer Woche lag die Zahl der Hospitalisierten bei 1.249.
In Offenbacher Krankenhäusern sind derzeit 31 Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung auf Normalstation, Stand 19. Juli.

Impfquote
Nach den zum Zeitpunkt der Erstellung aktuellsten verfügbaren Daten sind 75,2 Prozent der hessischen Bevölkerung vollständig gegen SARS-CoV-2 geimpft. Geboostert sind 60,2 Prozent (RKI Impfquotenmonitoring, Stand: 22. Juli). Wenn nur die Altersgruppe ab 18 Jahren berücksichtigt wird, beträgt der vollimmunisierte Anteil 84,2 Prozent und geboostert sind 70,4 Prozent.

Quellen: Stadt Offenbach und https://www.hessen.de/handeln/corona-in-hessen (Öffnet in einem neuen Tab)

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