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Stadt Offenbach

Neues Amt für Mobilität nimmt Arbeit auf / Ausrichtung der Verkehrsplanung auf Bedürfnisse für eine lebenswerte Großstadt

09.06.2022

Mit dem Wachstum der Bevölkerung und der Wirtschaft in Offenbach nimmt auch der Personen- und Warenverkehr weiter zu. Weil gleichzeitig die Flächen und Verkehrswege im Stadtgebiet begrenzt sind, kommt es auf den Straßen und Bürgersteigen immer wieder zu Interessenskonflikten. Um auch vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Luftreinhaltung die notwendige Verkehrswende zu unterstützen, investiert die Stadt bereits seit einigen Jahren in den Ausbau von Radwegen und in die Verflüssigung des Verkehrs, unter anderem durch digitale Ampelsteuerungen. Zusätzlich laufen Versuche, einzelne Stadtviertel vom Verkehr zu entlasten und die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner durch Maßnahmen für eine Verkehrsberuhigung zu steigern. Eine wichtige Rolle spielen heute und künftig auch die Parkraumbewirtschaftung und die Förderung der Elektromobilität, unter anderem durch die Einrichtung von E-Ladesäulen im Stadtgebiet. 

Alle diese wichtigen Themen für die Bürgerinnen und Bürger werden künftig in einem eigenen Amt zusammengeführt. Die zuständige Dezernentin für dieses Amt ist Bürgermeisterin Sabine Groß: „Im neuen Amt für Mobilität soll die Verkehrsentwicklung in Offenbach ganzheitlich gesteuert werden. Hier werden die Planungen für den Autoverkehr, Radverkehr und Fußgängerverkehr gleichberechtigt unter einem Dach vereint“, so Groß. „Durch die Bündelung aller Kompetenzen stellen sich die Fachleute den Herausforderungen und Ansprüchen an Mobilität in einer lebenswerten Großstadt. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem ÖPNV oder mit dem Auto: Alle Menschen sollen möglichst rasch, bequem und sicher von A nach B gelangen. „Ziel ist es, alle Verkehrsformen aufeinander abzustimmen und dabei stärker ökologisch, sozial gerecht, intelligent und digital auszurichten. Die große Aufgabe liegt darin, die Auswirkungen des Verkehrs auf Umwelt und Klima deutlich zu verringern und die Lebensqualität zu erhöhen. Unter anderem durch die konsequente Umsetzung des Luftreinhalteplans beispielsweise durch eine intelligente Ampel- und Verkehrssteuerung, aber auch durch eine Verbesserung der Infrastruktur für Bus, Bahn, Rad und Fußverkehr und die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger.“

Teil der neuen Organisationseinheit sind die städtische Verkehrsplanung und die Straßenverkehrsbehörde – diese beiden Bereiche waren bisher im Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement im Dezernat von Stadtrat Paul-Gerhard Weiß angesiedelt. Es heißt ab sofort Amt für Planen und Bauen. „Mit der jetzt erfolgten Bündelung aller Kompetenzen, kann sich das neue Amt für Mobilität auf die Herausforderung konzentrieren, mehr Mobilität durch weniger Staus und gleichzeitig mehr Verkehrsberuhigung zu ermöglichen“, erläutert Weiß. „Das Team aus Verkehrsplanung und Straßenverkehrsbehörde verfolgt auch künftig das Ziel eines ausgewogenen Verkehrssystems, in dem jedes Verkehrsmittel dort seinen Platz erhält, wo es seine Stärken ausspielen kann. Dabei gilt es, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und gleichzeitig eine positive Entwicklung der Stadt und des Wirtschaftsstandorts zu ermöglichen.“

Leiterin des neuen Amtes für Mobilität ist Ivonne Gerdts, die seit vielen Jahren in der Verkehrsplanung des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement tätig ist: „Das neue Amt betreut ein vielseitiges und spannendes Aufgabengebiet, dass angesichts der enormen Veränderungen in der Mobilität eine zentrale Rolle für alle Bürgerinnen und Bürger einnimmt. Ein wichtiger Anspruch ist es, mit vielen Partnern – auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene – eng vernetzt zusammenzuarbeiten“, so Gerdts. 

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

-          Strategien für eine zukunftsorientierte Mobilität sowie zur Digitalisierung zu entwickeln und umzusetzen

-          Verkehrsentwicklung ganzheitlich zu steuern und zu gestalten

-          ein Gesamtverkehrskonzept zu erstellen und umzusetzen, das die strategische Nutzung aller Verkehrsmittel umfasst

-          die unterschiedlichen Mobilitätsformen stärker zu vernetzen und zu fördern

-          die zukünftige Infrastruktur im Einklang mit den Klimazielen zu erhalten und auszubauen

-          die Interessen der Stadt Offenbach bei Planungen in der Region zu bewahren

-          den bewussten Einsatz des passenden Transportmittels zu fördern, indem die verschiedenen Möglichkeiten auch der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden

-          einen attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort Offenbach zu gestalten

 

Zentrales Vorhaben des neuen Amtes ist derzeit die Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplans 2035, der künftig eine wichtige Entscheidungsgrundlage und Orientierung für Politik und Verwaltung, aber auch Wirtschaft, Verbände sowie Bürgerinnen und Bürger bietet. Dabei wird mit öffentlichen Beteiligungsformaten unter anderem untersucht, wo der Verkehr in Offenbach gut funktioniert und wo etwas verbessert oder verändert werden muss. „Der Verkehrsentwicklungsplan wird alle oben genannten Aufgaben und Ziele der Verkehrsplanung berücksichtigen und eine Art Masterplan Verkehr darstellen“, kündigt Mobilitätsdezernentin Groß an. 

Die Angaben zur Erreichbarkeit und den Ansprechpersonen des Amtes werden in Kürze online aktualisiert auf offenbach.de

Vorläufig ist das Amt für Mobilität am besten per E-Mail erreichbar: mobilitaetsamtoffenbachde

Weitere Informationen zum Verkehrsentwicklungsplan: Verkehrsentwicklungsplan 2035 | Stadt Offenbach

Bildinformation: 

v.l.n.r.: Stadtplanungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, die Leiterin des neuen Amts für Mobilität Ivonne Gerdts und Bürgermeisterin und Mobilitätsdezernentin Sabine Groß  

 

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