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Stadt Offenbach

Photovoltaik-Offensive ist angelaufen / Stadtwerke Offenbach installieren nicht nur am Standort Daimlerstraße weitere Solarmodule

07.06.2024

Auf den Dächern des Stadtservice der Stadtwerke Offenbach sind bereits drei Photovoltaikanlagen in Betrieb. Auf dem Dach der Werkstatt wurde jetzt eine vierte Anlage fertiggestellt, die demnächst ans Netz geht. Ein Großteil des Ertrags der Anlagen wird am Standort direkt verbraucht.

Mit der neuen Anlage sind  die Stadtwerke dem Ziel, bis zum Jahr 2027 insgesamt 45 Solaranlagen auf den Dächern städtischer Liegenschaften zu installieren, ein Stück nähergekommen. Vorausgegangen war ein Stadtverordnetenbeschluss aus dem Jahr 2023, möglichst alle Gebäude im Eigentum der Stadt Offenbach oder der städtischen Gesellschaften mit Photovoltaikanlagen auszustatten. „Die Photovoltaik-Offensive ist erfolgreich angelaufen“, sagt Oberbürgermeister Felix Schwenke. „Das Ziel sind rund zehn neue Anlagen pro Jahr – sofern das Material am Markt verfügbar ist. Die Stadtwerke als städtischer Dienstleister haben in diesem Jahr bereits zwei Anlagen installiert, vier sind beauftragt oder ausgeschrieben, zehn weitere sind in Vorbereitung. Vorrangig geht es uns darum, aus der Sonnenkraft umweltfreundliche Energie in und für Offenbach zu gewinnen. Das sind wir kommenden Generationen schuldig. Deshalb ist dies Teil des städtischen Klimakonzeptes und ich habe zugesagt dafür zu sorgen, dass bei Photovoltaikanlagen jetzt Schritt für Schritt aus unseren Beschlüssen auf dem Papier auch Wirklichkeit wird.“

422 Solarmodule der neuen Anlage auf dem Werkstattdach sollen nach Freigabe der Anlage rund 160.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Während die Stromausbeute der ersten Anlage in der Daimlerstraße, rund 40.000 Kilowattstunden pro Jahr, ausschließlich in das öffentliche Netz fließt, haben die anderen beiden für den Eigenbedarf im vergangenen Jahr gemeinsam rund 180.000 Kilowattstunden erzeugt, weitere rund 160.000 Kilowattstunden sollen jetzt jährlich von den neuen 422 Solarmodulen auf dem Werkstattdach dazu kommen.

Die drei neueren Anlagen sind so ausgelegt, dass ihr Ertrag während der Kernarbeitszeit am Standort verbraucht wird: Die Bildschirmarbeitsplätze in den Büroräumen, die große Papierpresse in der Sortierhalle und die Werkstatt werden mit Strom aus den eigenen Anlagen versorgt, ebenso wie der wachsende E-Fuhrpark. Demnächst gehen mehrere Wärmepumpen in Betrieb, die zum Heizen der Büroräume genutzt wird und den Standort mit warmem Wasser versorgt. Auch viele Arbeitsgeräte vom Rasenmäher bis zur Kettensäge werden über einen Akku betrieben.

„Durch die Inbetriebnahme der neuen Photovoltaikanlagen erzeugt der Stadtservice noch mehr umwelt- und klimafreundliche Energie und reduziert seinen CO2-Fußabdruck. Darüber hinaus wird Geld eingespart und die Stadtwerke machen sich unabhängiger von der Strompreisentwicklung”, erläutert Stadtkämmerer Martin Wilhelm, der als Dezernent für den Stadtservice verantwortlich ist. Noch gibt es beim Stadtservice keine Batterie zum Speichern von Stromüberschüssen. Diese werden in den Randzeiten im Sommer und an den Wochenenden in das städtische Netz abgeleitet.

„Für den Aufbau der Anlagen hier am Standort des Stadtservices haben wir für die Planung, Bestellung und Überwachung des Aufbaus die Kompetenz unseres eigenen Personals genutzt. Deshalb konnten wir nach der vorigen Anlage im Mai vergangenen Jahres innerhalb von 12 Monaten nun eine weitere planen, beauftragen und fertigstellen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Walther. „Fachleute aus den Stadtwerke-Geschäftsfeldern Immobilien und Stadtservice bringen ihre Erfahrungen aus Photovoltaik-Projekten in unsere stadtweite Offensive ein. Wir erwarten, dass wir mit den geplanten 45 Anlagen bis zum Jahr 2027 mehr als 5 Millionen Kilowatt Strom erzeugen. Dafür haben wir bis 2027 ein Investitionsvolumen von jährlich 1,3 Millionen Euro eingeplant.“

Unterdessen überprüft ein Experte der Stadtwerke weitere Dächer städtischer Gebäude daraufhin, ob sie für die Installation einer Photovoltaikanlage geeignet sind. Für diese Flächen wird nun ein Plan ausgearbeitet, in welcher Reihenfolge sie mit Solarmodulen bestückt werden können.

Die EVO AG ist als örtlicher Energieversorger und verlässlicher Partner in die Projektarbeit eingebunden und unterstützt die Photovoltaik-Offensive als Beitrag zum Klimaschutz in Offenbach.

Bildunterschrift:

Von links nach rechts: Christian Müller, Leiter des Gebäudemanagements beim Stadtservice, Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Frank Herzog, Leiter Innovation und Technik und stellv. Betriebsleiter beim Stadtservice, Marcus Engelbrecht, Projektleiter der Photovoltaik-Offensive bei den Stadtwerken Offenbach und Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent für den Stadtservice Martin Wilhelm.

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