Inhalt anspringen

Stadt Offenbach

Capitol Classic Lounge: Swing & Symphonie

04.03.2026

Metropolis trifft Prärie: Die Capitol Classic Lounge feiert am Sonntag, 15. März, um 17 Uhr das 250. Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung mit Musik amerikanischer Komponistinnen und Komponisten. Unter Leitung des international renommierten Dirigenten Wayne Marshall spielt das Capitol Symphonie Orchester George Gershwins „Rhapsody in Blue“ sowie Werke unter anderen von Florence Price, Roy Harris, Sarah Kirkland Snyder im Capitol Theater Offenbach.

Gershwins „Rhapsody in Blue“ ist genau die richtige Musik, um das 250. Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zu würdigen. „…, dass alle Menschen gleich geboren …“, steht im zweiten Absatz. Dies ist zum einen gerade heute enorm wesentlich für die reale Politik. Der Gleichheitsgrundsatz ist aber auch ein starkes Bild für die Kunst. Denn wie kaum ein anderes Werk steht die „Rhapsody“ so sicher mit einem Fuß auf dem Feld der Klassik wie mit dem anderen auf dem des Jazz. Sie ist ohne jede Berührungsangst ein herrlich sprühendes Klavierkonzert wie eine schillernde Rhapsodie in Jazz. Dass diese Musik nicht nur brillant bis ins letzte Detail ist, sondern auch ganz originär musikantisch, wird dadurch deutlich, dass Wayne Marshall bei diesem Konzert nicht nur dirigieren, sondern gleichzeitig den Solopart der „Rhapsody in Blue“ spielen kann. 

Das Programm beinhaltet darüber hinaus Musik aus der Zeit kurz nach der „Rhapsody“. Roy Harris‘ Ouvertüre „When Johnny comes marching home“ ist so emotional wie frisch und auch ein bisschen frech. Die Concert Ouverture Nr. 2 der großen Florence Price – der ersten schwarzen Komponistin, die je von einem professionellen amerikanischen Sinfonieorchester gespielt wurde – huldigt dem klassischen Gospel. Morton Gould wiederum schrieb für Broadway und Film, aber er brauchte für eine suggestive Musik weder Bühne noch Leinwand – was seine „Cowboy Rhapsody“ souverän beweist. In all dem ‚Cinemascope‘ dieses Programms ist „O Sweet and Beloved Mother“, das Sarah Kirkland Snyder 2023 auf Hildegard von Bingen komponiert hat, als Kontrast eine feinsinnige, funkelnde Preziose.

Der britische Dirigent, Organist und Pianist Wayne Marshall wird international geschätzt für seine stilistische Offenheit, musikalische Präzision und kommunikative Präsenz und bewegt sich souverän zwischen symphonischem Repertoire, Oper, Filmmusik, Jazz und geistlicher Musik. Von 2014 bis 2020 war er Chefdirigent des WDR Funkhausorchesters Köln, zuvor wirkte er als Erster Gastdirigent des Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi. 

Besondere Anerkennung genießt Wayne Marshall als Interpret der Musik amerikanischer Komponisten des 20. Jahrhunderts, allen voran George Gershwin und Leonard Bernstein. Das Capitol Symphonie Orchester ist das Hausorchester des Capitol Theaters Offenbach und der Stadt und ihrer Kulturszene eng verbunden. Der musikalische Radius geht jedoch weit über die Stadt hinaus bis hin zum Royal Opera House in Muscat im Oman, in dem das Orchester ein Galakonzert musizierte. Das Capitol Symphonie Orchester schlägt in seiner Arbeit Brücken zwischen Klassik, Pop, Rock, Filmmusik und Elektronik. 2024 erschienen eine Stummfilm-DVD mit Ludger Vollmers „Lost World“ in Kooperation mit ARTE und die CD „Brücken aus dem Gestern – Orchesterwerke jüdischer Komponisten 1927-1929“. Die jüngste multimediale Wiederaufführung der Oper „RICCIO“ (2025) von Erich Riede und Martha Wertheimer erregte internationales Aufsehen.

Karten ab 22 Euro sind bei www.frankfurtticket.de sowie an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich.

Das Konzert findet statt im Capitol Theater Offenbach, Goethestraße 1 bis 5, 63065 Offenbach am Main.

Das Capitol Theater ist barrierefrei zugänglich. Die Offenbacher S-Bahnstationen Marktplatz und Ledermuseum befinden sich in der Nähe, der Bus (Theater/Messe) hält vor dem Eingang. Parkplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen stehen auf dem Hof des Capitols zur Verfügung.

Bildinformation:

Der britische Dirigent, Organist und Pianist Wayne Marshall vor dem Orchester. Foto: Stadt Offenbach / georg-foto, offenbach

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise