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Stadt Offenbach

Luther, Müntzer und die Bauern. Theologisch-historische Aspekte der Reformation und ihrer politischen Folgen

17.03.2023

Die Phase der Reformation wurde durch eine Reihe engagierter Personen geprägt. Der bekannteste deutsche Reformator ist Martin Luther, dessen 95 Thesen und seine Übersetzung der Bibel in die Volkssprache wesentliches zur Entstehung einer neuen Kirche beitrugen. Demgegenüber steht Thomas Müntzer, der zunächst in den Kreis um Luther eingereiht werden kann, letztlich aber mit seiner Theologie für eine andere Richtung steht. Der jüngere Reformator entwickelte die Vorstellung einer anhaltenden Offenbarung, die deutlich von Luthers Primat der biblischen Schrift abweicht. Ein Ergebnis war, dass Müntzer am Ende eben nicht mehr allein mit dem Wort, sondern mit der Faust oder, um seine eigenen Worte zu benutzen, »mit dem Hammer« focht. In seinem Vortrag lässt Dr. Jörg Füllgrabe im Haus der Stadtgeschichte am Sonntag, 26. März, um 15 Uhr beide, Luther und seinen ehemaligen Mitstreiter und nachmaligen erbitterten Gegner, Müntzer in Lebensentwürfen und Texten zu Wort kommen, die die Frage stellen: „Wieviel Revolution verträgt die Reformation?“

Eintritt 5 Euro. 

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Ferdinand Pauwels, Foto: Public domain, via Wikimedia Commons

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