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Stadt Offenbach

Digitales Bauantragsverfahren geht in Umsetzung / Testphase im Echtbetrieb startet im April

22.03.2024

Die Einführung des digitalen Bauantragsverfahrens in Offenbach steht kurz vor dem Abschluss. Paul-Gerhard Weiß, Dezernent für Planen und Bauen, teilt mit: „Wir starten im April mit der Testphase im Echtbetrieb. Dann werden die ersten echten Bauanträge mit diesem neuen digitalen Verfahren bearbeitet. Ziel der Testphase ist es, Software und Technik mit echten Bauanträgen zu überprüfen, um etwaige Fehler und Schwachstellen zu beseitigen. Außerdem prüfen wir im laufenden Verfahren, wie die Abläufe und die Kommunikation zwischen Bauaufsicht, Bauportal, Bauherrschaft, Entwurfsverfassern und beteiligten Stellen funktionieren. Diese Verfahren im Testbetrieb münden dann auch in tatsächliche Baugenehmigungen.“

Für die Digitalisierung der Baugenehmigungen hatte sich die Stadt Offenbach wie die meisten hessischen Bauaufsichtsbehörden dem Projekt der ekom21 in Zusammenarbeit mit dem hessischen Wirtschaftsministerium angeschlossen: Der kommunale Dienstleister ekom21 stellt hessenweit ein Fachverfahren zur Abwicklung der digitalen Bauanträge zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wurden parallel zu weiteren Digitalisierungsvorgängen der Bauaufsicht umfangreiche Vorbereitungen abgeschlossen: Dazu zählten zahlreiche, sehr komplexe und miteinander zusammenhängende technische, rechtliche und prozessbedingte Anforderungen, die für das neue digitale Verfahren geprüft und umgesetzt werden mussten. In diesen Prozess mit dem technischen Dienstleister und der ekom21 waren mehrere Behörden der Stadt und weitere Stellen beteiligt, die bei Baugenehmigungsverfahren einzubinden sind.

Interne Tests und Simulationen liefen erfolgreich, sodass nun die Verfahren auch im Echtbetrieb auf ihre Funktion hin überprüft werden können. Hierfür arbeitet die Bauaufsicht mit ausgewählten Architekturbüros und Bauherren für geplante Bauprojekte zusammen. Deren Anträge werden mit dem neuen Verfahren erstmals vollständig digital bearbeitet und beschieden. Nach derzeitiger Planung soll die Testphase im Echtbetrieb nach dem Sommer zu Ende gehen. Wenn dann alles wie gewünscht funktioniert steht das digitale Bauantragsverfahren ab Herbst der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Ebenfalls erheblich vorangeschritten ist ein weiterer wichtiger Baustein der Digitalisierung bei der Bauaufsicht Offenbach: Hierfür werden die Akten zu sämtlichen Liegenschaften in Offenbach digitalisiert, sodass bei berechtigten Anfragen auf Einsicht ein digitaler Aktenzugriff über eine Cloudlösung der Stadt möglich wird. Dann können vollständige Bauakten, die schon digitalisiert werden, bequem heruntergeladen werden. „Auch dieser große Baustein wird es Bauherren und Planern künftig erheblich erleichtern, sich den Genehmigungsstand und Werdegang einer Liegenschaft anzuschauen, sei es für eine Änderung im Bestand, Abriss und Neubau oder eine Nutzungsänderung“, erläutert Weiß. Auf digitalem Weg werden bei der Bauaufsicht Offenbach zudem bereits Gerüstanträge und Baulastauskünfte (z. B. für Grundstückskäufe) bearbeitet.

Weitere Informationen zur Akteneinsicht, digital oder vor Ort, sind auf dem städtischen Internetportal erhältlich: www.offenbach.de/vv/produkte/tsabus/bauaktenarchiv_8959743.php

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