Gemischte Stimmung in Cannes / OB Schwenke nutzt Immobilienmesse für Austausch zu konkreten Vorhaben in Offenbach
16.03.2026
Der Wirtschaftsstandort Offenbach entwickelt sich weiterhin positiv: Mit über 53.700 Arbeitsplätzen gibt es so viele Jobs wie seit 51 Jahren nicht mehr. Neue Unternehmen wie BYD oder Lorenz Snacks haben ihre Unternehmenszentrale oder ihre Deutschlandzentrale nach Offenbach verlegt, um hier zu wachsen, zugleich kehrt mit dem neuen Sitz der Samson AG weltweit führende Industrieproduktion nach Offenbach zurück. Auch finanziell hat das positive Auswirkungen: Mit 135 Millionen Euro erreichte die Stadt 2025 einen neuen Rekord bei den Gewerbesteuereinnahmen. Damit wurde ein jahrzehntelanger Abwärtstrend durchbrochen – entgegen der deutschlandweiten Entwicklung. Zuletzt wurde Offenbach im IVAR-Score zur dynamischsten Stadt Deutschlands gekürt – und von Helaba-Chef-Volkswirtin Dr. Gertrud Traud wurden auch andere aufgefordert, „mehr Offenbach zu wagen“.
Mit diesen für die Stadt guten Entwicklungen im Gepäck ist Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke in der vergangenen Woche zusammen mit der Leiterin der Wirtschaftsförderung, Bozica Niermann, wieder zur führenden internationalen Immobilienmesse MIPIM ins französische Cannes gereist: „Der Austausch auf dieser Messe mit wichtigen Entscheidungsträgern aus Projektentwicklung, Unternehmensvorständen und Architektur ist ein wichtiger Baustein unserer Wirtschaftsstrategie“, betont OB Schwenke. Sein zentrales Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Offenbach und damit auch die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt für die Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu stärken. Denn: die Herausforderungen bleiben enorm, wie vor allem die Lage bei manroland verdeutlicht.
„Offenbach wird wieder als serviceorientierter, auf schnelle Genehmigungen fokussierter Wirtschaftsstandort wahrgenommen, der Firmenzentralen anzieht und Platz für das Wachstum von Unternehmen bietet. Diese Entwicklung und die bisherigen Ansiedlungserfolge sind wichtige Schritte nach vorne – wir müssen aber weiterhin unermüdlich daran arbeiten. Es braucht einen langen Atem und Beharrlichkeit, um Entscheider am Ende tatsächlich für unsere Stadt zu gewinnen. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Lage weltweit und in Deutschland überlegen Vorstände sehr genau, wo und ob sie überhaupt investieren. Und die Herausforderungen bleiben auch vor Ort enorm, wie vor allem die Lage bei manroland verdeutlicht“, sagt Schwenke.
Gleichzeitig bleibe Offenbach aufgrund der Rezession in Deutschland, neuer Handelskonflikte und weltpolitischer Unsicherheiten weiterhin stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig, verdeutlicht Schwenke die aktuellen Herausforderungen. Auch auf der MIPIM wurde deutlich, dass sich die Immobilienbranche weiterhin in einer schwierigen Phase befindet: „Die Stimmung ist gemischt, vielerorts herrscht große Unsicherheit – verstärkt durch geopolitische Spannungen und unberechenbare Zollentscheidungen.“
„Die Messe in Cannes haben wir jedoch genutzt, um wichtige Kontakte zu halten, im Gespräch zu bleiben, geplante Projekte in Offenbach voranzubringen und neue Vorhaben anzustoßen“, fasst Bozica Niermann zusammen. Während neue Vorhaben traditionell vertraulich bleiben wurden Gespräche unter anderem auch über den weiteren Fortgang des Vorhabens von IPK geführt, das am Nordring im Kaiserlei-Viertel mit dem Projekt „Mainsquare“ ein neues Stadtquartier für Büros und Dienstleister plant. Dort wird die Stadt ihrerseits eine öffentliche Parkanlage errichten. Auch mit dem Projektentwickler Panattoni gab es einen Austausch über den aktuellen Planungsstand sowie Vermarktungsstrategien. Das Unternehmen plant im Gewerbe- und Industriegebiet Bieber-Waldhof auf der ehemaligen Produktionsstätte der Alfred Clouth Lackfabrik einen modernen Industriepark mit zwei Gebäuden. Von der Inselspitze über mögliche Vorhaben im Kaiserlei und in Waldhof waren die Gespräche eng getaktet. Die Gespräche vor Ort dienen in der Regel Absprachen zum weiteren Vorgehen und nicht unmittelbaren Abschlüssen.
Bildinformation:
Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und Bozica Niermann, Leiterin der Wirtschaftsförderung. Foto: Stadt Offenbach
v.l.n.r. Eric Menges, Geschäftsführer, FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, Stephanie Wüst, Wirtschaftsdezernentin Stadt Frankfurt am Main, Dr. Felix Schwenke, Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent Stadt Offenbach am Main, Ulrich Caspar, Präsident, IHK Frankfurt am Main. Foto: Martin Joppen GmbH – F. Aschenbrenner