Inhalt anspringen

Stadt Offenbach

Baubeginn für die Station Mitte: Informationsabend für Anlieger / Newsletter berichtet über aktuelle Arbeiten

25.03.2026

In der Fußgängerzone der Frankfurter Straße beginnen jetzt die Umbauarbeiten für die Station Mitte im ehemaligen Kaufhof-Gebäude. Ein neuer Bauzaun schirmt die Baustelle von der Fußgängerzone ab. Darüber werden seit Donnerstag die in den 1960er Jahren angebrachten Aluplatten von der Fassade des ehemaligen Kaufhofs abmontiert. Jetzt kommt die seit Jahrzehnten verborgene eindrucksvolle Sandsteinfassade vom Anfang des 20. Jahrhunderts zum Vorschein. Der neue Anblick gibt einen ersten Eindruck davon, wie das große Gebäude in prägnanter Lage in der Fußgängerzone künftig wirkt. 

Die freigelegten Fensteröffnungen in der Original-Fassade werden von innen sofort verschlossen, damit Witterung und Tauben nicht in das Innere eindringen und die Geräuschkulisse der Bauarbeiten gedämpft bleibt. In der Station Mitte entsteht ein Lern-, Kultur- und Begegnungsort mit der Stadtbibliothek als Hauptnutzerin. Ergänzt wird das künftige Angebot durch Einzelhandel, Gastronomie sowie öffentlich zugängliche Aufenthalts- und Arbeitsbereiche. 

Vor Beginn der Arbeiten haben die Stadt Offenbach, vertreten durch die Stadtbibliothek und die Wirtschaftsförderung und die Stadtwerke, vertreten durch ihre Töchter Station Mitte GmbH als Betreibergesellschaft und die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH sowie der Generalübernehmer, die Fokus Development AG, die Anwohnerinnen und Anwohner, sowie die umliegenden Gewerbetreibenden zu einem Informationsabend eingeladen. Hier erfuhren sie den aktuellen Planungsstand.

Rund 20 Interessenten kamen in das nahegelegene Scape° an der Frankfurter Straße, um sich über die Auswirkungen der Baustelle im Herzen der Fußgängerzone, über Bauablauf, Zeitplan und mögliche Auswirkungen während der Bauzeit zu informieren und Fragen zu stellen. 

„Die Station Mitte wird ein neuer Treffpunkt für Bildung, Kultur und Austausch und ist damit ein zentrales Projekt zur Weiterentwicklung der Innenstadt. Dazu möchten wir vorab und während der Bauarbeiten die unmittelbar betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner umfassend und transparent informieren“, sagte Stadtkämmerer und Aufsichtsratsvorsitzender der Station Mitte GmbH Martin Wilhelm. „Der Austausch mit der direkten Nachbarschaft ist uns wichtig, um Fragen frühzeitig zu klären und mögliche Auswirkungen anzukündigen.“ Er verwies auch darauf, dass es für alle Interessierten einen eigenen Newsletter gibt, in dem über alle Neuerungen rund um das Bauvorhaben informiert wird. 

Der Innenausbau des Gebäudes soll bis etwa Mitte des Jahres 2027 abgeschlossen sein, sofern es keine größeren Überraschungen gibt. Danach kann die Einrichtung der Bibliothek erfolgen. Ziel ist, dass die Offenbacherinnen und Offenbacher spätestens Ende 2027 hier die ersten Bücher ausleihen und den ersten Kaffee trinken können. 

Bevor es aber so weit ist, wollte eine Geschäftsinhaberin wissen, wie der Baustellenverkehr während der Bauphase durch die Fußgängerzone gelenkt wird. Dieser werde sich an dem Anlieferverkehr des früheren Warenhauses durch die Herrnstraße orientieren, sagten die Projektverantwortlichen. Ziel sei es, Einschränkungen für den laufenden Geschäftsbetrieb so gering wie möglich zu halten. 

Fragen gab es vor allem zum Bauablauf. In der ersten Bauphase mit Fassadenarbeiten müsse damit gerechnet werden, dass die Baustelle zu hören sei und es auch Staub geben werde, sagt Axel Funke, der als Generalübernehmer die Ausschreibung für den Ausbau der Station Mitte gewonnen hat. Danach würden die Arbeiten ins Innere verlegt. Es werde darauf geachtet, das Gebäude geschlossen zu halten. Dadurch werde nicht nur der Schmutz und Lärm im Innern gehalten. Die zu einem Drittel erhaltene historische Sandsteinfassade  wird in die zukünftige Gestaltung mit einer Glasverkleidung integriert. 

Spannend wird die Aufstellung eines Krans in der Fußgängerzone. Dieser wird einerseits gebraucht, um alte Teile der Haustechnik vom Dach zu hieven, andererseits wird er die neuen Fassadenfenster nach oben transportieren. Es werde darauf geachtet, die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. 

Auch die künftige Nutzung einzelner Flächen im Gebäude war Thema des Abends. Nach Angaben von Andreas Herzog, einer der beiden Geschäftsführer Station Mitte GmbH, sind die Gespräche mit Mietinteressenten für das geplante Café und die Gastronomie bereits weit fortgeschritten, es gebe auch Nachfrage nach den Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss. „Es ist geplant, dass Bibliothek, Gastronomie und Einzelhandel unabhängig voneinander öffnen und schließen können. Im Alltag soll das Café möglichst eng an die Bibliothek angebunden sein. Für das Dachgeschoss ist eine Dachterrasse vorgesehen, die sowohl einen öffentlich zugänglichen Bereich als auch einen Teil für die gastronomische Nutzung umfasst.“

Wer sich über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informieren möchte, kann den Newsletter unter www.offenbach.de/newsletter abonnieren.

Foto: Die Alufassade aus den 1960er Jahren an dem ehemaligen Kaufhaus wurde bereits zum Teil entfernt. Darunter kommt auch die in Teilen noch vorhandene Sandsteinfassade aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts zum Vorschein. Copyright: Stadtwerke Offenbach

Station Mitte GmbH Offenbach

Die Station Mitte ist ein wichtiges Leuchtturmprojekt für die Zukunftsfähigkeit der Innenstadt. Die Transformation des ehemaligen Warenhauses in ein innovatives Begegnungs-, Kultur- und Lernzentrum mit erweiterter Stadtbibliothek sowie Verkaufsflächen und einem kleinen Café wird von der Station Mitte GmbH verantwortet. Die 100prozentige Tochter der GBO Gemeinnützigen Baugesellschaft mbH Offenbach aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Offenbach ist Eigentümerin des Gebäudes und wird die Flächen vermarkten sowie das Gebäude betreiben. Die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, ebenfalls ein Teil des Immobilien-Geschäftsfeldes der Stadtwerke Offenbach, steuert den Umbau. Damit unterstützen die Stadtwerke den Transformationsprozess von Stadtbibliothek und Innenstadt. 

Weitere Infos online unter www.offenbach.de/station-mitte 

Mehr Infos zum Zukunftskonzept Innenstadt

Deutsche Innenstädte stecken infolge des schrumpfenden Handels in einem harten Umbruch. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Offenbach bereits 2020 gemeinsam mit den Offenbacherinnen und Offenbachern, dem IHK nahen Verein Offenbach offensiv sowie den Planern des Büros urbanista ein Zukunftskonzept für die Innenstadt entwickelt – ein Konzept, das mittlerweile 16 Projekte umfasst. Ziel ist es, wie Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke betont, den verbliebenen Handel zu stärken und neuen Handel zu ermöglichen. Weil es aber nicht mehr so werden wird wie früher, sollen auch völlig neue Anlässe geschaffen werden, um in die Innenstadt zu kommen. Die 16 Projekte des Zukunftskonzept Innenstadt sind deshalb ganz bewusst unterschiedliche Angebote, um das Herz der Stadt als einen einladenden und lebendigen Ort zu erhalten. Über die Hälfte der Projekte befindet sich bereits in Umsetzung. Mit voller Kraft gestaltet die Stadt Offenbach den Wandel – gemeinsam mit zahlreichen innerstädtischen sowie externen Akteuren. Gemeinsam möchten sie die Stadtmitte liebenswert machen.

Weitere Infos online unter www.offenbach.de/zukunft-innenstadt  

Erläuterungen und Hinweise