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Stadt Offenbach

Sanierung der Trauerhalle kommt gut voran: Rohbau der Kühlzellen auf dem Neuen Friedhof abgeschlossen – Wiedereröffnung Anfang 2027 geplant

27.03.2026

Die Sanierung der Trauerhalle auf dem Neuen Friedhof liegt gut im Plan. Der Rohbau für die neuen Kühlzellen ist abgeschlossen, das Dach zum größten Teil erneuert. Im Inneren der Halle laufen aktuell umfangreiche Arbeiten an der Haustechnik. „Nahezu alle Aufträge sind inzwischen vergeben und die Sanierung liegt derzeit im vorgesehenen Budget“, sagt Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent Martin Wilhelm. „Wir sind deshalb zuversichtlich, dass der Kostenrahmen von 8,8 Millionen Euro für die Sanierung eingehalten wird.“ 

Nach derzeitigem Stand ist die Modernisierung des Gebäudes Ende 2026 bis Anfang 2027 abgeschlossen. Danach folgen abschließende Feinarbeiten. Noch im ersten Quartal 2027 sollen in der sanierten Halle wieder Trauerfeiern abgehalten werden können. „Dann werden auch die vertrauten Utensilien aus der in fußläufiger Nähe errichteten Übergangshalle wieder an ihren Platz gestellt“, sagt Gabriele Schreiber, Leiterin der Städtischen Friedhöfe. „Die Interimshalle wird unterdessen gut angenommen, die Zahl der Buchungen ist unverändert.“

Im Innern der alten Trauerhalle sind bereits große Teile der technischen Infrastruktur installiert, darunter Leitungen und Lüftung. Rund 80 Prozent der Rohmontage der Haustechnik sind abgeschlossen, auch in den Sanitärräumen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krematoriums. Hier war der Sanierungsbedarf besonders hoch. Aktuell werden nach und nach die geöffneten Wände wieder geschlossen. Die anschließende Feinmontage ist für Ende des Jahres vorgesehen. Dann werden unter anderem Heizkörper, Sanitärobjekte, Beleuchtung, Schalter und Steckdosen eingebaut und die Wände gestrichen. 

Die Rohbauarbeiten für den neuen Aufzug im Foyer der Halle sind abgeschlossen. Er ist neben den neuen behindertengerechten Toiletten im Erdgeschoss und dem Abbau der Stufen zwischen Parkplatz und Trauerhalle Teil der künftigen Barrierefreiheit des sanierten Gebäudes. Fassadenteile, wie die Wand mit Glasbausteinen, wurden zurückgebaut und durch eine energetisch verbesserte Außenhülle ersetzt. An der neuen großen Fensterfront im Erdgeschoss ist eine Spezialfolie gegen Vogelschlag angebracht. Vor den Abschiedsräumen sorgt satiniertes Glas für eine geschützte Atmosphäre.  

Auch am Dach sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Das neue Zinkblechdach auf der Trauerhalle ist größtenteils montiert. Während das alte Dach nur mittels Dachpappe und Brettern die Witterung abhielt, mindert jetzt eine Dämmung mit einer neu verklebten Abdichtung Frost und Hitze. Die alten und meistens gesprungenen Lichtkuppeln im Dach des Flur- und Sozialbereichs wurden ersetzt. Hier wird eine Fotovoltaikanlage installiert, die Kabelstränge und Halterungen werden im Zuge der Dacharbeiten verlegt. Die Module selbst bauen die Arbeiter erst nach Ende der Bauarbeiten auf. Die klimafreundlich erzeugte Energie soll vor allem die rund um die Uhr laufende Kühlung betreiben und für die Beleuchtung genutzt werden. Die Anlage selbst ist Teil der seit 2024 laufenden Fotovoltaik-Offensive, mit der alle Dächer städtischer Liegenschaften, auf denen dies möglich ist, mit Solaranlagen zur Erzeugung klimafreundlichen Stroms ausgestattet werden sollen. 

Nach und nach werden im Rahmen der Sanierung die für die Trauerhalle prägenden Fenster des Künstlers Bernd Rosenheim aufgearbeitet. Ein Familienbetrieb erneuert schrittweise den Fensterkitt, behandelt die Metallteile gegen Rost und ersetzt beschädigte Scheiben. Die Glasfachleute kommen immer dann, wenn alle anderen Arbeiten in dem Fassadenbereich abgeschlossen sind und kein Glasbruch mehr droht. Sie nutzen die Zeit, in der das Gerüst noch steht. 

„Wegen der frostigen Temperaturen mit Eis und Schnee sowie anhaltender Regenfälle in den Vormonaten haben sich einige Arbeiten verzögert, die nur bei Oberflächentemperaturen von mindestens fünf Grad und trockener Witterung ausgeführt werden können. Inzwischen konnten jedoch fast alle Maßnahmen nachgeholt werden ohne Auswirkungen auf den Fertigstellungstermin“, sagt Christian Loose, stellvertretender Leiter des ESO-Eigenbetriebs Kommunale Dienstleistungen. „Betroffen waren unter anderem die Anstricharbeiten der Fassade.“ 

Im Spätsommer beginnen die Arbeiten an den Außenanlagen. Die Arbeiten für die neue Regenentwässerung rund um das Gebäude laufen aber jetzt schon an. Dafür wird noch einmal ein Bagger eingesetzt.

Mit jedem Tag, den die Rohbauarbeiten vorangingen, wurden alle an dem Sanierungsprojekt Beteiligten etwas entspannter: „Die Trauerhalle wurde 1968 gebaut. Bei der Sanierung eines so alten Funktionsgebäudes, das noch nie grundsaniert wurde, muss man auch bei guter Planung und Vorbereitung immer mit unangenehmen Überraschungen rechnen“, sagt Frank Herrgen, Projektleiter von der Stadtwerke-Tochter OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH. „Wir hatten zwar immer mal wieder Herausforderungen zu lösen. Aber keine davon hat den Baufortschritt zum Stocken gebracht.“ 

Foto: In der Trauerhalle laufen noch die Sanierungsarbeiten. Copyright: Stadtwerke Offenbach 


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