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Stadt Offenbach

Gründerstadt Offenbach geht in die nächste Runde / OB Schwenke: „Breites Netzwerk unterstützt von der ersten Idee bis zum Start des eigenen Unternehmens“

19.05.2022

Offenbach gilt als Zentrum für Existenzgründungen. Seit nunmehr 20 Jahren unterstützt und fördert die Stadt aktiv Menschen, die sich selbstständig machen oder ein eigenes Unternehmen aufbauen wollen. Die „Gründerstadt Offenbach“ geht nun in die nächste Auflage: Am Mittwoch, 18. Mai, gaben Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, die Wirtschaftsförderung Offenbach und die KIZ Sinnova gGmbH die gemeinsame Weiterführung des Projekts bis einschließlich 2024 bekannt. „Offenbach ist seit vielen Jahren einer der führenden Standorte für Existenzgründungen in Hessen und deutschlandweit“, sagte Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke anlässlich einer Pressekonferenz: „Gründerinnen und Gründer zu unterstützen ist Teil der wirtschaftspolitischen Strategie Offenbachs. In unserer Strategie geht es zum einen darum, Unternehmen zu unterstützen, die heute schon hier sind. Zweitens geht es darum, neue Unternehmen anzusiedeln. Als drittes wichtiges Element geht es aber auch darum, Gründungen zu unterstützen.“ Die Grundlagen dafür sind in Offenbach gut, so Schwenke weiter: „Unsere Stadt bietet den Raum, eigene Ideen, Kreativität und Innovationen zu verwirklichen. Kurze Wege zur Verwaltung und ein großes Netzwerk zu anderen Machern und Unterstützern helfen dabei, als Unternehmerin oder Unternehmer in Offenbach erfolgreich zu sein.“

Das Netzwerk-Projekt der Gründerstadt Offenbach wurde 2003 dank eines Förderprogramms der Europäischen Union („City of Entrepreneurs“) ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, Existenzgründungen zu fördern und alle damit verbundenen Aktivitäten zu bündeln. Seither entstanden unzählige Beratungsformate, Veranstaltungen und ein großes Netzwerk, um Menschen zu helfen, ihre Ideen in konkretes Handeln umzusetzen und das eigene Unternehmen erfolgreich auf den Weg zu bringen. Partner des Projekts sind unter anderem die Stadt Offenbach mit ihrer Wirtschaftsförderung, die KIZ Sinnova gGmbH, die IHK Offenbach, die Sparkasse Offenbach, die Hochschule für Gestaltung (HfG) sowie die Mainarbeit und die Bundesagentur für Arbeit Offenbach.

Im IHK-Gründerreport der hessischen Industrie- und Handelskammern belegt Offenbach seit vielen Jahren den ersten Platz bei der Anzahl der Gründungen gemessen an der Einwohnerzahl. Rund die Hälfte der Gründungen ist auch nach fünf Jahren noch erfolgreich, andere scheitern aus unterschiedlichen Gründen, wie Elisabeth Neumann von KIZ Sinnova berichtete: „Das liegt beispielsweise daran, dass eine Idee nicht erfolgreich auf den Markt gebracht werden konnte, dass das Unternehmen aus finanziellen Gründen aufgeben muss oder weil jemand feststellt, dass sie oder er für das Unternehmertum doch nicht geeignet ist.“ Frank Achenbach, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Offenbach, betonte in diesem Zusammenhang, dass Deutschland einen anderen Blickwinkel benötigt: „Scheitern gehört zu einer innovativen Wirtschaft dazu: Neue Ideen und Produkte müssen ausprobiert werden. Entweder sie werden vom Markt nicht akzeptiert oder sie entwickeln sich zu einer großartigen Erfolgsstory. Innovation und Entwicklung sind nur möglich, wenn man ausprobieren kann und darf.“

Nachdem das Projekt Gründerstadt in der Vergangenheit durch die MainArbeit gesteuert wurde, wird es seit 2021 durch die Wirtschaftsförderung betreut. In der neuen Struktur soll die bewährte und positive Zusammenarbeit mit den Partnern fortgeführt werden und das Projekt weiterentwickelt werden. „Wir möchten das sehr aktive Netzwerk weiter stärken und noch sichtbarer machen, vor allem in den Sozialen Medien“, berichtete Božica Niermann, die Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften der Stadt Offenbach. „Ziel ist es, unsere digitale Reichweite innerhalb und außerhalb Offenbachs zu erhöhen. Außerdem wollen wir künftig die Synergien zwischen unseren Partnern, Akteuren und den Unternehmerinnen und Unternehmern besser nutzen, um innerhalb des Rhein-Main-Gebiets den Standort Offenbach für Existenzgründungen mehr Sichtbarkeit und Wahrnehmung zu verleihen.“ Dazu gehört der Ausbau des Netzwerks und der Beratung sowie eine Reihe von Veranstaltungen, erläuterte Niermann. Auch das erfolgreiche Betreuungsprogramm „GO Mentoring“, das seit 2020 existiert und sich hervorragend entwickelt hat, spielt in der Gründerstadt Offenbach eine wichtige Rolle.

Das GO Mentoring-Programm besteht aus einem starkem Netzwerk aus aktuell 17 Mentorinnen und Mentoren sowie 11 Mentees. „Ziel des Programms ist es, dass junge Gründerinnen und Gründer Unterstützung durch erfahrene Partnerinnen und Partner aus Offenbach erhalten. Im April gab es bereits ein Mentoringtreffen, für Juli ist ein Barcamp und für September ein Sommertreffen geplant“, erläuterte Elisabeth Neumann, Projektleiterin „Gründerstadt Offenbach“ bei KIZ Sinnova. Weitere Netzwerktreffen sind bereits konkret für Juni, Juli und September geplant, im Herbst soll es zwei weitere Veranstaltungen geben. „In den sozialen Medien erzählen wir seit April spannende Gründergeschichten, außerdem soll das Magazin ,GO Aktuell‘ neu gestaltet werden.“

Nach der ersten und erfolgreichen Auflage des Impact-Festivals im September 2021, soll das europaweit größte Event für nachhaltige Technologien und Innovationen ebenfalls wieder in der Veranstaltungshalle Fredenhagen an der Sprendlinger Landstraße stattfinden. Mehr als 2.100 Teilnehmende, 130 Ausstellende, 68 Rednerinnen und Redner, 48 Masterclass-Referierende und 45 Online-Vorlesungen aus 20 Ländern zeigten bei der Erstauflage das enorme Potenzial nachhaltiger Technologien auf. 2022 beteiligt sich die Wirtschaftsförderung an der Finanzierung und Organisation und wird gemeinsam mit dem Gründerstadt-Netzwerk am 5. und 6. Oktober 2022 den Gründerstandort Offenbach in der Veranstaltungshalle an der Sprendlinger Landstraße repräsentieren.

„Unsere Stadt bietet ein optimales Umfeld, um neue Dinge zu wagen – sei es aufgrund unserer dynamischen Gründer- und Start-up-Szene, die wir weiterentwickeln und stärken wollen, oder als kleine globale Stadt mit übersichtlichen Strukturen, kurzen Wegen und einer starken Vernetzung der Institutionen“, betonte Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. „Die Förderung von Start-Ups und Kleinstunternehmen ist dabei ein wichtiger Baustein in der Strategie, die lokale Wirtschaft und den Standort Offenbach stärker zu diversifizieren.“ Mit der Fortsetzung des Projekts Gründerstadt bleibe Offenbach, so Schwenke, weiterhin in der Lage, Gründerinnen und Gründern eine ausgezeichnete Basis für die Umsetzung ihrer Pläne zu bieten. „Dabei stehen die Netzwerkpartner den jungen Unternehmerinnen und Unternehmern bei allen Fragen zur Seite – von der ersten Idee bis zum Businessplan, vom Akquirieren von Fördermitteln bis zur Anmietung von Büros oder Werkstätten.“

Statistische Angaben:

IHK Gründerreport der hessischen IHKs – Gründungsintensität in Offenbach

2020 – 1. Platz (8,95 Gründungen je 1.000 Einwohner*innen)

2019 – 2. Platz (9,18 Gründungen je 1.000 Einwohner*innen)

2018 – 1. Platz (10,32 Gründungen je 1.000 Einwohner*innen)

2017 – 1. Platz (10,63 Gründungen je 1.000 Einwohner*innen)

2016 – 1 Platz (11,11 Gründungen je 1.000 Einwohner*innen)

Erhebung: Die Gründungsintensität gibt die Zahl der Gründungen je 1.000 Einwohner*innen in den hessischen IHK-Bezirken an.

(Quelle: Zahlen aus den Gründerreports der hessischen Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern von 2016 bis 2020).

Auch bundesweit erreicht die Stadt Offenbach im NUI-Regionenranking des Instituts für Mittelstandsforschung eine Top-Platzierung:

2020 – 13. Platz

2019 – 19. Platz

2018 – 2. Platz

2017 – 1. Platz

2016 – 1. Platz

Erhebung: Der NUI-Indikator gibt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region (Kreise und kreisfreie Städte) im entsprechenden Jahr neu angemeldet wurden.

(Quelle: https://www.ifm-bonn.org/statistiken/gruendungen-und-unternehmensschliessungen/nui-indikator/regionenranking)

Gewerbean- und abmeldungen in der Stadt Offenbach:

Gewerbean- / abmeldungen                         2020                                      2021

Anmeldungen                                                  1 684                                    1 636

Abmeldungen                                                  1 482                                    1 061

Differenz                                                           +202                                     +575

Quelle: Stadt Offenbach am Main, Mai 2022

 

Veranstaltungshinweise:

  • 18. Mai - Netzwerk erleben im ROC Offenbach: Angebot der Wirtschaftsförderung und des ROC (Rathaus Plaza) zum Kennenlernen mit Speed Networking
  • 8. Juni - New Work erleben im SleevesUp!-Co-Working: Key Note von Geschäftsführer Dr. Sebastian Schmidt, Führung durchs Co-Working SleevesUp!
  • 12. Juli - Förderung erleben in der WI Bank: Informationen zu Förderungsmöglichkeiten in Hessen, Impulsvortrag von Dr. Michael Reckhard (Geschäftsleitung) und ein Best-Practise-Beispiel
  • 29. September - Impact erleben bei YNEO: Impulsvortrag von YNEO-Gründer Sebastian Daume, Details tbd

 

Zwei weitere Events für 2022 in Planung.

Weitere Infos auf der Homepage (https://www.gruenderstadt-offenbach.de/) oder auf den folgenden Social-Media-Kanälen:

 

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