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Stadt Offenbach

Pädagogische Arbeit mit neu zugewanderten Jugendlichen - Das Jugendbildungswerk zieht positive Bilanz

24.05.2022

Offenbach ist….Großstadt im Rhein-Main-Gebiet am Main und neues Zuhause für viele neu zugewanderte Jugendliche. Weil Ankommen mitunter schwierig ist, unterstützt das beim Jugendamt der Stadt angesiedelte Jugendbildungswerk diese seit 2019 im Rahmen des Projekts „Ankommen in Deutschland – Zuhause in Offenbach“. Am 30. Juni endet die Förderung aus Mitteln des Programms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ (JUSTiQ) und damit ist die Fortführung des Projekts ungewiss. Für das Jugendbildungswerk ein guter Zeitpunkt um Bilanz zu ziehen: Rund 400 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren wurden beim Ankommen in Offenbach begleitet und unterstützt. „Schließlich stellt der Umzug in ein fremdes Land insbesondere Heranwachsende vor die Herausforderung, sich in einem neuen Lebensumfeld zurecht finden zu müssen“, erklärt Bürgermeisterin Sabine Groß. „Viele kannten Deutschland nur aus dem Fernsehen und jetzt sollten sie in Offenbach Fuß fassen. Genau hier setzten die Angebote des Jugendbildungswerks an, die bei der Orientierung halfen und über die Möglichkeiten in den Bereichen Freizeit, Kultur und Beruf informierten.“

Die Unterstützung von zugewanderten Jugendlichen indes war nicht neu, in Kooperation mit der Edith-Stein-Schule, Ernst-Reuter-Schule, Geschwister-Scholl-Schule, Lindenfeldschule, Mathildenschule und Schillerschule starteten schon 2017 die Pilotphase. Anfang 2019 erlaubte die Aufstockung der Fördermittel für JUSTiQ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) den Ausbau der Aktivitäten mit Einzelfallberatung, Gruppenangeboten, Lernhilfe, Ferienaktivitäten. Einen besonderen Stellenwert nahm dabei das „IK-Projekt“, ein schulergänzendes Orientierungsangebot, ein. In wöchentlichen thematischen Einheiten erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Stadt oder lernten beispielsweise etwas zu Demokratie und Grundrechten, zur Berufsorientierung oder stärkten ihre sozialen Kompetenzen in Teamarbeit.

Durch die unterschiedlichen Angebote, die sowohl individuelle Bedarfe als auch das Bedürfnis der Jugendlichen nach neuen sozialen Kontakten berücksichtigten, entwickelte sich das Jugendbildungswerk zu einer wichtigen Anlaufstelle für die neuen Offenbacherinnen und Offenbacher.

Hoffnungsvoller Abschied

„Sie sind gut und ich werde euch vermissen“, meldete eine Teilnehmerin zurück. Neben den Gruppenangeboten, in denen spielerisch und mit viel Spaß auch viel gelernt wurde, wurden die Jugendlichen individuell bei ihren persönlichen Anliegen begleitet und unterstützt. Mit dem Ende des Programms fallen diese Angebote sehr zum Bedauern der Jugendlichen weg. Integration ist Langstrecke, deshalb hoffen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes die Arbeit mit neu zugewanderten Jugendlichen weiterführen zu können. Die entsprechenden Anträge sind bereits platziert.

Bildinformation:

Die Jugendlichen bei der Stadterkundung im Rahmen des IK-Projekts. Fotos: Stadt Offenbach

Pressekontakt:

Zehra Ergi
zehra.ergioffenbachde
069-8065-4333
Jugendbildungswerk (5. Stock)
Berliner Straße 77
63065 Offenbach

 

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