Kranzniederlegung zum Gedenken an die Pogromnacht vor 87 Jahren
11.11.2025
In der Nacht des 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland systematisch Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnhäuser zerstört. Menschen jüdischen Glaubens wurden verhaftet, misshandelt oder verfolgt. Am Sonntag jährte sich die Pogromnacht zum 87. Mal. Zum Gedenken an die Opfer haben sich Bürgermeisterin Sabine Groß und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zur Kranzniederlegung vor dem Rathaus Offenbach versammelt. Groß bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Bewusstsein der Notwendigkeit des Erinnerns: „Die Erinnerung an den 9. November ist kein Selbstzweck, und die Gräueltaten sind kein historisches Ereignis, das für unsere Gegenwart bedeutungslos geworden wäre. Wir erinnern nicht, um irgendjemandem heute Schuld zuzuweisen. Wir erinnern, weil Hass gegen Menschengruppen – damals wie heute – in kürzester Zeit in unkontrollierbare, gewaltsame Verfolgung umschlagen kann. Und auch wenn sich Geschichte nicht wiederholt, bleibt Verfolgung durch pauschalen Hass eine zeitlose Gefahr und eine dauerhafte zivilisatorische Herausforderung.“ Bürgermeisterin Sabine Groß dankte zudem Rabiner Gurewitz, Prodekanin Amina Bruch-Cincar vom Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach, dem leitenden Pfarrer Puckel der Pfarrei St. Franziskus Offenbach und der Geschichtswerkstatt, die diese Veranstaltung mit ihren Redebeiträgen unterstützt haben.
Bildinformation:
Bürgermeisterin Sabine Groß und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber gedachten zusammen mit zahlreichen Offenbacherinnen und Offenbachern der Pogromnacht vor 87 Jahren. Die Stadt Offenbach legte einen Kranz an der stilisierten Flamme des Künstlers Bernd Rosenheim vor dem Rathaus nieder. Fotos: Stadt Offenbach / georg-foto, offenbach