Denkmalschutzpreis für vorbildliche Sanierung eines Fachwerkhauses in Rumpenheim
28.11.2025
Die Stadt Offenbach hat am Donnerstag,13. November, den Denkmalschutzpreis 2025 an Gudrun Vogt-Schneider und Peter Schneider vergeben. Ausgezeichnet wurde die umfassende Sanierung ihres denkmalgeschützten Fachwerkhauses Untergasse 13 im alten Ortskern von Rumpenheim.
Eigentümerin und Eigentümer haben durch ihr Interesse an der Geschichte und der Technik der historischen Ausführungen sowie mit ihrer eigenen fachlichen Beteiligung zum Gelingen des Projektes beigetragen. Sie beauftragten eine dendrochronologische Untersuchung, die das Gebäude auf die Jahre 1574–1576 datierte – ein bisher kaum bekanntes Zeugnis der Renaissance in Rumpenheim.
Bei den Sanierungsarbeiten an der Fachwerkkonstruktion und am Dachstuhl lag der Fokus konsequent auf Reparatur und Wiederverwendung. Wo Hölzer ersetzt werden mussten, geschah dies holzartgerecht mit Altholz, sogar die etwa dreißig Jahre alten Biberschwanzziegel wurden wieder eingebaut.
Gudrun Vogt-Schneider, im Haus gegenüber geboren, und Peter Schneider, langjährig engagiert in Rumpenheim, haben mit ihrem Einsatz ihr Haus erhalten und zum kulturellen Gedächtnis der Stadt beigetragen.
Mit dem Denkmalschutzpreis würdigt die Stadt Offenbach Bauherren und Eigentümer, die weit über das gesetzlich Gebotene hinausgehen und sich mit persönlichem Engagement und fachlicher Sorgfalt für den Erhalt historischer Bausubstanz einsetzen. Die Verleihung erfolgte in Form einer Urkunde und einer Plakette, übergeben durch Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber im Namen der Stadtverordnetenversammlung. Der Rotary-Club Offenbach stiftet ein Preisgeld von 3.000 Euro.
Bildinformation:
v.l.n.r: Bürgermeister a.D. Peter Schneider, Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber, Gudrun Vogt-Schneider sowie Dr. Ing. Klaus Stallmann, Präsident des Rotary-Clubs Offenbach. Foto: Stadt Offenbach / Lucia Wirbelauer