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Stadt Offenbach

Vielfalt leben – Workshops im Frauen*- und Kinderhaus Offenbach stärken diskriminierungsfreies Zusammenleben

27.11.2025

Das Frauen*- und Kinderhaus von Frauen helfen Frauen e.V. Offenbach ist ein Schutzraum für alle Frauen, die von Gewalt betroffen sind – unabhängig davon, ob sie cis oder trans sind. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, setzt das Haus nicht nur auf eine sichere Unterbringung und Beratung, sondern auch auf Bildungsarbeit und Sensibilisierung im Sinne einer diskriminierungsfreien Gemeinschaft.

Im Rahmen eines Projekts zur geschlechtlichen Vielfalt und dem Zusammenleben in Schutzräumen fanden kürzlich zwei Workshops im Haus statt. Ziel war es, Vorurteile abzubauen, Ängste anzusprechen und gemeinsam ein besseres Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten zu entwickeln. Ein Workshop richtete sich an die Frauen, ein zweiter an die Kinder und Jugendlichen im Haus. Um möglichst vielen Bewohnerinnen und Bewohnern die Teilnahme zu ermöglichen, wurden bei Bedarf Dolmetschende hinzugezogen.

Die beiden Veranstaltungen wurden von Blu Doppe und Kalin Mizgajska von queer_topia* durchgeführt, die mit viel Erfahrung und niedrigschwelligen Methoden Themen wie Geschlechterrollen, patriarchale Strukturen, geschlechtsspezifische Gewalt und Vielfalt im Alltag bearbeiteten.

„Gerade in einem Schutzraum, in dem viele verschiedene Lebensgeschichten aufeinandertreffen, ist es wichtig, gegenseitiges Verständnis zu fördern“, sagt Sina Mares, Mitarbeiterin bei Frauen helfen Frauen e.V. Offenbach. „Die Workshops helfen dabei, Unsicherheiten abzubauen und neue Perspektiven zu öffnen.“

Dass dies auch dem Bedürfnis der Teilnehmenden entspricht, zeigten die positiven Rückmeldungen. Sie wünschten sich Austausch, Information und Teilhabe – gerade auch zu Themen, die im Alltag oft tabuisiert werden. Auch für das Team war die gemeinsame Reflexion ein wichtiger Impuls, um das Zusammenleben im Haus bewusst inklusiv zu gestalten.

„Es geht nicht darum, auf alles Antworten zu haben, sondern darum, Räume zu schaffen, in denen Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und Vielfalt als Stärke erkannt werden kann,“ betont Referent*in Blu Doppe.

Mit dem Projekt ist ein wichtiger Schritt getan, um das Frauen*- und Kinderhaus nicht nur als Ort des Schutzes, sondern auch als Ort gelebter Vielfalt und solidarischen Miteinanders weiterzuentwickeln. Der Verein plant, ähnliche Angebote künftig regelmäßig umzusetzen.

Die Workshops wurden gefördert von der Partnerschaft für Demokratie Stadt Offenbach am Main im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz. Die Partnerschaft für Demokratie Offenbach am Main setzt sich für Demokratie und gegen Extremismus ein. Sie wird organisiert vom DRK Kreisverband Offenbach e.V. im Auftrag der Stadt Offenbach am Main, Geschäftsstelle Kommunale Prävention (Ordnungsamt). 

Bildinformation: 

Alle, die sich als Frau* fühlen / identifizieren. Grafik: Stadt Offenbach

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