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Stadt Offenbach

„Tag des offenen Denkmals“: Krummsches Mausoleum geöffnet / Tempel auf dem Alten Friedhof kann am Sonntag besichtigt werden

08.09.2022

Nur in Ausnahmefällen dürfen Interessierte einen Blick in das Krummsche Mausoleum auf dem Alten Friedhof in Offenbach werfen. Der faszinierende Kuppelbau erzählt die Geschichte einer großen Liebe und erstrahlt seit 2011 in neuem Glanz. Am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 11. September 2022, öffnet das Kleinod wieder seine Türen für Besucherinnen und Besucher. Von 10:30 bis 14:00 Uhr lässt sich der kleine, reich geschmückte Tempel bestaunen. Für die aufwändige Restaurierung des Mausoleums erhielten die Städtischen Friedhöfe Offenbach 2012 den hessischen Denkmalschutzpreis. Beim Krummschen Mausoleum handele es sich „um ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung“, das nach vorbildlicher Sanierung auf einmalige Weise an die Offenbacher Geschichte erinnere, teilte damals das Landesamt für Denkmalpflege mit.

Eröffnet wird die Veranstaltung um 11:00 Uhr mit einem Grußwort von Dezernent Martin Wilhelm. Im Anschluss führt die Offenbacher Germanistin und Autorin Ida Todisco Interessierte über den Alten Friedhof. Auf der 1832 angelegten Anlage finden sich noch andere Grabmale von kunsthistorischer und stadtgeschichtlicher Bedeutung. Treffpunkt für die Führung ist am Haupteingang des Alten Friedhofs in der Friedhofsstraße 21. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einlass beginnt um 10:30 Uhr. 

Hintergrund-Info Alter Friedhof: 

Der Alte Friedhof Offenbach zählt zu den kulturellen Schatzgruben Hessens. Mit seinen teils über 100 Jahre alten Bäumen und Grabstätten, die mehr als 180 Jahre alt sind, spiegelt er Kultur und Natur verschiedenster Generationen wieder. Der Alte Friedhof wurde im Jahr 1832 angelegt, die erste Beisetzung fand noch im selben Jahr am 16. Dezember statt. Er war Offenbachs dritte Begräbnisstätte und entstand als Ersatz für den ehemaligen Stadtfriedhof am heutigen Wilhelmsplatz. Neben den kunsthistorischen Grabmalen alter Offenbacher Familien liegt auch der erste Staatspräsident des Landes Hessen, Carl Ulrich (1853-1933), hier begraben. 1898 wurde auf dem Alten Friedhof in Offenbach das fünfte deutschlandweite Krematorium in Betrieb genommen. Heute ist es nicht mehr erhalten, die Türen der Öfen wurden an der Friedhofsmauer zur Mühlheimer Straße angebracht. Die Friedhofsanlage mit Parkcharakter bietet den Offenbacher Bürgerinnen und Bürgern als grüne Oase die Gelegenheit, inne zu halten und sich zu erholen.

Bildunterschrift: 

Das Krummsche Mausoleum auf dem Alten Friedhof öffnet am Tag des Denkmals seine Türen für die Öffentlichkeit. Fotos: Alex Habermehl

Pressekontakt 

Regina Preis, Leiterin Unternehmenskommunikation

Telefon: 069-84 00 04 110, E-Mail: regina.preisstadtwerke-ofde 

 

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