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Vielen ist das schon passiert: Pass oder Ausweis sind unauffindbar und man erinnert sich partout nicht mehr, wo man die Papiere hingelegt hat nach der letzten Reise. Da der nächste Urlaub ansteht, werden neue Dokumente im Bürgerbüro beantragt und die alten als gestohlen oder verloren gemeldet. Findet sich der alte Pass dann doch noch, sind viele erleichtert und nutzen das ja noch gültige Dokument.

Das kann ins Auge gehen: Das Bundesministerium des Innern hat die Bürgerbüros in ganz Deutschland darauf hingewiesen, dass vor allem jetzt in der Hauptreisezeit täglich bei Kontrollen an den Grenzen – vor allem bei Reisen in Länder außerhalb des Schengenraums – Reisende „stranden“, weil das benutzte Dokument vorher als gestohlen oder verloren gemeldet wurde. Damit steht es auf einer Fahndungsliste.

Was die wenigsten wissen: es gibt eine weltweit genutzte INTERPOL-Datenbank mit Namen „Stolen and Lost Travel Dokuments“ – kurz: SLTD. Dorthin meldet die Software im Bürgerbüro jeden bekannt gewordenen Verlust. Taucht der Pass oder Ausweis also später doch wieder auf, muss dies dem Bürgerbüro unbedingt mitgeteilt werden. Dort wird die Fahndung danach wieder aufgehoben. Erst dann kann das Dokument bis zum Ablauf der regulären Gültigkeit wieder problemlos genutzt werden.

Offenbach am Main, 11. Juli 2017 Bild im Teaser: Maziar Rastegar