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Gruppenbild mit Aids-Bärchen
„Bärenstark für die AIDS-Hilfe“, v.l.n.r.: Monika Leonhardt vom Bürgerbüro, Janina Grunewald und Kalle Ohnemus von der Aids-Hilfe Offenbach, Gabriela Querengässer und Sabine Kovacs vom Bürgerbüro und Bürgermeister Peter Freier präsentieren die Bären 2019. © Stadt Offenbach
Kuschelig weich und äußerst knuffig ist auch die diesjährige Bärenedition der Aids-Hilfe, die im Offenbacher Einzelhandel, im Bürgerbüro der Stadt und natürlich auch bei der Aids-Hilfe Offenbach gegen eine Spende von mindestens 6 Euro abgegeben werden. Die Bären sind Teil der Kampagne "Bärenstark für die AIDS-Hilfe" zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember und tragen zur Finanzierung des Angebotes der AIDS-Hilfe bei.

Bürgermeister Peter Freier unterstützt die Aktion und präsentierte am Mittwoch, 27. November, gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des Bürgerbüros sowie Janina Grunewald und Kalle Ohnemus von der Aids-Hilfe Offenbach die neuen Bären. Seit 1998 erscheinen die Bären jedes Jahr in einer neuen Variante und haben inzwischen schon Sammlerwert. Seit 2009 sind sie übrigens Öko-CE-Siegel zertifiziert und bei 30 Grad waschbar.

Die Bären gehen übrigens auf den „Aids-Pfarrer“ Heiko Sobel zurück, der diese in den 1980er Jahren bei seinen Studienaufenthalten in San Francisco entdeckte. Zu jener Zeit waren Menschen mit HIV und Aids besonders starken Anfeindungen und Diskriminierung ausgesetzt und bekamen im Hospital einen Teddy geschenkt. Diese Idee ging von Art Agnos aus, dem damaligen Bürgermeister der Stadt, der den Betroffenen zeigen wollte, dass sie immer Mitbürger von San Francisco bleiben würden: „Ihr gehört zu uns, allen Ausgrenzungen zum Trotz."

Aids-Bärchen auf einem Tisch
© Stadt Offenbach

Inzwischen hat sich die gesellschaftliche Lage, auch Dank der verbesserten medizinischen Behandlungsmöglichkeiten verbessert, erfreulicherweise sinkt sogar die Zahl der Neuinfektionen stetig – so steckten sich laut Robert-Koch-Institut im vergangenen Jahr „nur“ 2.400 Menschen mit der Immunschwächekrankheit an, das waren 100 weniger als im Vorjahr. Kalle Ohnemus von der Aids-Hilfe Offenbach führt dies auf die erfolgreiche Aufklärungs- und Präventionsarbeit sowie neue Therapieangebote zurück. Eher zurückhaltend ist seine Einschätzung der HIV-Prophylaxe PrEP, deren Kosten seit 1. September von den Krankenkassen übernommen werden können: „Die Möglichkeit einer Prophylaxe birgt natürlich auch die Gefahr der Nachlässigkeit.“ Er rät, nicht auf den Schutz von Kondomen zu verzichten. Schätzungsweise 10.600 Menschen in Deutschland wissen nichts von ihrer Infektion.

Auch in diesem Jahr lädt die Aids-Hilfe am 30. November um 18 Uhr zum Gedenkgottesdienst in die evangelische Stadtkirche, Herrnstraße 44.

28. November 2019