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Größer, heller, kundenfreundlicher: Seit Montag ist die Kaiserstraße 39 die erste Adresse für alle Neu- und Ummeldungen. Ob Kraftfahrzeuge, Wohnungswechsel, Personalausweis oder Reisepass, alles lässt sich am neuen Standort noch zügiger erledigen. Denn statt wie bisher 24 stehen nun 30 Beraterplätze zur Verfügung, die Anzahl der Thekenplätze hat sich von 4 auf 8 verdoppelt und für Gewerbekunden gibt es jetzt einen separaten Zugang. Von einer deutlichen Verbesserung spricht daher auch Markus Eck, stellvertretender Leiter des Bürgerbüros: „Im Bernardbau sind wir schlicht an unsere Grenzen gestoßen, jetzt sind wir mit der Innenstadtlage nicht nur näher an den Bürgern, sondern haben im Kaiserpalais auch optimale Bedingungen, um alle Belange optimal bearbeiten zu können.“ Nicht nur das, die neuen Räume beeindrucken mit einem großzügigen Wartebereich und trotz der Größe des Beraterbereiches herrscht Ruhe. Kaum mehr als ein Murmeln ist zu vernehmen, Teppich und Schallschutz an der Decke zwischen den einzelnen Beraterplätzen sorgen für eine ruhige Arbeitsatmosphäre.
Gruppenbild
Umzug geschafft: Mathias Köhlhofer vom Hauptamt, Markus Eck und Martina Fuchs vom Bürgerbüro und Bürgermeister Peter Freier im Kaiserpalais © Stadt Offenbach

Behördengang bequem und schnell erledigen

Auf insgesamt 1.700 Quadratmetern sind barrierefrei im Erdgeschoss Wartebereich, Händlerbüro, Kundensteuerung und IT untergebracht. Herzstück des neuen Bürgerbüros ist die 750 Quadratmeter große Halle, in der die Kundenberater in vier unterschiedlichen Bereichen untergebracht sind. Das neue alphanummerische Farbsystem soll Kunden helfen, sich schnell zu orientieren und zum Berater zu finden. Damit Bürgern mehr Zeit für das Wesentliche bleibt, setzt das Bürgerbüro übrigens bereits seit 2015 auf Terminvergabe im Vorfeld. „Zuerst haben viele bezweifelt, dass das funktionieren wird“, erinnert sich Bürgerbüroleiterin Martina Fuchs, „aber zwischenzeitlich finden die meisten Kunden das System gut und  etliche Kommunen sind seitdem unserem Beispiel gefolgt“. In der Regel dauert es zwar zwei bis drei Wochen, um einen Termin zu bekommen, dafür beträgt die Wartezeit dann nur maximal zehn Minuten.  Damit auch diese nicht zu lang wird, gibt es am neuen Standort sogar eine Kinderecke mit Memorytafel, kleiner Rutsche und Geschicklichkeitsspiel. Für die Erwachsenen gibt es den Offenbacher Bücherschrank, der sich bereits in der Herrnstraße bewährt hat.

Mehr Service für mehr Bürger

„Um 18.000 Menschen ist die Stadt seit 2010 gewachsen und sie wächst weiter“. Grundsätzlich ein erfreulicher Fakt, der, so Bürgermeister Peter Freier, personell und in der Ausstattung auch nachgehalten werden muss: Das Bürgerbüro ist erste Anlaufstelle für alle, die neu herziehen, innerhalb der Stadt umziehen, Offenbach verlassen. Ein Auto zulassen, einen Anwohnerparkausweis beantragen, einen neuen Reisepass benötigen und und und. Über 160.000 Dienstleistungen werden im Jahr an den Beraterplätzen bearbeitet, hinzukommen 200.000 Leistungen, die im „Backoffice“ im ersten Obergeschoss bearbeitet werden. Dort kümmern sich 16 Mitarbeiter um Anfragen aus anderen Kommunen, klären Herkunfts- und Eigentumsfragen, kümmern sich um Führerscheine und anderes. Neben dem Bürgerbüro sind auch das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz, das Stadtschulamt und ein Teil des Amtes für Arbeitsförderung, Integration und Statistik in das ehemalige Goldpfeil-Gebäude gezogen. Das Haus des Jugendrechts wird auch bald dort angesiedelt sein, ebenso wie die Kundenberater der EVO, deren neue Räume im Erdgeschoss derzeit noch renoviert werden.
Schallschutzdemo
Mathias Köhlhofer (Hauptamt) und Markus Eck (Bürgerbüro) demonstrieren den Schallschutz © Stadt Offenbach

Parkhaus im KOMM

Die zentrale Innenstadtlage hat natürlich auch ihre Schattenseite, denn hier ist die Parkplatzsituation  in der Innenstadt natürlich eine andere. Freier empfiehlt jenen, die mit dem Auto kommen das nahegelegene Parkhaus im KOMM. Noch muss dann zwar ein Fußweg durch die Große Marktstraße beziehungsweise Geleitsstraße in Kauf genommen werden, langfristig hofft der Bürgermeister hier aber auf ein Entgegenkommen des Eigentümers der Liegenschaft, in der das Einkaufscenter untergebracht ist. Von einem barrierefreien Zugang im hinteren Bereich des KOMM könnten Kunden des Bürgerbüros und der Einzelhandel gleichermaßen profitieren.

Offenbach am Main, 17. Oktober 2018