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Gruppenfoto mit Bürgermeister und Sozialdezernentin
v.l.n.r.: Bürgermeister Peter Freier mit dem Geschäftsführer des AWO Kreisverbands Offenbach Stadt e.V. Thomas Ruff, Sozialdezernentin Sabine Groß, Caritasdirektor Michael Klein und Migrationsberater Ali Karakale auf der Empore im Bürgerbüro. © Stadt Offenbach

Seit rund 10 Jahren gibt es die Migrationsberatung der Liga der Wohlfahrtspflege, nach einjähriger Pause hat das Team jetzt einen neuen Standort im Bürgerbüro gefunden. Jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr finden Zugewanderte hier Antworten auf ihre drängendsten Fragen: Wo lerne ich deutsch, wie finde ich Wohnung und Arbeit und welche Betreuungsangebote gibt es für meine Kinder? Darüber hinaus helfen die Migrationsberaterinnen und Berater auch, wenn es darum geht, Wege aus der Schuldenfalle aufzuzeigen, Fallstricke in Verträgen zu erkennen oder Anlaufstellen für juristische Probleme zu nennen. „Wir verstehen uns als erste Anlaufstelle für Neuankömmlinge und machen eine Verweisberatung, das heißt, wir schauen nach den passenden Ansprechpartnern für das jeweilige Problem“, erklärt Ali Karakale. Und das in mindestens zwölf Sprachen: Er ist einer von insgesamt sechs Migrationsberatern mit unterschiedlichen sprachlichen Wurzeln. Jede Beratung ist individuell, kostenlos und vor allem auch unabhängig. Möglich machen dies die Träger der Liga der Wohlfahrtspflege in Stadt und Kreis Offenbach. Die Liga besteht aus Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Parität, Jüdischer Gemeinde und Deutsches Rotes Kreuz.

„Weil die Migrationsberatung eine wichtige Scharnierfunktion erfüllt, haben wir gemeinsam mit der Liga nach einer guten Lösung für die weitere Unterbringung gesucht“, so Bürgermeister Peter Freier, „und diese mit der Empore jetzt auch gefunden“. Abgeschieden und doch mittendrin können die Beratungen jetzt stattfinden, einziger Wermutstropfen ist die fehlende Barrierefreiheit. „Trotzdem“, betont auch Thomas Ruff, Geschäftsführer des AWO Kreisverbands Offenbach Stadt e.V., „ist der Standort nicht nur aufgrund seiner zentralen Lage und der Verbindung zu den Leistungen des Bürgerbüros ideal.“ Denn Dank der stärkeren Einbindung in die organisatorischen Abläufe des Bürgerbüros können auch die Klienten profitieren. Sie ziehen im Empfangsbereich des Bürgerbüros eine Nummer, warten im Wartebereich und können dann in aller Diskretion ihr Beratungsgespräch in Anspruch nehmen.

„Nach wie vor ziehen mehr Menschen direkt aus dem Ausland als aus dem Umland nach Offenbach. Zum Wohle Offenbachs, aber vor allem zum Wohle der Menschen müssen wir sie beim Ankommen unterstützen. Die Migrationsberatung als erste Anlaufstelle ist dafür eine wichtige Einrichtung. Damit besteht auch weniger die Gefahr, dass Menschen auf fragwürdige Angebote hereinfallen“, betonte Sozialdezernentin Sabine Groß anlässlich des Neustarts des Beratungsangebotes im Bürgerbüro.

21. Februar 2020