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Brauner Labrador auf einer Wiese
© Stadt Offenbach
Offenbacher Hundehalter können ihren Hund nunmehr auch bequem und unkompliziert über das Internet zur Hundesteuer anmelden. Hierfür steht im städtischen Internetauftritt www.offenbach.de ein Online-Formular zur Verfügung. Damit erweitert die Abteilung Kommunale Steuern ihren Kundenservice. Die Hundehalter müssen sich kein Formular mehr herunterladen oder bei der Stadt abholen, sondern können online alle notwendigen Angaben ausfüllen und das Formular per Knopfdruck an die zuständigen Sachbearbeiter senden.

„Mit dem neuen Online-Angebot sparen die Hundehalter Zeit und können bequem von zuhause oder von unterwegs das Formular ausfüllen und absenden“, sagt Sabine Mahr aus der Abteilung Kommunale Steuern. Zudem ist damit sichergestellt, dass die Angaben leserlich und vollständig sind und der Antrag deswegen schnell bearbeitet werden kann. „Wenn uns alle Angaben vorliegen, bearbeiten wir den Antrag in der Regel am Eingangstag und geben den Bescheid samt Hundemarke am nächsten Tag zur Post“, erklärt Mahr.

Aktuell gibt es in Offenbach rund 4.100 Hunde, pro Jahr werden etwa 560 Hunde angemeldet und ähnlich viele abgemeldet. Gemäß der städtischen „Satzung über die Erhebung einer Hundesteuer“ kostet der Ersthund 90 Euro pro Jahr, jeder weitere Hund 180 Euro. Eine Befreiung von der Hundesteuer ist auf Antrag möglich, wenn der Hund ausschließlich dem Schutz und der Hilfe von blinden, tauben oder anderweitig hilflosen Personen dient.

Wenn der Hund abgegeben wird oder verstirbt, muss der bisherige Besitzer die Marke an die Abteilung Kommunale Steuern zurückgeben. Kommt der Hund zu einem neuen Halter, erhält dieser eine neue Marke. „Wichtig ist, dass uns alle Datenänderungen mitgeteilt werden. Zum Beispiel, wenn sich der Name oder die Adresse des Halters ändert, der bisherige Hund stirbt und ein neuer Hund aufgenommen wird“, so Mahr.

Die Hundesteuer muss in nahezu jeder Kommune bezahlt werden. Ihre Einführung geht nach Angaben des Bundesfinanzministeriums auf das Mittelalter um 1500 zurück. Statt mit Geld zahlten die Hundebesitzer mit Roggen, Gerste oder Hafer. Das sogenannte „Hundekorn“ mussten die Bauern zahlen, wenn sie ihre Hunde nicht zu Jagdfrondiensten abstellen wollten. Im 19. Jahrhundert haben die deutschen Einzelstaaten schließlich Geldabgaben eingeführt. Die Hundesteuer hatte vor allem ordnungspolitische Gründe. Mit der Steuer wollte man damals und will man heute auch die Zahl der Hunde in einer Stadt einschränken. Früher ging es vor allem um die Tollwutgefahr und den Seuchenschutz, heute um Sauberkeit und um andere ordnungsrechtliche Gründe.

21. November 2019