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Signaturpad
Das Foto zeigt ein Signaturpad, auf das die Kunden des Bürgerbüros künftig ihre Unterschrift digital setzen. © Stadt Offenbach
Seit dem 1. August 2017 macht das Offenbacher Bürgerbüro einen weiteren Schritt Richtung papierloses Arbeiten. Mit der Einführung der E-Akte im Melde- und Passbereich kommen seitdem kombinierte Bürgermonitore und Signaturpads zum Einsatz.

Wer einen neuen Pass oder Ausweis beantragt weiß: Bevor der Antrag bearbeitet werden kann, muss unter anderem die deutsche Staatsangehörigkeit überprüft werden. Dazu sind Erklärungen abzugeben, die bislang vom Kundenberater ausgedruckt und vom Kunden unterschrieben werden mussten. Danach scannt der Kundenberater das eben ausgedruckte Papier wieder ein und erledigt damit die elektronische Archivierung. Ab sofort wird der Erklärungstext elektronisch auf einem Tablet angezeigt und dort auch vom Kunden unterschrieben. Nur ein täglich hundertfach vorkommender Vorgang neben einer Reihe anderer wie das Unterschreiben des Meldescheins bei der Anmeldung einer Wohnung.

„Viele Arbeitsschritte fallen weg oder werden durch die neue Technik zumindest deutlich weniger zeitaufwändig“, stellt die Amtsleiterin des Bürgerbüros, Martina Fuchs, die Vorteile des neuen Verfahrens heraus. Sie verspricht sich nicht nur größeren Bearbeitungskomfort für ihre Mitarbeiter, sondern natürlich auch Zeitersparnisse, die in zusätzliche Terminangebote für Kunden umgesetzt werden können. „Wir werden beobachten, wie sich die Bearbeitungszeiten entwickeln und nach den Erfahrungen der ersten Wochen unser Terminangebot entsprechend anpassen“, stellt Fuchs in Aussicht.

Offenbach ist die erste Großstadt in Hessen, die das Verfahren des Anbieters ekom21 einsetzt. Bislang haben nur Kirchheim, Immenhausen und Frankenau das System im Einsatz, Schotten folgt in Kürze. „Das Bürgerbüro Offenbach geht den Weg zum modernen Dienstleister konsequent und mit Engagement. Dabei ist die papierlose Dienstleistung nicht Selbstzweck, sondern führt systematisch zur Verbesserung des Angebots für unsere Bürgerinnen und Bürger. Das gesamte Team kann stolz auf das erreichte hohe Niveau sein“, lobt Bürgermeister Peter Schneider das Bürgerbüro.

Die Kosten für die eingesetzten Tablets liegen einmalig bei rund 460 Euro pro Arbeitsplatz, das jährliche Nutzungsentgelt beläuft sich auf unter 5.000 Euro. Für die technische Umsetzung verantwortlich ist Alexander Witzel. Er betreut als Sachgebietsleiter alle IT-Projekte und Weiterentwicklungen im Bürgerbüro, hat die Einführung der E-Akte vorbereitet und mit dem Softwarehaus ekom21 koordiniert und umgesetzt.

04. August 2017