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Frau am Laptop
© picjumbo.com / Pexels
Gewerbe in Offenbach anmelden – das geht ab jetzt vom eigenen Sofa oder heimischen Schreibtisch. Das Ordnungsamt der Stadt Offenbach am Main hat einen neuen Online-Service: Ab sofort können Gründer und Unternehmer ihre Gewerbeanzeige über die Webseite der Stadt Offenbach www.offenbach.de und das neue Gewerbe-Fachverfahren „Migewa/eMeldung“ der Firma ekom21 an die Ordnungsbehörden versenden.

„Dieses Portal wurde in den letzten Monaten zu einer umfassenden Dienstleistungsplattform entwickelt, damit die Wirtschaft mehr und mehr Verwaltungsvorgänge ohne den Weg zum Amt abwickeln kann“, erläutert Ordnungsamtsleiter Peter Weigand.

Mit dem Suchbegriff „Gewerbeanmeldung“ oder „Gewerbeummeldung“ sowie „Gewerbeabmeldung“ finden Interessierte auf offenbach.de direkt zur Seite mit dem Link zur E-Meldung. Diese Seite erläutert auch die notwendigen Unterlagen für den Antrag. Wichtige beizufügende Dokumente können hochgeladen werden und stehen somit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsamtes in digitaler Form zur Verfügung.

Bürgermeister Peter Freier betonte die wirtschaftliche Notwendigkeit die Antrags- und Bearbeitungsprozesse innerhalb der Stadtverwaltung gerade in Zeiten der Corona-Krise zu vereinfachen und beschleunigen. Mit dieser neuen Technologie werden die Durchlaufzeiten der Anträge verringert und somit eine Erhöhung der Bürgerzufriedenheit erzielt. Gerade mit solchen technischen Innovationen hebt sich die Stadt Offenbach als Gründerstadt hervor.

Wer in Offenbach am Main sein Gewerbe anzeigen will, kann dies künftig bequem rund um die Uhr online erledigen, so Dieter Götz, Sachgebietsleiter des Offenbacher Gewerbeamtes. Mit Einführung des barrierefreien, digitalen Anmeldeverfahrens bleibt den Gründern nun mehr Zeit, sich um den Aufbau ihres neuen Geschäftes zu kümmern. Somit wird bürokratischer Aufwand verringert und der Weg zum Gewerbeamt ist künftig obsolet, berichtet Götz weiter.

Ein weiterer großer Vorteil des neuen Online-Portals ist, dass die eingereichten Daten medienbruchfrei in das laufende Gewerbeverfahren eingespielt werden und somit kein stupides Abtippen von Anträgen mehr notwendig wird. Dies beschleunigt die Bearbeitung der jährlich rund 5300 Gewerbemeldungen erheblich.

Für Gewerbetreibende und Gründer bedeutet das jedoch nicht, dass sie nach ihrer Gewerbemeldung ohne ein entsprechendes Dokument auskommen müssen. Den Kunden wird nach Prüfung des Sachverhaltes, ihrer Daten und beigefügten Dokumenten eine Empfangsbescheinigung, umgangssprachlich ein „Gewerbeschein“ ausgestellt und zugesandt.

Das Bezahlen der Verwaltungsgebühren wird künftig mit PayPal, Girosolution, VISA, Mastercard, Giropay und paydirekt ermöglicht.

Mit der Einführung des neuen Fachverfahrens macht das Ordnungsamt einen großen Schritt bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Es wurde als Art. 9 des Gesetzes zur Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichssystems am 14.08.2017 erlassen und verpflichtet Bund, Länder und Kommunen bis spätestens Ende 2021 ihre Verwaltungsleistungen über elektronische Verwaltungsportale anzubieten.

Die Digitalisierung löst bedeutende Veränderungsprozesse in Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung aus. Die Leistungserbringung für Bürger und Unternehmen kann in vielen Bereichen einfacher, besser zugänglich und zugleich für die Verwaltung effizienter gestaltet werden. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) welches das Hauptziel hat, den elektronischen Gang zur Behörde unkomplizierter und sicherer zu gestalten, gibt hierbei den gesetzlichen Rahmen für die digitale Transformation der Verwaltung vor.

18. Mai 2020