Sprungmarken
Suche
Suche

Kerze auf dem ALten Friedhof
© Alexander Habermehl

Das Standesamt der Stadt Offenbach hat konkrete Kritik von Bestattern an der Bearbeitungsdauer von Anfragen zum Anlass genommen, die Abläufe gemeinsam mit Bestattern zu überprüfen. Die zuständigen Dezernenten Peter Freier und Sabine Groß: „Wir haben ein sehr konstruktives Gespräch geführt. Für alle Verbesserungsvorschläge seitens der Bestatter haben wir Lösungen erarbeitet, die schnell umgesetzt werden.“  Ein Grund für die längere Bearbeitungsdauer sind derzeit vakante Stellen. Für 2020 sind bereits zwei zusätzliche Stellen im Stellenplan vorgesehen, die aber erst im Juli 2020 besetzt werden sollten – wie alle neuen Stellen im Stellenplan 2020. „Ich danke dem Personaldezernenten Felix Schwenke, dass er für die sofortige Besetzung dieser Stellen grünes Licht gegeben hat. Die Stellen wurden inzwischen ausgeschrieben. Für eine weitere derzeit vakante Stelle ist das Bewerbungsverfahren abgeschlossen. Die Nachbesetzung erfolgt im März und eine Kollegin verkürzt ihre Elternzeit und steigt im März wieder ein“, so Groß. Bei der Bearbeitung von Sterbefallanzeigen unterstützen zudem zusätzlich Kolleginnen aus der Urkunden- und der Eheabteilung.

Bis zur Besetzung dieser Stellen setzt das Standesamt zur Verbesserung der Erreichbarkeit auf weitere Maßnahmen. Weitere Ergebnisse des Gespräches sind ungesetzt: Ab Ende Dezember kann das Standesamt jederzeit, statt wie bisher während einer Telefonsprechstunde, angerufen werden. Eine Software sorgt dafür, dass Anrufer zurückgerufen werden können. Zur schnelleren Bearbeitung werden zudem die Sterbeanzeigen vereinheitlicht. Damit Originalunterlagen von auswärtigen Bestattern auch ohne Termin und außerhalb der Dienstzeiten abgegeben werden können, wird ein gesicherter Briefkasten angebracht.

Im neuen Jahr wird ein Onlineportal der ekom21 freigeschaltet, über das Bestatter, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime Sterbefälle direkt melden können.

Die Zusammenarbeit mit dem Krematorium soll ebenfalls verbessert werden. „Das Standesamt schickt unmittelbar nach Erstellung der Sterbeurkunde oder Rückstellung wegen fehlender Unterlagen eine E-Mail an das Krematorium. Damit können Verstorbene eingeäschert werden, bevor die Sterbeurkunde im Original vorliegt“, so der für das Krematorium zuständige Dezernent Peter Freier. Dazu müssen Bestatter auf der Sterbeanzeige den Vermerk „Einäscherung im Krematorium Offenbach“ anbringen. Für die Rückstellungen wird bis zu drei Monate auf die Unterlagen gewartet – danach wird nach Aktenlage beurkundet.

Der einfachste Weg zum Standesamt ist eine E-Mail an standesamtoffenbachde – denn hier können alle Unterlagen in der Antwort gleich gesammelt angefordert werden.  Onlineformulare - zum Teil mit elektronischer Bezahlfunktion - sowie die Anforderung von Urkunden, der Traukalender und viele Informationen auch zum Download bietet das Standesamt unter unten stehendem Link an.

13. Dezember 2019