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Flugzeug am Himmel
© Stadt Offenbach
Paul-Gerhard Weiß fühlt sich durch eine Studie des Umweltbundesamts (UBA) bestätigt, bei stadtnahen Flughäfen Flüge zwischen 22 bis 6 Uhr nicht zuzulassen.

Der Bericht wurde vor kurzem veröffentlicht und begründet seine Aussage mit dem Gesundheitsschutz. „Berechtigt“, sagt Flughafendezernent Weiß ausdrücklich, zuletzt hat die NORAH-Studie beispielsweise deutlich dargestellt, dass Flughafenanrainer unter anderem in Bezug auf Herzinsuffizienz gesundheitsgefährdeter sind, zudem wurde ein höheres Depressionsrisiko festgestellt.“

Des Weiteren fordert das UBA die Umrüstung auf leisere Flugzeuge und lärmmindernde Anflugverfahren. Alles Forderungen, die Weiß oft in den zuständigen Gremien wie der Fluglärmkommission oder der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Flughafen sowie auch gegenüber dem Hessischen Wirtschaftsministerium angesprochen hat und zuletzt erst bei der Stellungnahme zum Entwurf zur Änderung des Landesentwicklungsplans durch den Magistrat hat beschließen lassen.

Weiter begrüßt Paul-Gerhard Weiß, dass das UBA ein übergeordnetes Konzept für notwendig erachtet, das beispielsweise das Luftverkehrsgesetz in einen umfassenden Schutz vor Fluglärm miteinbezieht und speziell das Fluglärmschutzrecht dementsprechend novelliert wird.

„Die Behörde hat beschrieben, worum die Stadt Offenbach seit Jahren kämpft“, so Weiß weiter, „weil die Menschen in der Region um den Flughafen nicht ausreichend vor Fluglärm geschützt sind.“

Nachts notwendige Flüge insbesondere Frachtflüge könnten auf den Flughafen Frankfurt-Hahn genauso verlagert werden wie der Low-Cost-Verkehr. „Dort gehören Nachtfüge und Billig-Airlines hin, in dünn besiedelte Gebiete, deswegen muss verhindert werden, dass der Flughafen Hahn platt gemacht wird“, stellt Weiß abschließend fest.

Vom zuständigen Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir erwartet Weiß eine Unterstützung der Forderungen des Umweltbundesamts.

27. Juli 2017