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Streichholzkarlchen gegen Fluglärm
© georg-foto.de, offenbach

Stellungnahme von Stadtrat Paul-Gerhard Weiß zur Vorstellung der Lärmobergrenze für den Flughafen Frankfurt durch den Hessischen  Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Tarek Al-Wazir:
 
Der Offenbacher Flughafendezernent Paul-Gerhard Weiß sieht in der vom Minister vorgestellten Regelung zur Lärmobergrenze (LOG) für den Flughafen Frankfurt eine Entwicklung in die richtige Richtung. "Die langjährigen Forderungen, die wir im Ausbauvorhaben erhoben haben, sind in Wiesbaden angekommen", so Paul-Gerhard Weiß.

Der Vorschlag des Ministers sieht gegenüber dem Status quo keine Lärmentlastung vor, er begrenzt den Lärm weitgehend auf dem aktuellen Stand.

Würden die Ziele der Lärmobergrenze tatsächlich erreicht, fallen östliche und nördliche Teile des Stadtgebietes von Offenbach dennoch aus den Baubeschränkungszonen heraus. Die aktuellen Baubeschränkungszonen, die östlich über Offenbach hin ausgehen, haben den Fluglärm von 701.000 jährlichen Flugbewegungen ohne Lärmobergrenze berücksichtigt.

Nach Auffassung des Offenbacher Flughafendezernenten Paul-Gerhard Weiß müssen dichte Siedlungsbereiche wie die Stadt Offenbach darüber hinausgehend so von Fluglärm entlastet werden, dass es für die Betroffenen spürbar wird. Sie dürfe nicht nur in den Simulationsprogrammen der Lärmphysiker zu erkennen sein.

Neben dem technischen Fortschritt an den Flugzeugen seien dafür unbedingt auch die schnellere Umsetzung neuer Flugverfahren mit deutlich größeren Überflughöhen und die Festsetzung entlastender Flugrouten erforderlich.

Ziel, so Paul-Gerhard Weiß, müsse es sein, dass in Siedlungsbereichen die Grenz- und Schwellenwerte des Fluglärmschutzgesetzes auch ohne passiven Lärmschutz beachtet werden.