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Insgesamt 16 Ordner mit 6 000 Seiten wurden seitens der Fraport AG beim Regierungspräsidium in Darmstadt anlässlich der Einleitung des Raumordnungsverfahrens für die Flughafenerweiterung eingereicht. Prof. Barbara Jakubeit, Vorstandsmitglied von Fraport, äußerte, dass es wohl noch kein Projekt mit einem solchen Umfang in Deutschland gegeben habe.

Flughafen präferiert die Nord-West-Variante - Grandke kritisiert die Fraport stark

Gleichzeitig betonte die Flughafenmanagerin nochmals ihre Präferenz für die Nordwest-Variante. Dies wiederum ruft bei den betroffenen Städten und Gemeinden des Umlandes massive Kritik hervor. Nach deren Ansicht darf eine Maßnahme dieser Größenordnung nicht im Galopp durchgepeitscht werden. Fraport plant die Inbetriebnahme der neuen Bahn für das Jahr 2005.

Grandke übt starke Kritik

Als vorläufigen Höhepunkt der Frechheit wertet der Offenbacher Oberbürgermeister Gerhard Grandke die Aussage von Prof. Jakubeit, dass "...der Bau einer Nordwestbahn erheblich weniger Bürger Offenbachs als seither mit Fluglärm belaste."

Grandke: "Die von Fraport im Variantenvergleich erstellten Karten mit den An- und Abflugrouten belegen eindeutig, dass bei einer Nordwest Landebahn der Anflug direkt über das Stadtgebiet von Offenbach führt, mit einer exakten Flughöhe von 902 Metern über den Städtischen Kliniken. Zusätzlich zu den beiden bestehenden Anflugrouten im Offenbacher Süden käme eine dritte hinzu, somit wäre das gesamte Stadtgebiet von einem Lärmteppich überzogen."

Einmal mehr, so der Offenbacher Oberbürgermeister, würde von der Fraport AG mit falschen Karten gespielt und den Bürgern bewusst die Unwahrheit gesagt. Diese Bündelung der Anflüge und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung Offenbachs sei für jedermann recht einfach nachvollziehbar. Man müsse lediglich eine Lineal nehmen, nördlich des bestehenden Bahnensystems anlegen und eine Linie nach rechts ziehen.

Grandke merkte an, er werde bei der nächsten Sitzung des Regionalen Dialogforums Frau Prof. Jakubeit zur Rede zu stellen. Er jedenfalls werde von seiner Politik der "Demokratisierung des Fluglärms" nicht abweichen und weiterhin für eine gerechte Verteilung der Belastungen in der Region kämpfen.